Die Straße Schaepenfeld ist dicht: Sandra Janssen und Georg Cluse müssen leider draußen bleiben.„Erst nach dem Nachbar schaue / Sodann das Haus dir baue! / Wenn der Nachbar ist ein Schuft, / so baust du dir eine Totengruft“, so munter dichtete dereinst der große Friedrich Rückert über das Problem am Gartenzaun und ich denke, viele Menschen können diese Zeilen ganz gut unterschreiben.

Nachbarschaftsstreitigkeiten sind immer ambivalent - für die Beteiligten sind sie eine ernste, manchmal todernste Sache. Auf Unbeteiligte wirken sie oft skurril. Ganz Deutschland lachte ja einst über Stefan Raabs Maschendraht-Song, außer denen, die sich da stritten über den Knallerbsenstrauch.

Eine ähnliche Posse spielt sich derzeit in Materborn ab und zumindest Georg Cluse kann nicht drüber lachen. Denn heute hat seine Nachbarin ihm die Straße vor der Haustür dicht gemacht. Natürlich nicht nur für ihn, sondern für alle. Auf der Straße Schaepenfeld gilt jetzt „Betreten verboten“.

Ja, da wundert man sich schon ein wenig, aber das ist alles rechtens. Denn obwohl die Straße wie eine richtige Straße aussieht, einen Namen und ein Straßenschild hat, seit dem 19. Jahrhundert in Karten auftaucht und sogar mit typischen Schlaglöchern und Straßenbeleuchtung ausgestattet ist, ist sie gar keine richtige Straße, sondern ein Privatweg. Und die Eigentümerin hat nun halt entschieden, dass man nicht mehr über ihr Eigentum fahren oder gehen darf.

Das ist natürlich ihr gutes Recht, aber für den Herrn Cluse ziemlich doof, denn sein Reiterbetrieb liegt nun mal an dieser Straße, die eigentlich gar keine ist. Wir ahnen: Hier haben Zwei Krach miteinander. Aber ausbaden müssen den nun alle, die diese Straße bislang benutzt haben.

Um mit dem Auto oder Pferd auf den Hof oder runter zu kommen, muss Herr Cuse jetzt wohl eine zweite Straße bauen, die dann parallel zur Phantom-Straße Schaepenfeld verlaufen wird, dann aber natürlich über sein Grundstück. Wie wird die dann wohl heißen: Unter-Schaepenfeld oder Neben-Schaepenfeld? Und spendiert die Stadt dafür dann auch ein Straßenschild?

Für die Stadt Kleve wäre es eine Sehenswürdigkeit mehr. Damit schaffen wir es sicher in die NDR-Sendung „Extra 3“ und deren Rubrik „Der reale Irrsinn“: Zwei Straßen nebeneinander, aber nur eine natürlich mit Beleuchtung - die erste Phantom-Straße. Denn ich kann mir nicht denken, dass die Stadt auch noch ein anderes Privatgrundstück auf Steuerzahlerkosten beleuchten möchte.

Wenn die Stadt Kleve Herrn Cluse einen Brief schickt, dann übrigens an diese Adresse: Schaepenfeld 1.

Keine schlechte Karriere für eine Straße, die gar keine ist, nicht wahr?

Olaf Plotke, 13. Janaur 2014

Kommentare   

#1 Erbarmen bitte! 14.01.2014 08:48
Wirklich sehr seltsam. Ich kenne die Straße und hatte nie einen Zweifel, dass es sich um eine ganz normale Straße handeln würde.
Gibt es denn kein Gewohnheitsrecht, wenn eine Straße schon seit über 100 Jahren existiert?
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#2 j.geisler 14.01.2014 09:27
So einem querolanten gehoert der weg zwangsenteignet. wo ist dsr wegerecht eintrag fuer das dahinter liegende grundstueck? Das gewohnheitsrecht der bisherigen nutzung spielt auch eine rolke. die gemeinde MUSS regulierend eingreifen
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#3 Martin Hoggen 14.01.2014 15:05
Wenn es sich um einen Privatweg handelt ist das Verhalten des Eigentümers nachvollziehbar. Ein Gewohnheitsrecht gibt es bei der Wegenutzung nicht, entweder ist ein Wegerecht im Grundbuch eingetragen oder der bisherige, geduldete Nutzer hat Pech gehabt!
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#4 D. Feiler 14.01.2014 18:48 Zitieren
#5 Rainer Severin 14.01.2014 19:45
Wie wäre es mit einer Überprüfung, ob diese querulierende Person eigentlich für die Straßenbeleuchtung bezahlt? Oder gar für die Pflege derselben, Ausbesserungen etc.? Falls nicht: umgehend in Rechnung stellen, und zwar rückwirkend. Ich werde mich mal erkundigen, wie hier der Stand ist. In solchen Fällen wie diesem würde ich ansonsten eine zwangsweise Enteignung im öffentlichen Interesse maximal zum Verkehrswert vorschlagen. Irgendwann reicht es mal. Irgendwann hat man Sozialschädlinge einfach satt.
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#6 Meijerlein 14.01.2014 22:03
Recht ist Recht und hier auf Eigentümerseite-
urteilen sollte man abgesehen vom offiziellen Rechtssystem-
über den Eigentümer erst wenn man alle Fakten kennt und es muss doch schon einiges passiert sein- denn ohne Grund hat der Eigentümer die Straße sicherlich nicht geschlossen- nachdem er diese ja vorher scheinbar bereitwillig nutzen lies.

Schade, denn vernünftige Konservation auf Augenhöhe hätte diesen drastischen Schritt bestimmt verhindern können.

Ich erlaube mir kein Urteil, denn hier wird nur eine Seite dargestellt und das sollte jeder beachten bevor hier Hetztirolen verbreitet werden.

Viele Grüße aus der Ferne :)
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#7 Andreas Bulkens 14.01.2014 23:08
Wegerecht ... hat das nicht auch ein Metzger in Kleve?
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#8 Martin Hoggen 15.01.2014 07:10
Die Eigentümerseite ist hier im Recht und was das Notwegerecht angeht ist es doch ganz klar geregelt. Das Notwegerecht wird gegen Endgeld eingeräumt und endet sobald ein eigener Zuweg entstanden ist. Sollte das Interesse einen eigenen Weg anzulegen nicht ausreichend vorhanden sein, kann auch das Notwegerecht verwirkt sein. Die sozialistische Enteignungsidee hätte vielleicht in der DDR Anwendung finden können, in Deutschland ist Eigentum ein hohes schützenwertes Gut. Mit diesem Gut gehen nicht nur Pflichten sondern auch Rechte ein und eines dieser rechte ist es Nutzungsrechte und -verbote auszusprechen.
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#9 Erbarmen bitte! 15.01.2014 08:49
Trotzdem seltsam, dass auch der Stadt jetzt erst auffällt, dass sie da eine Privatstraße aus Steuergeldern geteert und beleuchtet hat.
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#10 Der Laie 15.01.2014 12:31
Interessant in diesem Zusammenhang:
www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/verdrehte-informationen-id8872441.html
Wenn es zutrifft,das Herr Cruse seine eigene Zufahrt über die Esperance rückbaut,
an einen Kauf der Privat Strasse kein Interesse hat,dann darf die Frage gestellt werden, auf welcher Wolke lebt dieser Mann,
um solche Geschichten zu verbreiten.
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#11 rebecca 15.01.2014 20:21
Hallo zusammen,

der laie: und genau da liegt der Hund begraben!!

Bisher ist nur eine Seite bekannt gewesen und das ist das Problem. Die Menschen schießen sich nun auf die falsche Person ein, weil sie es einfach LEIDER nicht besser wissen.
Da Herr Cluster direkt mit verdrehten Tatsachen und auch Übertreibungen allerhand an die Öffentlichkeit gegangen ist.
Wie in den Artikel verfasst, hätte er die Straße kaufen können und welcher privatwegbesitzer würde seinen Weg sanieren, den er gar nicht benötigt. das ist doch rausgeschmissenes Geld!!
Das Risiko, das auf dieser schlechten Straße noch was schlimmes passiert war einfach zu groß und Herr cluse hätte sie ja kaufen können, warum tut er dies denn nicht wenn sie doch so wichtig ist!!??
Ich finde es mittlerweile eine echte hetzkampagne von vielen, gerade bei Facebook, obwohl sie nur einer Seite die Chance geben, verstanden zu werden.

Herzliche grüße an der Stelle an die Menschen, die mitdenken und verschiedene Dinge in der Angelegenheit hinterfragen.
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#12 Andrea 15.01.2014 21:23
Wie sich was entwickelt kann leider nie jemand sagen....und das die Angelegenheit sich so entwickelt und so enden würde, haben wahrscheinlich beide Parteien zu Anfang nicht kommen sehen und wollen. Trotzdem ist es traurig zu sehen, was sich aus Nachbarschaftsstreitigkeiten hochschaukelt.
Wer, Georg CLUSE (immernoch) kennt, weiß, das er ein ehrlicher und ehrbarer Mensch ist und niemals versuchen würde anderen Mitbürgern zu schaden. Jeder kämpft eben für sich...
Wenn er ein, für sich und seinen Betrieb annehmlichen Kaufvertrag der Strasse bekommen hätte, hätte er ihn ohne zögern angenommen.
Und was soll er denn machen? Er muss doch die Strasse nutzen, um zu seinem Hof zu kommen. Die Gerätschaften können noch nicht fliegen....
Und was ist so schlimm daran, die Strasse weiterhin, wie seit Jahren, zu nutzen? Welcher Nachteil entsteht denn ausgerechnet zum heutigen Zeitpunkt, der nicht schon vor 20 Jahren bestanden hat ? Keiner......
Man sollte sich fragen, welcher Gedanke nun hinter der Sperrung liegt....
Damit ist jedem klar, das der Betrieb von Herrn Cluse gefährdet ist....
Führen nicht beide Parteien einen ähnlichen Betrieb?

Und es ist keine Hetzkampagne......es ist der Versuch eines Mannes, seine Heimat und Existenz zu retten !!!!!
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#13 rebecca 15.01.2014 23:29
Andrea. .

welche Hintergründe für die Sperrung? habe ich doch gerade geschrieben. muss dort erst ein Unfall passieren???? und würdest du deinen privatweg (den du selbst gar nicht nutzt) und wovon du auch ackerland machen kannst, für jemanden sanieren mit dem du seit jahren Probleme hast?

entschuldige bitte aber ich fahre da jeden tag vorbei und er hat auf seinem Grund wohl genug platz um eine Straße dorthin zu bauen. er hatte die Möglichkeit wie bereits geschrieben, das Grundstück für einen angemessenen Preis zu kaufen, das ist Fakt und auch nachweisbar.

und mit Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sollte man immer vorsichtig sein, denn man kann den Menschen nur vor den Kopf schauen und ich habe bei der Bürgerinitiative bei Facebook noch kein einziges Schriftstück gesehen welches irgendetwas beweist! ! ich hoffe nur das andere, mit denen er auch schon im Streit war, sich noch zu Wort melden.

schönen Gruß und man wird sehen wer recht behält
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#14 Andrea 16.01.2014 01:34
Es wäre schon längst saniert worden, ohne Kostenbeteiligung für die Eigentümerin...also kann es doch nicht um die Unfälle gehen, oder?
Das liegt doch wohl klar auf der Hand....

Viele Dinge sind nachweisbar, viele Dinge Fakten....
Angemessen ist immer relativ und im Auge des Betrachters..

Nein, Rebecca...die Schriftstücke, die du meinst, findest du auch nicht bei Facebook...:-)
Die anderen Beweise liegen in den Erfahrungswerten....

,,recht behält" ...was eine Aussage...
Es ist schade....allemal, das überhaupt so eine Situation zustande gekommen ist....
Darüber sollte man mal nachdenken...von der Wurzel an......
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#15 pd 16.01.2014 01:34
Irgendwie scheinen sich da sehr viele Leute vor einen Karren spannen zu lassen.

Ich erlaube mir kein Urteil. Was ich mich nach der Lektüre von Kommentar 13 aber gerade frage ist, ob ich Bock darauf hätte, dass sich viele Leute über meinen Privatweg bewegen wenn ein nicht unbeträchtliches Haftungsrisiko besteht.

Zur Erinnerung: die Stadt darf so Schildchen wie "eingeschränkter Winterdienst" aufstellen, dem Privatmann bringen die aber gar nichts! Soll heißen, passiert bspw. Herrn Cluse oder einem seiner Kunden im Winter etwas auf dieser Straße, so hat der gute Chancen auf eine Schadenersatzforderung gegen den Eigentümer der den Weg nicht vernünftig gesichert hat. Das gilt im Falle des Winterdienstes auch wenn man auf einen Privatweg - mit Nutzung auf eigene Gefahr - hingewiesen hat.

Bisher sieht das für mich jedenfalls so aus also ob die Kosten und vor allem Risiken beim Eigentümer liegen und die Familie Cluse einen Nutzen hat für den sie genau was leistet?

Das mal bedenken und sich auch mal in die Lage des Eigentümers versetzen.

Interessant wäre das Verkaufsangebot, da wird von Käuferseite nebulös von unannehmbaren Bedingungen gesprochen. Was waren den Diese?

Bevor man das nicht weiß kann man sich nicht wirklich eine Meinung bilden, tendenziell ist meine pro Eigentümer, Begründung siehe oben.
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#16 Ute 16.01.2014 09:14
Genau, welcher Nachteil entsteht denn ausgerechnet zum heutigen Zeitpunkt, der nicht schon vor 20 Jahren bestanden hat ? Keiner......Tut mir leid auch ich kann das nicht nachvollziehen, mit welchen Mitteln hier gehandhabt wird. Ich habe in den 80´ger und 90´ger Jahren in der Moränenhöhe gewohnt und da war es so das jeder diese Straße genutzt hat, wobei es hier ja schon darum geht, dass Familie Cluse ihre Existenz verliert. Herr Cluse wollte doch sogar die Straße sanieren lassen und die Kosten übernehmen! Familie Cluse ist und war in meinen Augen immer eine sehr freundliche Famlie, auch das Osterfeuer war immer schön, da ist doch auch fast schon jeder gewesen! Diese Diskussion finde ich ganz schön heftig und es wäre schade wenn Kleve/ Materborn wieder ein Stück Heimat genommen wird, ein Stück grüner Fleck.
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#17 Klever 16.01.2014 10:04
Herr Cluse wurde das betreffende Grundstück zum Kauf angeboten. Aber Herr Cluse forderte zusätzlich noch mehrere Grundstücksteile, wenn auch nicht besonders große. Er hat es geschafft die Klever Politik für seine pivaten Belange vor den Karran zu spannen und so öffentlich Druck aufzubauen.
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#18 pd 16.01.2014 11:04
@16

Das ist eine bemerkenswerte Logik @Ute.

Dein Nachbar bedient sich seit 20 Jahren wie selbstverständlich aus DEINEM Kühlschrank und wenn der dann im 21. Jahr einen abgeschlossenen Kühlschrank vorfindet bist Du die Böse weil Du den nicht weitere 20 Jahre durchfüttern willst?

Für die Straße dürfte Grundsteuer gezahlt werden = Kosten und viel schlimmer, es dürfte ein Haftungsrisiko bestehen.

Verdirbt sich der Nachbar also den Magen an der Milch aus Deinem Kühlschrank dann kannst Du noch Behandlungskosten und Schmerzensgeld zahlen.

Da soll gerecht sein?
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#19 Jens-Uwe Habedank 16.01.2014 13:30
Die Stadt Kleve klüngelt wohl mal wieder?!
Straßenunterhaltung, Beleuchtung - alles auf unsere Kosten für die nun alleinige private Nutzung!

Entweder ist die Straße öffentlich und Cluse hat Zugang oder sie ist privat und Frau Ebben zahlt für X Jahre Unterhaltung, Beleuchtung etc. - um 11.h "privat" und um 12h "öffentlich" geht so nicht!

Wo leben wir denn? Ach ja, richtig: Im Klever Landrecht...
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#20 Andrea 16.01.2014 15:32
Wenn man mit der Nutzung von seinem Eigentum nicht einverstanden ist, hätte man im Vorfeld entsprechende Maßnahmen treffen müssen oder alles bis ins Detail vertraglich festhalten können.
Dann wäre es hierzu nie gekommen.

Das Kühlschrankbeispiel ist klasse.
Um dabei zu bleiben.....
Wer würde einen Kühlschrank mit überteuerten Lebensmitteln befüllen, die er dann sowieso nicht essen kann, weil die Kühlschranktüre abgeschlossen ist und der Schlüssel nicht übergeben wird ?
Um dies zu erklären:
Herrn Cluse wurde das Mittelteil der Strasse angeboten....
Er braucht jedoch, logischerweise, die gesamte Strasse, um dieses Stück zu befahren und auch für seinen Fuhrpark zu erweitern....
Keiner kauft im Laden eine halbe Tüte Bonbons !!!!!

Wie ist das denn jetzt? Ich zahle evtl. für eine private Strasse mit..
Beleuchtung etc. ....... interessant....
Geld hab' ich auch nicht zu verschenken....
Wäre ein Besuch bei der Stadt wert...so über die Jahre...
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#21 Genervter Fisch 16.01.2014 16:06
Merkwüdige Ansichten!

Ich würde mich früh genug erkundigen und informieren wie, wo und wann ich gesetzmäßig von meinem Grundstück wegkomme und auch wieder zurückkomme.
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#22 O.Plotke 16.01.2014 16:31
Die neueste Entwicklung:
Georg Cluse gibt auf.

Hier der Link:
www.kurier-am-sonntag.de/.../7062-schaepenfeld-anwohner-gibt-auf-keine-perspektive.html
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#23 Rainer Severin 16.01.2014 18:46
@JUH

Du hast vollkommen Recht! Es ist unglaublich, dass die Ebben hier mit Unterstützung der Stadt einen Mitbewerber entsorgen kann. Ich will meine Steuer nicht für "private" Interessen verbrannt sehen. Sollte die Ebben bei ihrer Meinung bleiben, werde ich Anzeige erstatten.
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#24 Rainer Severin 16.01.2014 20:20
[...] gelöscht.

Rote Karte.

Admin.
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#25 pd 16.01.2014 22:17
"Wenn man mit der Nutzung von seinem Eigentum nicht einverstanden ist, hätte man im Vorfeld entsprechende Maßnahmen treffen müssen oder alles bis ins Detail vertraglich festhalten können."

Hallo?! Genau andersherum wird ein Schuh draus. Wenn man fremdes Eigentum (weiter) nutzen möchte dann hätte man im Vorfeld alles bis ins Detail regeln und vertraglich festhalten sollen.

Wenn ich bspw. jahrelang nichts dagegen hatte das mein Freund/Freundin MEINEN PKW nutzt dann muss ich das auch weiter hinnehmen auch wenns mittlerweile die/der Ex ist ?!

Was haben hier den einige Leute für ein Rechtsverständnis?

Eine ganz andere Geschichte ist, dass die Stadt einen Privatweg asphaltiert und für Beleuchtung sorgt. Ganz aktuell wurden und werden in Kleve einige Straßen erneuert und die Anlieger zur Kasse gebeten. Mich würde auch sehr interessieren wer im Falle des Privatwegs die Kosten übernommen hat? Es wäre ein wirklich starkes Stück wenn bspw. am Königsgarten, auf der Triftstraße, in Keeken.... die Anlieger teils kräftig gezahlt haben oder noch sollen, sowas in Materborn aber quasi als Freundschaftsdienst erledigt wird.

Herr Plotke, Herr Severin, da mal nachzufragen, dass müßte doch auch für einen Journalisten und erst Recht für ein Ratsmitglied interessant sein? Schließlich ist fast jeder Wähler/Leser früher oder später von Anliegerbeiträgen betroffen.
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#26 knecht 17.01.2014 03:10
zitiere pd:
...Eine ganz andere Geschichte ist, dass die Stadt einen Privatweg asphaltiert und für Beleuchtung sorgt.
...


Nicht, dass die Stadt für die Benutzung von Privatgrund noch zur Kasse gebeten wird. ;-)
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#27 Jens-Uwe Habedank 17.01.2014 12:16
@ Rainer Severin: Die Sache zwischen Ebben und Cluse ist arg vertrackt und ich bin mir nicht sicher, wer nun im wirklichen Recht ist - das sollen mal die Gerichte entscheiden; mir sind da zu viele Unbekannte und Bedenken drin. Da könnten NESPI-Aktivitäten, gierige Blicke auf Baulandgenehmigungen, Vorschriften bei Mindestgrößen von Reiterhöfen uva, nicht zuletzt "sich grün sein" eine Rolle spielen...

Eine Frage ist aber wie die Stadt dazu steht. Hr. Goffin hat ja nun entschiedenermaßen erklärt, dass es sich um einen Privatweg handelt.
Abgesehen von Kartierung, öffentlichen Straßenkarten usw. frge ich mich dann aber wieso die Stadt sich dazu berufen fühlt einen Privatweg a) zu asphaltieren, b) zu unterhalten, c) zu beleuchten und d) all diese Kosten eines Privatweges der Allgemeinheit aufhalst?!

Noch erschreckender, aber wieder eher typisch, ist die Aussage von Hr. Goffin dass das warum, das Datum der "Veröffentlichung" dieses Privatweges durch städtische Leistungen und die Höhe der bisherigen Kosten nicht recherchierbar bzw. nachzuvollziehen seien - wie passend!

DAS ist für mich nicht nachvollziehbar! Es soll, lt. Stadt, ein Privatweg sein - der dann aber bislang von öffentlichen Geldern erstellt/ unterhalten wurde und eben nicht von "privat".
Privat - Öffentlich - scheiß egal...In Kleve scheint's da keine eindeutigen und einheitlichen Regeln zu geben; die städtische Obrigkeit legt sich die Sachen zu recht, wie sie die gerade gebrauchen kann?
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