Kleves Herz schlägt. So sieht es zumindest die Künstlerin Iryna Chaplin, die dieses Bild am Donnerstag beim Unternehmerpreis aus Sand malte.Die mögliche Bebauung des Minoritenplatzes in Kleve ist längst kein transparentes Verfahren mehr, sondern gleicht mehr und mehr einem knallhartem Schachspiel. Tricksen, täuschen, bluffen und Nervenkrieg sind angesagt. Die Entwicklungen derBolksbank-Chef Frank Ruffing letzten Woche lassen vermuten, dass da irgendwer im Hintergrund ganz geschickt seine Bauern und Springer positioniert. Doch über diesen Spieler wird kaum gesprochen. Deshalb hier mal meine völlig subjektive Einschätzung über das Spiel, das hier gespielt wird.
Auf der einen Seite des Brettes sitzen die Klever Einzelhändler und Architekten, die sich um das Stadtbild und die Zukunft der Einkaufsstadt sorgen. Auf der anderen Seite scheint auf den ersten Blick nur die Stadtverwaltung zu sitzen, die das Projekt unbedingt will. Vermutet wird, dass Bürgermeister Theodor Brauer das Projekt Unterstadtbebauung unbedingt noch in seiner Amtszeit erledigen will. Doch mittlerweile vermuten viele Insider, dass selbst der Bürgermeister nur eine Figur in dem Spiel ist, das von jemand ganz anderem gespielt wird: Volksbank-Chef Frank Ruffing.

Denn der braucht das Einkaufszentrum womöglich aus einem ganz praktischen Grund: Mit dem Center-Entwickler will er sich nämlich die Tiefgarage teilen. Ohne das Projekt müsste die Volksbank angeblich 400.000 Euro mehr hinblättern, so wird kolportiert. Zu viel für die Bank?
Dieses Spiel gewinnt man nur über die öffentliche Meinung. Die ist derzeit noch klar gegen das Center. Im Hintergrund werden aber wohl längst kräftig Strippen gezogen und Kontakte genutzt, um diese Meinung noch zu drehen.
KCN-Chef Jörg HopmansAber Anfang der Woche war erstmal  die Händlervereinigung KCN am Zug: Sie gab eine Stellungnahme ab, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Das KCN lehnt die vorgelegten Pläne des Erlanger Unternehmens Sontowski & Partner in Bausch und Bogen ab: zu groß, zu hässlich.
Die Händlervereinigung wollte wohl nicht nur Blockierer sein, sondern machte auch einen kreativen Vorschlag: Warum nicht mal den Spieß umdrehen und die Wirtschaftsförderung auf die Pirsch schicken, um herauszubekommen, welche namhaften Handelsmarken sich überhaupt in Kleve ansiedeln wollen? Auf diese Weise würde man „zu einer realistischen Einschätzung der benötigten Flächen“ (Zitat Stellungnahme) gelangen.
Zu dem Zeitpunkt der Stellungnahme hatte die Stadtverwaltung ihren Gegenzug bereits vorbereitet: Sie lud für Dienstag sogenannte Beiräte zu einem Treffen ins Technologiezentrum. Diese Beiräte sind demokratisch nicht legitimierte Gruppen von Unternehmer, Vertretern von Institutionen, kurz: wichtige Leute, die die Stadt in diversen Fragen mit ihrem Wissen beraten sollen. Dazu zählen u.a. Ipsen-Chef Fleischmann, Kleves Marketingchefin Ute Schulze-Heiming, Metzgermeister Lothar Quartier, Uni-Präsidentin Klotz, Sparkassenchef Röth und natürlich auch Volksbank-Chef Frank Ruffing. Man wolle „die aktuelle Diskussion aus Sicht der Klever Wirtschaft versachlichen“, hieß es in der Einladung, was wohl heißen soll, dass geheime Diskussionen sachlich, öffentliche aber unsachlich sind.
Am Ende der „sachlichen“ Diskussion wurde nach Kurier-Informationen ohne Abstimmung ein Beschluss gefasst. Und der wurde jetzt von Einzelhändlerin und Beiratsmitglied Susanne Rexing in der RP verkündet. Das kann nur als Knieschuss gegen das KCN verstanden werden, dem Rexing lange vorstand: Sontowskis Center ist in Ordnung, wenn nur die Architektur „eine Gliederung mit schmalen, hohen Fassaden“ aufweist - also eine Kleinteiligkeit zumindest vorgaukelt. Das wird vermutlich nicht die einzige prominente Stimme bleiben, die sich in den nächsten Tagen zu Wort meldet, um dem Center auf dem Minoritenplatz das Wort zu reden. Kleves Bürgermeister Theodor Brauer
Den Händlern fällt nun vor die Füße, dass sie sich in der Stadthallendiskussion nicht trauten gegen das Center zu reden. KCN-Chef Jörg Hopmans war da der Einzige, der auf die möglicherweise dramatischen Folgen des Centers für die Einkaufsstadt Kleve hinwies. Ansonsten überließ man Architekten das Feld, die nur an der Gestaltung des Centers herum meckerten. Argumente, die schnell verpuffen, wenn die Star-Architekten von RKW den Centerentwurf aufhübschen. Doch eine schöne Fassade schützt den lokalen Handel nicht vor eventuellen existenzbedrohenden Umsatzverlusten!
Die große Frage ist natürlich wie der Rat der Stadt auf die Sitzung der Beiräte und die Stimmungsmache durch die Hintertür reagieren wird. Gut möglich, dass sich die Politiker ihre Entscheidung nicht von im Hintergrund agierenden Lobbygruppen diktieren lassen wollen. Dass sich auch die CDU nicht mehr auf Gedeih und Verderb an die Seite ihres Bürgermeisters stellt, hat sie erst jüngst bewiesen als sie beinahe geschlossen mit dem Rat gegen den Abrechnungsvorschlag der Stadt bei der Sanierung des Königsgartens stimmte. Und in Sachen Einkaufscenter soll seit der Stadthallen-Diskussion in der CDU ein Umdenken stattgefunden haben - hin zu mehr Respekt vor dem Bürgerwillen.

Olaf Plotke, 11. November 2012

Kommentare   

#1 Michael Bay 11.11.2012 15:06
Lieber Olaf, ein sehr guter Artikel,ganz großes Lob. Warum? Weil er aufzeigt, wie weit sich unserer bürgerliche Gesellschaft bereits dem neoliberalen Konsumismus unterworfen, und damit Gemeinsinn und Wohlergehen aller oder vieler den ökonomischen Interessen Einzelner geopfert hat. Gesellschaftliche Teilhabe, gemeinsame Werte, der Sinne für "die gemeinsame Sache", das Verständnis dessen, was öffentliche Einrichtungen und öffentlicher Raum sind, ist dabei zu verschwinden.
Der Minoritenplatz könnte so ein öffentlicher Raum, so eine öffentliche Einrichtung inmitten von Kleve sein. Auch wenn Kleve im klassischen Sinn eine Reihensiedlung ist, also gar kein Zentrum hat. Das, was nun die Investoren, die Friedman Jungens der FDP Fraktion, der Einzelhandel, vertreten durch Susanne Rexing, (die ich im Übrigen persönlich sehr schätze) machen, das ist sie verwechseln diesen öffentlichen Raum mit dem in einer Konsumgesellschaft gemeinsamen öffentlichen Raum, dem Einkaufszentrum. In diesem Raum sind die Aktivitäten aber individualisiert und kommerzialisiert, haben also mit den Aktivitäten in einem tatsächlich Öffentlichen Raum nichts zu tun, stehen diesen sogar entgegen. Der Minoritenplatz ohne Bebauung würde also als öffentlicher Raum, etwa als Park, der sich langsam und organisch weiterentwickelt, durchaus, wie von der Verwaltung gewünscht, einen Abschluss darstellen und gleichzeitig die Möglichkeit entwickeln, die weitere Entwicklung tatsächlich im Sinne des Gemeinwohls voranzutreiben. Das wäre dann eine tatsächlich demokratische Form der Planung, an der alle teilnehmen könnten. Die derzeitige Entwicklung, dass in Bismarckscher Manier Entscheidungen vorangetrieben werden, erscheint mir nicht erstrebenswert. Wir müssen den Begriff des gemeinschaftlichen oder gesellschaftlichen Wohlstandes und Wohlergehens wieder in das Zentrum der Diskussionen miteinander stellen.
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#2 Kritischer Leser 11.11.2012 15:56
Ich finde es sehr mutig so einen Artikel zu veröffentlichen. So schonungslos die Hinterzimmerpolitik aufzudecken wird einigen Menschen nicht sonderlich gut gefallen
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#3 Tyler Durden 11.11.2012 16:07
Klever Klüngel in R(h)einkultur!
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#4 Jens-Uwe Habedank 11.11.2012 21:22
Auf den Punkt gebracht! Respekt an Hr. Plotke ( der in anderen Foren auch schon, ist als Kom-Pliment zu verstehen, als "Kom-Plot(t)ke tituliert wird)!!!

Das Beunruhigende an der Geschichte: Die fortgesetzte Aushebelung von Demokratie und Transparenz in Klever Landen; nun mit immer lächerlicheren Mitteln...Am Ende kommt noch jemand mit einer Art Edikt dass z.B. die Hoheitsgewalt vom letzten Klever Grafen auf den Bürgermeister oder so übergegangen sei oder werde...
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#5 Martin Fingerhut 23.04.2016 10:01
Vor über 3 Jahren begann Olaf Plotke seinen NotizBlog

### Bebauung des Minoritenplatzes in Kleve ist längst kein transparentes Verfahren mehr, sondern gleicht mehr und mehr einem knallhartem Schachspiel. Tricksen, täuschen, bluffen und Nervenkrieg sind angesagt. ###

der Titel damals :
" das undurchsichtige Spiel um den MinoritenPlatz "

nur damals ?

Vor 2 Wochen widmete die NRZ sich ausgiebig dem Tema Minoriten"Platz"
- bzw. dem Plätzchen, das übrigBleiben wird

Gleich von der FrontSeite des LokalTeils aus

www.derwesten.de/nrz/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/haus-koekkoek-im-blick-aimp-id11718413.html

lockte sie auf die ebenfalls noch prominente Seite 3 :

www.derwesten.de/.../die-neuen-ideen-fuer-den-minoritenplatz-id11717400.html

Fast das ganze Blatt füllend
wurde detailliert ausgebreitet,
was die CDU-grünen dort bauen wollen.

Schon im Rahmen des HaushaltsGenuschels im Dezember
hatte Herr Gebing angekündigt,
der MinoritenPlatz solle bebaut werden,
" damit vor dem RatHaus ein Platz entsteht " !

Der Platz soll zugeklotzt werden,
damit ein Plätzchen übrig bleibt.
Vielleicht auch nur ein Keks.
Wahrscheinlich höchstens ein Krümel !


übrigens :
In der gedruckten Ausgabe der NRZ vom 09.
( nicht in der oben verlinkten onLine-Version )
wird unter dem Artikel kursiv vermerkt :
" Ende April wird die BürgerMeisterin
die RatsMitglieder über die Ideen des
Büros Hülsmann & Thieme informieren. "


Bereits vor andertHalb Jahren hatten Hülsmann & Thieme
über ihre - damaligen - Ideen informiert :

www.derwesten.de/nrz/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/neue-ideen-fuer-klever-minoritenplatz-id10134931.html

Waren es damals nicht die Architekten selber,
die in die HochSchule einluden ?

Jetzt wird es die BürgerMeisterin höchstPersönlich sein ?
Also in ihrer Funktion als Repräsentant der Stadt Kleve ?

Soll das heißen, auf dem amtlichen BriefBogen der Stadt würde eingeladen zu einer Veranstaltung eines privaten Interessenten ?

oder - falls die Ideen von Hülsmann & Thieme nun nicht mehr deren PrivatInteresse sein sollten,
sondern zu dem im voraus hochGelobten tollen Krümel-Konzept der CDU-grünen geadelt worden sind :
Die BürgerMeisterin lädt zu einer Veranstaltung EINER RatsFraktion ( samt deren SteigBügelHalterAnhang ) ?

Vor gut 1 Jahr schafften es die Grünen, zu sowas noch selber einzuladen.


oder agieren H& T nicht für die CDU-grünen,
sondern im Auftrag eines "Investors" ?
( 3 BuchStabenMal darf geraten werden, welches "Investors" )

Und die BürgerMeisterin lädt zu einer PromotionGala ?


Einst ist versprochen worden
" Im Januar, spätestens Februar wird ein WorkShop stattFinden,
in dem die Bürger ihre Wünsche für den MinoritenPlatz ausarbeiten können. "

Das war Ende 2014 !

( www.derwesten.de/nrz/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/minoritenplatz-zurueck-auf-anfang-id10085443.html )

" Januar, spätestens Februar "
OK, es ist nicht genannt worden,
in welchem Jahr, JahrZehnt, JahrHundert oder JahrTausend die Stadt Kleve beginnen könnte,
sich für die Wünsche ihrer Bürger zu interessieren.

Immerhin war die Präsentation von Hülsmann und Thieme 2014 noch öffentlich.

jetzt jedoch ?

" Ende April wird die BürgerMeisterin
die RatsMitglieder über die Ideen des
Büros Hülsmann & Thieme informieren. "

exclusiv für RatsMitglieder !

noch Fragen ?
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#6 Martin Fingerhut 29.04.2016 16:17
Heute vor einem halben Jahr gab es einen WorkShop über die Plätze in Kleve.

Sogar über "Plätze" durfte offen diskutiert und geplant werden,
die es eigentlich gar nicht gibt.
So war z.B. das Knie der HerzogStraße
( zwischen VoBaProtzKlotz, HerzogBrücke, KODI und deutscher Bank )
als Muster"Platz" auserkoren worden.

einziger Makel :
Der MinoritenPlatz war kategorisch tabu.
Heute wissen wir warum :
Der MinoritenPlatz war verboten,
weil es ihn schon bald gar nicht mehr geben wird.

Ein WorkShop MIT Klever Bürgern.
tatsächlich sogar ein WorkShop DER Klever Bürger.

Die Bürger, die daran teilnahmen, engagierten sich
und waren mit WorkShop und Ergebnis sehr zufrieden.

Die MitArbeiter der Verwaltung wirkten wie befreit
und schienen sich über den Dialog mit den Bürgern ehrlich zu freuen.

Herrn Posdena und seinem Team herzlichen Dank für den - damals - erfolgreich scheinenden offenen Dialog.

Kein technischer BeiGeordneter störte den Abend.

Dafür gab die frischGewählte ( aber noch nicht vereidigte ) BürgerMeisterin den Bürgern die Ehre,
sich wie unter gleichen zu beteiligen.

Ein Abend, der Hoffnung weckte.

Ein Abend, der für Aufbruch zu stehen schien.

Doch dem Abend des AufBruchs folgte schon bald der AbEnd ( alt-computerisch für " ABnormal END " ), der jähe AbBruch.

Statt BürgerBeteiligung gab's gestern Abend eine Präsentation exclusiv für RatsMitglieder.
KlausurTagung nicht in WildBad Kreuth sondern in der WasserBurg Rindern.
Aber nicht minder "bayernDemokratisch".

Eingeladen hatte die BürgerMeisterin, also die Stadt Kleve.

Ausgeschlossen blieben die popeligen Bürger der Stadt Kleve.

Eingeladen wurde nicht zu einer offenen Diskussion
sondern zu einer Präsentation ausschließlich einer einzigen InteressenGruppe.

Versprochen worden war ein WorkShop der Bürger
Doch war das wohl nur ein Versprecher.

Mit dem exklusiven KlausurGemauschel gestern
sind die Bürger de facto ausgeladen worden.

lediglich AUSgeladen ?

Wenn erst weitere Klötze in Beton gegossen stehen
und der MinoritenPlatz endgültig vernichtet ist,
werden wir Bürger resignierend erkennen,
daß wir mal wieder VERladen worden sind.
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#7 Nobody 29.04.2016 21:33
#6. Martin Fingerhut

Es fällt auf........wer soll demnächst ehrenvoll auf das Podest gehoben werden?

Interne Intrigengeschichten mit "medialen Fotos" und "Geschichtchen", zerstören meistens gut vorbereitete und eingefädelte "Pläne"......
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#8 Martin Fingerhut 01.05.2016 10:20
@ #7 Nobody :
### Es fällt auf........wer soll demnächst ehrenvoll auf das Podest gehoben werden? ###

Nobody fällt mal wieder damit auf, alles auf den Kopf zu stellen.

NIEMAND SOLL auf ein Podest gehoben werden !
NIEMand SOLLTE JE auf ein Podest gehoben werden !!
im GegenTeil !!!

Seit JahrZehnten werden gewisse Klever auf Podeste hinaufGejubelt.

Die MOMentanen SäulenHeiligen sind Zevens, Euwens, Tönnissen.

Sie tronen himmelHoch über sämtlichen anderen Klevern.

Reichlich unterhalb den SchuhSohlen der "SäulenHeiligen",
auf den PlattFormen für die Plätze 2 und 3,
residieren Rauer und Haas.
Selbst deren SchuhSohlen schweben noch drohend über den Köpfen der Klever.

Es geht nicht darum, jemand auf ein Podest zu heben,
sondern darum, aus dem aufgeblasenen, hohlen Podest endlich die Luft rausZuLassen.

Damit die dann Ex-SäulenHeiligen sich den Klevern auf AugenHöhe stellen müssen.

Statt sich zu benehmen wie Haie im GoldFischTeich
die nach Belieben aus Kleve das Gold fischen.
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#9 Martin Fingerhut 01.06.2016 08:24
### Das undurchsichtige Spiel um den Minoritenplatz ###

Da soll noch einer sagen, das Verfahren sei nicht transparent.

"transparent" bedeutetschließlich "durchSchaubar" :

Wer sich bei
www.Kleve.de > RatsPortal > Sitzungen
über den Bau- und PlanungsAusschuß informiert,
erhält als TagesOrdnung für nächste Woche DonnersTag :

TOP 1 :
Antrag der Fraktion Offene Klever auf Aktualisierung des vollplastisches Stadtmodells sowie Neuerstellung eines digitalen Stadtmodells

TOP 2 :
429/X. Bebauungsplan Nr. 1-279-1 für den Bereich Hafenstraße/ Herzogstraße/ Kavariner Straße/ Spoykanal (westliche Unterstadt) – 1. Änderung und Ergänzendes Verfahren gemäß § 214 Abs. 4 Baugesetzbuch (BauGB)

TOP 3 :
432/X. Bebauungsplan Nr. 1-089-10 für den Bereich Hagsche Straße/ Hagsche Poort (altes Postgebäude)

...

( rat.kleve.de/.../&r1=Bau-undPlanungsausschuss180009062016 )

Aha ! Der MinoritenPlatz steht seit langem mal wieder auf dem SpielPlan.

nur :
WORUM soll es diesMal gehen ?

Kommt endlich die seit andertHalb Jahren versprochene BürgerBeteiligung ?

Die Antwort erfährt nur der, wer sich die .pdf-Version der TagesOrdnung herunterLädt
( rat.kleve.de/C1257CF60039C976/html/C999F5BA10FBC560C1257FC30050588F/$FILE/10.X.%20Ratsperiode%20Sitzung.pdf ).

NEIN !, um BürgerBeteiligung geht es hier nicht,
sondern :
um die Einstellung des Verfahrens !

noch erstaunlicher :
Die .pdf-Version überrascht mit 2 weiteren TagesOrdnungsPunkten,
die in der onLine-Übersicht komplett fehlen :

TOP 3 :
Bebauungsplan Nr. 1-279-2 für den Bereich Minoritenplatz
hier: Besprechung der vorgelegten Eckpunkte der Fraktionen

TOP 4 :
Bebauungsplan Nr. 1-279-2 für den Bereich Minoritenplatz
hier: Einleitung des Verfahrens

Der B-Plan für die Post an der Hagschen Straße rückt von online TOP 3 auf Platz 5 in der .pdf-Version.

Ui, wie spannend :
Das Verfahren, in dem ein WorkShop versprochen war,
wird einfach so begraben.
Ein völlig neues Verfahren wird aus der Taufe gehoben.

BürgerBeteiligung ?
WorkShop ?

RätselRaten !

Die DruckSachen, aus denen die Bürger erfahren könnten, was ihnen bevorsteht,
" werden nachGereicht ".

Liebe Bürger, laßt Euch überraschen !

Wen überrascht's ?

In Kleve ist alles so schön durchSichtig ... ähh ... transparent !

Bin gespannt, ob und wann dieser "versehentliche" Fehler in der onLine-TagesOrdnung behoben wird.
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#10 Martin Fingerhut 02.06.2016 08:30
Seit über 22h steht #9 onLine.

Seit über 22h ist der Hinweis auf den "versehentlichen" Fehler in der onLine-TagesOrdnung öffentlich.

Ist er inzwischen behoben worden ?

NEIN !

Liest in der Verwaltung tatsächlich niemand,
was so alles über sie gepostet wird ?

Warum reagiert keiner und behebt den Irrtum ?

Oder ist der "Irrtum" volle Absicht ?

Auch die BürgerMeisterin hatte Offenheit versprochen.
Soll sie demontiert werden ?

--- --- ---

à propos :
Falls doch mal jemand sich daran macht,
die TagesOrdnung des Bau- und PlanungsAusschusses
korrekt ins Netz zu stellen,
dann möge er doch bitte gleich auch den
SitzungsTermin des Rates am 29. Juni
wieder in die SitzungsÜbersicht aufnehmen.

Schon seit Tagen ist dieser Termin "verschwunden".
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#11 Martin Fingerhut 03.06.2016 10:12
Es war einmal ...

Es war einmal eine kleine DruckSache, die hieß 121/X.
In ihr wurden BinsenWeisheiten breit getreten
im Stile von
" Die Stadt gliedert sich in Gebäude und freie Flächen.
Die Gebäude bestehen aus Material und haben eine Fassade. "

Die AllgemeinPlätze, mit denen die arme kleine DruckSache aufgebläht worden war,
waren derMaßen banal,
daß sie noch nicht einmal zum kleinen 1x1 des SandBurgenBaus reichten.

Doch unter dem ganzen LumpenKleid,
tief drunten im Verborgenen,
hatte die arme kleine DruckSache ein goldenes Herz.

Sie war nämlich gar nicht so eisKalt, dumm und dunkel,
wie es von außen schien.
Im Inneren war sie warm, weise und leuchtend.
Doch ein böser Zauberer hatte sie mit rauer Stimme verflucht.
Er hatte ihr so viele Lumpen aus BinsenWeisheiten an den Hals gehext,
daß die Wärme und das Licht darin erstickt wurden.

Doch die Weisheit konnte er nicht auslöschen, nur verbergen.
Denn die arme kleine DruckSache hatte ein gutes Herz für die Bürger.
Ganz fest glaubte sie an BürgerBeteiligung.
Stolz war sie auf das Dokument, das in ihr schlummerte und den Bürgern versprach :
" Um eine umfangreiche Transparenz im Verfahren zu gewährleisten,
soll nun der Öffentlichkeit [...] Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden.
Das Beteiligungsverfahren [...] soll in einem Workshopverfahren durchgeführt werden.
[...]
Ziel der Öffentlichkeitsbeteiligung im Workshopverfahren ist es, mit allen Beteiligten eine harmonische und wertvolle Nutzung des Minoritenplatzes zu erreichen. "
Dieses Dokument war sogar von einem Rat mit einem wunderschönen Siegel verziert worden.
Von einem Rat, den die arme kleine DruckSache für wichtig und klug und ehrlich hielt.
Auf dem kunstvoll geschmiedeten Siegel stand :
" Der Rat der Stadt beschließt der Öffentlichkeit [...] frühzeitig Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung zu geben. "

Doch das war unter so viel Un-Rat verborgen,
daß die arme kleine DruckSache andertHalb vergeblich auf Erlösung wartete.

Auch die Bürger warteten andertHalb Jahre vergeblich darauf,
nach ihren Erfahrungen, ihren Wünschen und ihren Ideen gefragt zu werden.

Schließlich vergaß auch der Rat selber,
was er einst so edel besiegelt hatte.

Sang- und klanglos beEndete er das Verfahren,
in dem die arme kleine DruckSache lebte.
Ohne es überhaupt zu bemerken beErdigte damit die arme kleine DruckSache.
Das warme, leuchtende Herz liegt nun tief unten im kalten, dunklen Grab.

Ab und zu erinnern sie die Bürger noch schwach daran.
Dann erzählen Sie die Mär der BürgerBeteiligung ihren Kindern,
damit die sich nicht nochMals so verladen lassen.

Von Generation zu Generation lebt die Hoffnung in manchen weiter.

Doch guter Rat ist halt teuer.
Nicht jeder kann sich ihn leisten.
Nur ganz reiche.

Und wenn sie nicht gestorben sind,
dann ...

Ja, was dann ?

Raten Sie mal !
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#12 Martin Fingerhut 03.06.2016 16:48
na also, geht doch :

Inzwischen weist die onLine-Version der TagesOrdnung

rat.kleve.de/.../&r1=Bau-undPlanungsausschuss180009062016

auch die beiden zusätzlichen Punkte zum MinoritenPlatz aus.

rat.kleve.de/ris/ris-2014/x.-bebauungsplan-nr.-1-279-2-f-r-dem-bereich-minoritenplatz-3771905/

weckt Hoffnungen auf BürgerBeteiligung :
###
Dieses Verfahren soll in Zusammenarbeit mit der Politik sowie mit der Öffentlichkeit erarbeitet werden. Die von der Politik erarbeiteten Eckpunkte der Bebauung des Minoritenplatzes sollen nun eingearbeitet und mit der Öffentlichkeit diskutiert werden.
Um eine transparente Planung zu ermöglichen wird hier noch kein Geltungsbereich dargestellt sowie einen Bebauungsplanentwurf erarbeitet. Dies soll in der frühzeitigen Beteiligung gemeinsam erarbeitet werden.
###

Das ganze im " beschleunigten Verfahren ".

Sollte also nicht nochMals andertHalb Jahre vor sich hin dümpeln.

Wir dürfen gespannt sein.
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#13 Martin Fingerhut 03.06.2016 19:17
Damals, im HörSaal der HRW, als Hülsmann und Thieme ihr 5-Finger-Modell präsentierten,
( s. www.derwesten.de/nrz/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/neue-ideen-fuer-klever-minoritenplatz-id10134931.html )
fragte ich mich, wie dieses in den gültigen BebauungsPlan für den MinoritenPlatz passen könnte.

Der B-Plan war eigentlich eine MaßAnfertigung für Sontowski.
Insbesondere sieht er im EG eine ziemlich geschlossene BeBauung vor.
H&T hingegen wollten 5 getrennte HäuserZeilen aufstellen.

Doch eigentlich brauchte der 5-Finger-HandSchuh
ganz einfach nur über den Sontowski-Klotz gezwängt zu werden :

Der Klotz würde dann in die 5 Finger gespalten,
jene Gassen, die H&T "MinoritenHöfe" nannten,
würden dann nicht bis hinunter ins EG reichen
sondern nur bis ins 1. OG,
wo Sontowski den WindKanal mit dem DachTerrassenCafé vorgesehen hatte.

Insgesamt wären dann Sontowski mit Hülsmann&Thieme "verwurstet".
das Ergebnis :
eine "WurstPlatte" mit dem EG als großem Teller,
auf dem 5 WurstFinger angerichtet sind.

Damals hatten H&T die Gebäude lediglich als glatte Blöcke symbolisiert.
Wie die Fassaden gestaltet werden könnten, ließen sie offen.

Immer wieder, wenn über Pläne für den MinoritenPlatz berichtet wird,
wird dies mit einem Bild aus Kempen illustriert
( z.B.
www.derwesten.de/.../die-neuen-ideen-fuer-den-minoritenplatz-id11717400.html )

Der dortige "KlosterHof" war auch Ziel des BesichtungsAusflugs,
auf dem sich Rats- und AusschußMitglieder über VergleichsProjekte informierten.
Max Knippert verfaßte darüber einen - teilweise ironischen - Bericht :

www.kleveblog.de/vorbilder-fuer-minoritenplatz-gesucht-augenzeugenbericht-einer-bildungsreise/

Die Architektur des "KlosterHofs" ist schon mehrfach ähnlich gelobt worden
wie die des SpoyPalais' in Kleve.

Mengen wir also noch eine Prise KlosterHof in den Sontowski-H&T-"WurstTeller"
und gestalten die Fassaden "klosterHöflich",
vergrünen die FlachDächer des EGs,
fantasterieren florierenden EinzelHandel
und träumen von Sylter StrandCaféFlair.
Dann erhalten wir ein Projekt,
das bestimmt viel Anklang finden würde im Klever Rat.

Fast alle "EckPunkte" der CDU-grass-grünen MehrheitsKoalition werden erfüllt.

Nun noch die eine ordentliche Portion "sozial" in den WurstBrei mischen,
schon wird bestimmt auch die SPD den zart rosa Köder schlucken.

Herr Riek hatte noch konstatiert, Wohnungen seien nicht rentabel genug,
doch inzwischen schüttet die SPD-Ministerin Frau Dr. Barbara Hendricks
einen Sack GoldDukaten über dem sozialen WohnungsBau aus.
FörderMittel einsacken - dann klappt auch mit den Wohnungen.

Paßt die rosaRote WurstPlatte zum gültigen B-Plan ?

Ja !

Warum dann ein neues B-Plan-Verfahren starten ?

Tja, das ist ein Punkt, den der RechtsDirektor der Stadt Kleve nicht verstehen konnte.
Dabei habe ich mehrmals versucht, es ihm zu erklären.
Im Bau- und PlanungsAmt hinGegen wurde ich sofort verstanden.
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#14 Bernd Derksen 07.06.2016 23:05
>inzwischen schüttet die SPD-Ministerin Frau Dr. Barbara Hendricks einen Sack GoldDukaten über dem sozialen WohnungsBau aus.
FörderMittel einsacken - dann klappt auch mit den Wohnungen.>

Ja.
So könnte mögliche Kritik am Bauprojekt als "unsozial" zurückgewiesen werden. ;-) Wird doch keiner wagen, sich gegen "sozialen Wohnungsbau", d.h. die Benachteiligten, zu engagieren ...
Zumindest erleichtert es die politische Durchsetzbarkeit in Parteien.
Dieser Aspekt wirkt schon geschickt.
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#15 Peter Wanders 10.02.2017 22:50
Das Spiel geht weiter.
Öffentliche Bekanntmachung heute in der RP.
Der Bebauungsplan Minoritenplatz geht im „beschleunigten Verfahren“ vom 1. bis 17. März in die Offenlage.

Die den Bürgern vorgelegten Grundrissflächen vor einigen Wochen ähnelten Sontowski in Größe und Volumen. Ansichten gab es nicht. Man darf gespannt sein, was kommt.

Was geschieht mit der Hundertwasser-Idee?

Zur Orientierung, was jetzt droht:
Professor Wachten hat nach der Bürgerbefragung am 20.01. Januar seine Empfehlungen formuliert.
Die sind im Vergleich zu Sontowski gigantisch.

Professor Wachten empfiehlt zwei Baufenster von je 2000 qm bei dreigeschossiger Bebauung plus Dachgeschoss.
Dies ergibt ca. 4000 x 3,5 = 14.000 qm Nutzfläche.
Dagegen war Sontowski mit geplanten 5.800 qm Geschäftsfläche und 2.400 qm Bürofläche = 8.200 qm insgesamt richtig bescheiden.

Liebe Bürger, Geschäftsleute, Architekten, Stadtplaner und mündige Bürger, seid bitte wachsam, was die Verwaltung unter Leitung von Herrn Rauer uns hier beschleunigt unterschieben will.
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#16 Martin Fingerhut 01.03.2017 10:47
Wie angekündigt sind jetzt Unterlagen zum MinoritenPlatz onLine verfügbar
und ab heute - bis einschließlich zum 17., also nur gut 2 Wochen kurz ! -
kann jeder seine "Anregungen" dazu bei der Stadt einreichen.

Außerdem können diese Unterlagen sowie - vermutlich - noch weitere
im AllToursRatHaus an der LandWehr eingesehen werden.

OnLine gibt es auf

www.kleve.de/de/inhalt/bauen-und-wohnen/

zum DownLoad
die PlanZeichnung

www.kleve.de/.../1-279-2_fruehzeitige_beteiligung.pdf?OpenElement

und die Begründung

www.kleve.de/.../1-279-2_begruendung_aufstellungsbeschluss.pdf?OpenElement

AußerDem gibt es auf

www.kleve.de/de/aktuelles/minoritenplatz-fruehzeitige-buergerbeteiligung/

etliche Dateien zum DownLoad,
vor allem die Ergebnisse der Veranstaltung in der StadtHalle im vorigen September.

Wer Lob, Kritik, gute Ideen oder Wünsche anbringen möchte,
der möge seine "Anregungen" der Stadt schreiben
- oder für immer schweigen !
;-)

Das StadtPlanungsAmt freut sich sicher über Post in rauer Menge !
;-)

nur bis zum 17. ist dafür Zeit !
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#17 Deutsche gegen LVR 04.03.2017 15:14
Ich würde vorschlagen, dass auf dem Minoritenplatz eine geräumige Telefonzelle für Behinderte errichtet wird.

Wenn dann noch ein bisschen Platz übrig bleibt, könnte man zusätzlich noch einen "Flüchtlings-Point" dort aufstellen.

Ich finde das auf jeden fall gut, dass nach 60 Jahren der Minoritenplatz -Planung endlich ein "beschleunigtes Planungsverfahren" zum Einsatz kommt.

Dass nach 60 jähriger Planung etwas Gescheites dort nicht mehr entstehen kann, ahnt wohl jeder. Hauptsache der morbus exitus wird beschleunigt
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