Als meinungsfreudiger Journalist lernt man schnell, dass für Politiker Journalisten nur dann sachlich und ausgewogen schreiben, wenn sie den jeweiligen politischen Gegner kritisieren. Richtet sich die Kritik aber gegen die eigene Partei, ist das natürlich "Bild-Zeitungs-Niveau".

Klar, Jubelarien über die eigene Politik liest man gerne, mit Kritik umzugehen, ist da schon schwieriger. Wie wir mittlerweile wissen, nehmen sich Städte ja schon mal einen Medienrechtsanwalt. Man kann spekulieren, dass Journalisten so vermutlich eingeschüchtert werden sollen.

Aber wie geht zum Beispiel unsere SPD-Kreistagsfraktion mit unliebsamer Berichterstattung um? Hier ein schönes Beispiel aus dem Protokoll der Fraktionssitzung vom 5. März dieses Jahres, das in die Kurier-Redaktion gelangte:

Auszug aus dem Protokoll der SPD-Kreistagsfraktionssitzung vom 5. März 2012.

Der Presseboykott, den Fraktonschef Katzy hier anregt, ist ein beliebtes Mittel, das von mehreren Parteien hier im Kreis bei diversen Zeitungen bereits praktiziert wird.

Na gut, haben wir für die Fraktionen von CDU, FDP und Grünen halt mehr Platz in der Zeitung.

Aber was meint der Kreis Klever Juso-Chef Frank Thon denn mit dem härteren Vorgehen?

Soll ich mich schon mal bei einem Kampfsportverein anmelden?

Olaf Plotke, 11. April 2012

 

Kommentare   

#1 Ansgar Thüs 11.04.2012 20:58
Also Olaf, wir haben schon soviel Kritik erfahren, da würde uns dein, meiner Meinung nach, Presse richtiges verhalten wohl auch nicht aus der Bahn hauen. :) Haben von dir ja auch bereits ein paar Hiebe bekommen, doch wir ziehen uns nichtvschmollend in die Ecke zurück. (Wollte schon Schwetzingen ein Röckchen anziehen :) Einen Leitsatz den ich zu guten Journalismus damals verinnerlicht habe: “Sei kritisch und hinterfrage alles, prüfe deine Quellen sorgfältig, denn der Journalismus ist das Rückgrat und Gewissen der Demokratie.“ Ich finde, du kommst diesem Leitsatz sehr nahe. Nun denn, bei uns bist du willkommen. Nur am Rand, neben dem Mitgliedsantrag bei der Piratenpartei, kann ich die aber auch gerne einen Antrag für den Kendo Verein beilegen. ;)
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#2 Michael Bay 11.04.2012 22:02
Lieber Olaf, lass Dich davon bloß nicht beunruhigen. Das Katzy einen Boykott vorschlägt, da muß ja ja vor Lachen in die Buchsen pieseln. Der Ex Genosse meint immer noch, die Meinungsmacht zu haben. Wie heißt es so schön beim Degenhardt? "Warum regt sich Vati nur so auf? Hat er gemerkt, dass ihn keiner mehr ernst nimmt?"
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#3 Der da 11.04.2012 22:05
Vielleicht sollte Herr Thon mal ein paar Nachhilfestunden in Sachen Demokratie belegen bevor er sich politisch engagiert.
Wenn das die künftige Elite der SPD sein soll...
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#4 Tyler Durden 11.04.2012 23:06
Lieber Herr Plotke,

machen Sie weiter so! Ihnen und dem Kurier vielen Dank für die unterhaltsame und kritische Beleuchtung der Kreis Klever Parteienlandschaft!!


Und zu Herrn Thon fällt mir spontan (mal wieder) Wilhelm Busch ein:

"Wenn einer, der mit Mühe kaum
gekrochen ist auf einen Baum,
schon meint, dass er ein Vogel wär,
so irrt sich der."
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#5 Bernd Derksen 12.04.2012 12:04
Olaf, sehe es mal so:
Gibt's ein größeres Lob für einen kritisch-unabhängigen Journalisten als ein solches von der "eigenen" Partei? ;-)
________

@Ansgar Thüs
> wir haben schon soviel Kritik erfahren >

Bislang wurdet ihr doch mit Samthandschuhen angefasst. Nun geht's doch erst richtig los.
Warte mal ab, was da im Wahlkampf, speziell von Seiten der Grünen und ihnen nahestehender Gruppen und Medienakteuren, kommen wird. Michael Bay hat (berechtigterweise) ein paar Diskussionspunkte genannt.

Wer durch seinen Einzug in den Landtag (nicht zuletzt durch viele grünennahe Wähler), die Grünen aus der Regierung zu werfen droht, dem steht noch was bevor.
Ich meine mich an eine Untersuchung zu erinnern, nach denen sich etwa jeder zweite politische Journalist in Deutschland als grünennah sieht.
Verglichen mit NRW dürften Berlin und das Saarland Wahlkampf-Spielwiesen für die "Piraten" gewesen sein.

Ich bin gespannt auf die Debatten am Wochenende in Dortmund und die mediale Berichterstattung darüber.
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#6 roland katzy 12.04.2012 12:22
Auch für Schreiberlinge wie Olaf Plottke gelten Spielregeln: zuförderst wie steht er zur Wahrheit. Zitate bringen, die es nicht gegeben hat, ist Betrug am Leser. Wer ein gestörtes Verhältnis zur Wahrheits-findung hat, sollte keine echten Informationen mehr erhalten. Wir wollen den schönen Kreis Kleve ohne Plottke erleben! Der Herausgeber sollte ihn abschaffen.
Übrigens Michael Bay habe ich noch nie ernstgenommen,wenn nur als (Auf-)Brauser!
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#7 ronald hundy 12.04.2012 20:45
Auch für Schauspieler wie Roland Kattzy gelten Spielregeln: zuförderst ist man höflich. Und dann vor allem aufrichtig. Wer ein gestörtes Verhältnis zur Demokratie hat, sollte keine echten Entscheidungen mehr treffen dürfen. Wir wollen den schönen Kreis Kleve ohne Kattzy erleben! Der Parteivorstand sollte ihn abschaffen.
Übrigens Olaf Plotke habe ich bisher immer ernst genommen, vor allem als (integeren) Journalisten!
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#8 Der da 12.04.2012 20:48
@ Roland Katzy:
Das ist ein Beitrag der vor Hass nur so trieft.
Peinlich.
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#9 Klaus Reiners 12.04.2012 21:15
Der Olaf als Weltjournalist! Eigentlich redet man doch vorher mit denen, die man in die Öffentlichkeit zerrt?!
Wer kontrolliert eigentlich die Kontrolleure - will sagen: die Journalisten? Der Presserat?
Irinas tacuisses...Ach nein, du willstja Journalist sein, nicht Philosoph.
Lass uns mal Spielregeln einhalten und tun wir mal nicht so als sei die Welt schwarz oder weiss!
Augen offen halten! Mir Piraten tragen eine Augenklappe!
Glück auf!
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#10 Michael Bay 12.04.2012 21:49
Was soll das denn? "Wer ein gestörtes Verhältnis zur Wahrheits-findung hat, sollte keine echten Informationen mehr erhalten."
Teilt Ex Genosse Katzy denn nun echte und falsche Informationen aus? Das ist ja wirklich spannend. Im Übrigen ist ihm vor kurzem schon einmal vom Vorsitzenden der CDU Fraktion im Rat Kleve vorgemacht worden, wie das ist, wenn man sich zum Propagandisten macht.
Vielleicht erinnert er sich: "Wenn zu einer Rede keine sachliche Information mehr hinzukommt und sie mehr der Regulation von Affekten dient, dann geht sie in Propaganda über".
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#11 Südkreisler 12.04.2012 22:20
Auauaua... "Wer kontrolliert die Journalisten" - "sollte man abschaffen"... Gottlob leben wir in einem Land, in dem die Pressefreiheit so hoch gehalten wird, dass auch kritisch berichtet werden darf, und zwar ohne "Kontrolle". Jeder, der sich ungerecht behandelt fühlt, hat die Chance, sich zu rechtfertigen oder seine Sicht der Dinge darzustellen, und sei es durch eine Gegendarstellung. Wer es denn schafft, die sehr bewusst hohen Hürden zu überwinden, die für eine Gegendarstellung gesetzt sind.

Und was den Presserat angeht: Jetzt bin ich mal gespannt, gegen welche Richtlinie Herr Plotke wohl verstoßen haben soll? Stelle auch gerne eine Recherchehilfe zur Verfügung:
www.presserat.info/inhalt/der-pressekodex/pressekodex.html

Viel Erfolg bei der Suche...
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#12 Dieter Krass 12.04.2012 22:55
Für mich ist es schwer fassbar, das Herr Katzy ein Genosse ist. Da schreibt er absichtlich den Namen Plotke falsch und poltert in grauenhafter Sprachgestaltung öffentlich unsachlich herum, wie ein unerzogenes Kleinkind mit totalitären Ansprüchen. Schade - auf den Fotos von ihm im Netz sieht er ein bißchen aus wie Karl Dall - so der Typ herzlicher Großvater. Was mag diesen Mann so verbittert haben ?
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#13 Michael Bay 13.04.2012 00:20
Ist doch süß, wie wütend der Ex Genosse schon mal trainierend seine vermeintlichen Feinde eliminiert, zumindest sprachlich. Wo hat er das denn gelernt?
Um Herrn Krass aufzunehmen: Vielleicht ist er verbittert, weil Karl Dall mit seinem Blödsinn Karriere gemacht hat und reich geworden ist.
Um Wehner abgewandelt aufzunehmen: Wo hat der Herr eigentlich seinen Sozialismus gelernt?
Aber das ist eh schon lange vorbei. Zur Gruppe der Sozialdemokraten in der SPD gehört der Ex Genosse jedenfalls nicht.
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#14 Bernd Derksen 13.04.2012 03:24
@Olaf P.
Was mir hier oft fehlt, ist der Respekt vor anderen Ansichten.
Erst recht, wenn anonym bleibende oder sich hinter falschen Namen versteckende Autoren (vermutlich auch "Dieter Krass") "ausleben".

Wie hier mit Herrn Katzy umgegangen wird, finde ich extrem kritikwürdig.

So sorgt man dafür, dass sich reale Akteure noch seltener Internet-Debatten stellen. Kann man es Ihnen denn verdenken, wenn man dies hier sieht?

Olaf, siehst du diese, deine, "Verantwortung" nicht?

Mich zumindest schreckt dies so ab, dass ich wohl erst mal hier nicht mehr schreiben werde.

@Roland Katzy
Prinzipiell finde ich es begrüßenswert, dass sich Politiker auch kritisch mit Medien befassen. Da scheint mir oftmals eine so empfundene Ohnmächtigkeit bzw. Feigheit gegenüber der "4. Gewalt" entstanden zu sein. Dessen Auswirkungen auf die Demokratie bewerte ich eher negativ.

Ich werde Sie bei Gelegenheit Sie mal in der realen Welt fragen, wo konkret nicht wahrheitsgemäß berichtet worden sein soll.
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#15 Willem Heuvens 13.04.2012 07:30
Sozialdemokraten in der SPD, wo gibts die denn noch? Vielleicht Ottmar Sch ....., sonst fällt mir niemand ein. Die ehrlichen Sozialdemokraten sind doch längst in die Linke oder zu den Grünen abgewandert. Warum sollte dies auf Kreisebene anders sein?
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#16 Jens-Uwe Habedank 13.04.2012 07:51
Da ist sie wieder - die große Koalition der Neos; diesmal beim Thema "Meinungsfreiheit". Die Union holt sich in Kleve einen Medienrechtler zur vermeintlichen Abstrafung unliebsamer Berichterstattung, die Kanalarbeiter der Spezialdemokraten machen's (noch) selber...

Derartige Gepflogenheiten bei einem nicht passender Berichterstattung ist wohl schon von je her ein Bestandteil niederrheinischer Kultur - schön, dass es mal jemand, wie Hr. Plottke, deutlich anspricht!
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#17 Tyler Durden 13.04.2012 09:58
@ Bernd Derksen

zitiere Bernd Derksen:


Wie hier mit Herrn Katzy umgegangen wird, finde ich extrem kritikwürdig.


Vielleicht sollten Sie sich noch mal ganz in Ruhe Kommentar #6 durchlesen...

Herr Katzy schafft es in nur 5 Sätzen Herrn Plotke zu beleidigen, zu verleumden und zu bedrohen.

Ich frage Sie, Herr Derksen, wem fehlen hier die richtigen Umgangsformen?!
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#18 O.Plotke 13.04.2012 10:12
Lieber Klaus,

wenn Du schon lateinische Sprichwörter zitierst, dann doch bitte richtig.
"Si tacuisses, philosophus manisses".
Kannst Du nachschlagen in "Consolatio philosophiae" von Boethius. Oder natürlich im Asterix-Band 18 "Die Lorbeeren des Cäsar", Seite 30.
Je nachdem, was sich in Deinem Haushalt findet.

Viele Grüße
Olaf
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#19 Andi nRw , Pirat, Wesel 13.04.2012 10:23
@ #5 Bernd Derksen:

Du hast natürlich recht damit, dass die Bandagen gegen uns Piraten noch deutlich härter werden. Und es wird für uns stets eine große Herausforderung bleiben, darauf angemessen zu reagieren. Bekanntermaßen ist bei vielen - besonders den jüngeren - Mitgliedern die Schwelle und die Neigung zu sogenannten Shitstorms sehr niedrig. Und auch ich selbst als 'erfahrener' Pirat bin schon in diese Falle getappt....habe beleidigt auf einen völlig unsachlichen Artikel reagiert (mich aber Minuten später bereits dafür entschuldigt).

Derzeit erleben wir ganz konzentriert, wie so eine Schmierenkampagne dann aussieht und mit welcher wirtschaftlich-medialen Macht das angegangen wird. Das ist mit früheren 'Kritiken' gar nicht mehr zu vergleichen...denn hier wird klar vorsätzliche Desinformation betrieben.
( Hier ganz gut zusammengefasst: www.heise.de/tp/artikel/36/36728/1.html )

Oft sollte man sich da - aus der Haltung heraus, dass sich die Wahrheit schon durchsetzen wird - entspannt zurück lehnen. Aber wenn man weiß, welche Macht und Manipulationskraft in solchen Kampagnen steckt, dann macht das schon besorgt. Hat man selbst nichts sachlich Besseres aufzubieten, dann muß eben der Entwurf der 'Gegenseite' mit aller Kraft niedergeredet werden.

Politik ist kein Kindergeburtstag. Politik ist (leider) oft nur macht-orientiert. Es geht um Einfluss um jeden Preis...wen scheren da noch gesellschaftliche Interessen.

MfG
Andi
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#20 Wim Heuvens 13.04.2012 17:43
Es lohnt nicht, über Herrn Katzy und sein Verhältnis zu Demokratie und Meinungsfreiheit zu diskutieren.
Er ist und bleibt ein Mandatsträger, dem es m.E. nur um die Mandate geht, nicht um das Wohl der Bürger, ob er jetzt im Kreistag sitzt oder in anderen Gremien, der hätte auch in fast jeder anderen Partei Karriere gemacht .... wo sonst?
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#21 Rainer Humbug 13.04.2012 21:32
Sehr geehrter Herr Plotke,
sehr geehrte Mitlesende,

ich bin zunächst in äußerstem Maße bestürzt über die mangelnde Medienkompetenz vieler Mitschreibender. Ich werde persönlich immer sehr hellhörig, wenn mir die Medien ein Dokument als "Beleg" für einen reißerischen Artikel vorlegen, bei dem ich dann aber nur genau einen einzelnen Satz lesen kann, während der Kontext, in dem dieser Satz steht, unkenntlich gemacht worden ist.

Aber hier gilt wohl die Herangehensweise, dass man das Gehirn beim Zeitungslesen ausschalten kann - nachgedacht hat ja hoffentlich der Redakteur für einen.

Wir wissen alle, wie sehr man die Realität verzerren kann, wenn man einzelne Elemente einer Aussage aus ihrem Kontext reißt.

Mich würde daher an dieser Stelle interessieren, in welchem Kontext Herr Thon "härtere Maßnahmen" gegen Sie gefordert hat.

Als aufmerksamer Verfolger der lokalen Politik ist mir nicht entfallen, dass eine gewisse Frau Plotke 2009 für die Bürgermeisterschaft in Uedem kandidierte. Was mir bisher nicht bekannt war, ist die Tatsache, dass auch Sie, Herr Plotke, aktiver Funktionär der SPD sind und den Vorsitz der SPD-Ortsgruppe Uedem innehaben, siehe hier:

www.spd-uedem.de/html/723/welcome/Vorstand-Ihrer-SPD-in-Uedem.html

Nun bedarf es keiner intellektuellen Meisterleistungen, um zu der Fragestellung zu kommen, warum ausgerechnet SIE für ihren "kritischen Journalismus", den wohl jeder Journalist für sich beansprucht, "an den Pranger gestellt werden". Und natürlich liegt dabei auch die Frage nahe, ob Sie zwischen Ihrer Parteitätigkeit und Ihrem Broterwerb in ausreichender Weise zu differenzieren wissen...oder ob nicht interne Informationen aus Ihrer Tätigkeit für die SPD Ihrem "kritischen Journalismus" die notwendige Objektivität rauben. Vielleicht vertreten Sie sogar die an sich edle Auffassung, gerade als Funktionär der SPD dieser Partei gegenüber besonders kritisch auftreten zu müssen, um dem Vorwurf der einseitigen Beleuchtung schon präventiv auszuräumen.

Es ist nicht mein Ziel, Ihnen Unterstellungen zu machen. Vielleicht wäre es sogar nur menschlich, zwischen beiden Tätigkeiten nicht scharf trennen zu können. Das gelingt anderen Politikern in Bezug auf ihre Aufsichtsratsfunktionen in anderer Form ja auch nicht. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle lediglich mitteilen, dass es aus meiner Sicht durchaus andere Erklärungsansätze für die Aussage von Herrn Thon gibt als die Ablehnung von freiem und kritischem Journalismus - zumindest gibt es die, wenn man mal über den Tellerrand dieses Artikels hinaus schaut und sich auch mit der Person des Redakteurs auf Basis dessen, was man durch Suche nach seinem Namen bei google herausfinden kann, befasst.

Und dann erscheinen viele Dinge in anderem Licht...also, Herr Plotke, dann sorgen Sie doch mal für Aufklärung.

...und seit ich gerade den "Sicherheitscode" falsch abgetippt habe, weiß ich auch, dass mein "Kommentar erst nach Kontrolle durch einen Redakteur veröffentlicht wird" - da ist die freie Meinungsäußerung ja mal gesichert! ;)
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#22 Rainer Humbug 13.04.2012 22:11
Fast hätte ich vergessen, auch noch auf die Kommentare einzugehen. Herr Plotke, sichern Sie sich die Rechte an diesen Kommentaren! Was man hier im Kommentarbereich lesen kann, reicht doch für eine ganze Staffel einer x-beliebigen Telenovela.

Herr Katzy, Herr Bay,

vielleicht meinen Sie ja, dass Sie jung und dynamisch wirken, wenn Sie Ihre Streitigkeiten im Internet austragen. Bitte belassen Sie es zukünftig bei den Sitzungsräumen. Sie wirken gerade beide weder jung noch dynamisch oder gar "cool". Gegenteilig sind es solche Sandkastenduelle, die Menschen wie mich daran hindern, mal einen gültigen Stimmzetell abzugeben. So wie Sie beide - stellvertretend für viele andere Politiker auf allen Ebenen - hier gerade auftreten, traue ich keinem von Ihnen beiden zu, mich oder auch nur irgendwen sonst kompetent politisch vertreten zu können.

Herr Katzy, von einem Mann in Ihrem Alter erwarte ich, dass er sein Temperament im Zaun halten kann. Dass Ihnen das hier misslingt, ist vielleicht menschlich und für mich zu entschuldigen. Ein Politiker darf Ecken und Kanten haben und mir ist ein Willy Brandt lieber als ein Gerhard Schröder (um mal in Ihrer eigenen Partei zu bleiben). Allerdings machen Sie hier diffuse Andeutungen, die Insiderwissen erkennen lassen und attackieren auf dieser Basis Herrn Plotke. Wenn Sie etwas wissen, das zur Beurteilung von Herrn Plotkes Aussagen von Bedeutung ist, so teilen Sie des entweder mit, so dass auch Dritte von Ihrem Wissen profitieren können, oder verzichten Sie auf ihre Kommentare. Zumindest auf mich wirkt Ihr Auftritt gerade ziemlich hilflos. Nun können Sie mir natürlich erzählen, dass Sie nicht so einfach mit Ihrem Wissen in die Öffentlichkeit gehen können, weil da sehr komplexe Zusammenhänge hinterstehen. Das Argument kann ich zwar akzeptieren, aber wer A sagt, der muss dann auch B sagen und eben - wie ich bereits sagte - auf impulsive Kommentare im öffentlichen Raum besser verzichten.

Ihnen, Herr Bay, empfehle ich etwas Selbstbeweihräucherung, um den ekeligen Gestank des Eigenlobs, den Ihr Posting verströmt, zumindest etwas zu übertünchen. Wenn ich daran denke, welche Äußerungen ich von Ihnen schon in der Zeitung lesen musste, täten Sie gut daran, an anderer Stelle nicht mit dem nackten Finger auf Herrn Katzy zu zeigen. Sie sitzen im gleichen Boot.

Holen Sie doch vielleicht auch noch Herrn Bergmann dazu. Da sich ja offenkundig alle Parteien hervorragend darauf verstehen, sich in bester Kindergartenmanier gegenseitig zu denunzieren, dürfen Sie alle Vorschläge für weitere "Passagiere" machen. Mit Ihrer tatkräftigen Unterstützung gelingt es uns dann bestimmt, den Kahn der politikschädigenden Lokalgrößen so vollzuladen, dass er dann endlich untergeht.

Und wenn sich die mitlesenden Piraten angesichts meines bisherigen Postings bestens amüsiert haben sollten: Die Peinlichkeiten, die sich Ihre Partei in ihrer kurzen Existenz bereits geleistet hat, sind konkurrenzlos. SIE sind ganz sicher keine Alternative für Bürger, die Kants Ermutigungen bezüglich der Benutzung des eigenen Verstandes beherzigen.
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#23 Hans Wurst 13.04.2012 22:22
@ Rainer Humburg

Lesen Sie sich doch mal diese zwei Blog-Einträge inklusive Kommentaren in dieser Reihenfolge durch - ich vermute mal da liegt der Hase im Pfeffer...

kurier-am-sonntag.de/.../...

www.kurier-am-sonntag.de/.../3997-qeinfach-nur-noch-parteizeitungen-lesen-dann-nervt-die-presse-nicht-mehr.html
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#24 Dieter Krass 13.04.2012 23:47
At Rainer Humbug:

Sicherheitscodes und redaktionelles Veröffentlichungsrecht rühren von der Pflicht her, Redebeiträge die Straftatbestände verwirklichen nicht veröffentlichen zu müssen. Das ist ein normaler Vorgang beim "hosten" eines Blogs, der den Dienstanbieter vor Strafverfolgung schützt.

Und des Weiteren: Bei den hier veröffentlichen Sätzen aus einem Protokoll, ist der Kontext vielleicht relevant...aber solche parteiinternen Forderungen sind schon ein starkes Stück.

Es zeigt ja wohl, dass, wenn ein Journalist so was veröffentlicht - obwohl er Genosse ist - absolut keinen Vorteil davon zu erwarten hat. Das hat man an den Reaktionen in diesem "Thread" nun deutlich gemerkt. Er hat also nur seinen Job vernünftig gemacht. Und dann ist der Mensch auch noch so fair einen nicht stumpf vor einer gedruckten Zeitung zurückzulassen - sondern fördert die digitale Diskussion.

Und die Reaktion des Herrn Katzy ist nun wirklich unwürdig - da sind wir uns wohl einig. Ich finde es schön, dass man so "live" mal einen Blick in Parteiumgangsformen von Einzelpersonen werfen kann. Ähnliche Blogs wie das von Herrn Plotke, waren mir zu den letzten Wahlterminen in NRW schon hilfreiche Quellen zur Wahlentscheidung. Warum sollte man auf diese Informationsquellen verzichten ?

Das ist das Gegenteil von "Hirnausschalten", wenn man viele Quellen liest und würdigt.
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#25 Michael Welbers 14.04.2012 09:48
@Rainer Humbug

Ihr Name ist wohl doch Programm. Die ersten Zeilen habe ich wirklich mit einer gewissen Spannung gelesen, danach etwas mehr mit Langeweile und zum guten Schluß mit Abneigung - schreiben Sie am besten keine Wahlkampfreden mehr!

Mit Ihrem kurzem Rundumschlag gegen alle politischen Mandatsträger und Strömungen haben Sie ausreichend bewiesen dass Sie zur Klasse der Verweigerer gehören - da hilft Ihnen auch nicht der Verweis auf Kant!

@Ansgar: Ich denke es ist nicht die richtige Art und Weise auf dieser Plattform Mitgliedsanträge zu verbreiten, ich muss eher @Bernd Derksen, #5, recht geben, wähle die Worte Bewußt und denke nach, der Wahlkampf in NRW wird mehr als nur im Sandkasten spielen!

@Olaf Plotke: es macht schon Sinn die Sache im Kontext zu beleuchten, da gebe ich einigen hier Recht. Aber, (was wäre die Welt ohne das Aber? Besser!) parteiinterne Machtspiele sollte man nicht in der Öffentlichkeit austragen wollen wenn man elementares Teil dieser Spiele ist!

Kritischer Journalismus ist die nötige Würze die wir bitter nötig haben, wäscheweiche Schreiberlinge sind mir ein Graus!
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#26 Jens-Uwe Habedank 14.04.2012 10:51
@ Michael Welbers:"...wäscheweiche Schreiberlinge sind mir ein Graus!"

Würde ich gerne ergänzen: "Wäscheweiche Schreiberlinge sind mir ein Graß..."(Lokalredaktion Kleve RP)
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#27 Wim Heuvens 14.04.2012 11:02
"Wäscheweich" sind meines Erachtens immer mehr Mitmenschen aus Angst, aus fehlender Zivilcourage. Somit werden diese zu Marionetten anderer, die höhere Kompetenzen haben und Einfluß ausüben könnten.
Wer ist schon bereit, für seine Überzeugung und für einen geraden Weg z.B berufliche Nachteile über Jahre und Jahrzehnte in Kauf zu nehmen? Wir leben in einer Diktatur der Lobbyisten.
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#28 Wim Heuvens 14.04.2012 11:26
Es gibt z.B. im Öff. Dienst Menschen, die ehrlich, fleißig und kritisch sind, die werden oft 25 Jahre oder länger nicht höherbesoldet, warum wohl?
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#29 Rainer Humbug 14.04.2012 11:44
Sehr geehrter Herr Welbers,

ich bin nur für das verantwortlich, was ich schreibe; nicht für das, was Sie verstehen.

Es findet meinerseits kein generalisierender Rundumschlag statt - zumindest nicht in der Form, die Sie mir gerade andichten wollen. Allerdings kann keine Partei, die im Kreis Kleve präsent ist, für sich beanspruchen, frei von Polemikern und sonstigen fragwürdigen Persönlichkeiten zu sein. Genau das spreche ich an; und das tue ich vor den Hintergrund, dass sich namenhafte Lokalpolitiker hier eine Schlammschlacht liefern, die der Wahrnehmung Ihrer Partei in der Öffentlichkeit sicherlich nicht zuträglich sind. Warum ich das so empfinde, begründe ich. Wenn Sie damit nichts anfangen können, dann ist das eben so.

Sehr geehrter Herr Krass,

im ersten Punkt haben Sie natürlich recht, das wird der Grund für diese Handhabe seitens des Kuriers sein - unabhängig davon, dass es dort auch andere Möglichkeiten gibt, sich hinreichend juristisch abzusichern, ist die Erklärung sicherlich zutreffend. Es passte nur einfach so hervorragend zum Thema dieser Seite (Zensur), dass ich schwerlich daran vorbeikam, diese Praxis zu kommentieren.

Interpretieren Sie es als Beleg dafür, dass es sich durchaus lohnt, nach anderen Beweggründen für eine Handlungsweise zu suchen, statt ohne Reflektion das Wort "Zensur" in den Raum zu stellen.


Der Kontext des Zitates ist nach meiner Auffassung absolut essentiell. Zunächst einmal ist zu vermerken, dass es sich bei dem "dem Kurier zugespielten Dokument" (so ich dies richtig verstanden habe) um ein Protokoll, also um die Mitschrift eines Dritten handelt. Somit ist die Aussage, nach der Herr Thon "ein härteres Vorgehen fordert" nicht etwa ein O-Ton, zu dem es hier aber erhoben wird, sondern eine - aus Sicht des Verfassers des Protokolls - sinnhafte Zusammenfassung eines möglicherweise mehrminütigen Statements seitens Herrn Thon. Zudem ist davon auszugehen, dass das Protokoll eigentlich für einen Empfängerkreis gedacht ist (davon gehe ich zumindest auch), der die Rahmenumstände, in denen die betreffenden Aussagen gefallen sind, kennt. Das ist hier nicht der Fall.

Was mit "härterem Vorgehen" gemeint ist, wird ebenso nicht deutlich (zweiter Grund, warum ich gerne den Kontext lesen würde). In welche Richtung die Denke von Herrn Thon bei dieser Aussage gegangen sein könnte, lässt sich nach meiner Auffassung sehr gut am zweiten lesbaren Satz erkennen, in welchem Herr Katzy die Überlegung gestellt zu haben scheint, Herrn Plotke nicht mehr mit redaktionell verwertbaren Informationen zu versorgen.

Was in dieser Diskussion daraus gemacht wird, geht ja eher in eine Richtung, nach der Herr Plotke um sein leibliches Wohl bangen muss. Ein Schelm, wer den Eindruck gewinnt, dass hier mit Rabulistik und einer gehörigen Portion Suggestion gearbeitet wird.

Neutral betrachtet ist es nach meinem Dafürhalten gutes Recht einer jeden Person oder Gruppe, Journalisten, deren Berichterstattung man als unseriös und/oder tendenziös erlebt, nicht länger durch eigenes Zuarbeiten zu unterstützen. Das möchte ich jedem zugestehen, ganz gleich welcher politischen Couleur und auch über die Grenzen des Politischen hinaus. Überspitzt ausgedrückt: Würden Sie jemandem Ihr Tagebuch geben, von dem Sie der Auffassung sind, dass er über sie lästert?
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#30 Rainer Humbug 14.04.2012 11:45
Nicht viel anders ist es wohl, wenn sie als Politiker das Gefühl haben, ein bestimmter Journalist verdrehe Ihnen gerne mal das Wort im Mund. Und dass zumindest Herr Katzy das scheinbar genau so empfindet, geht trotz aller emotional gefärbter Entgleisungen dann ja doch aus seinem Posting deutlich hervor.

Andererseits jedoch sehe ich anhand dessen, was mir hier als Quelle für den Artikel von Herrn Plotke präsentiert wird, keinerlei stichhaltige Argumente, die eine Dämonisierung von Herrn Thon zulassen würden. Doch genau das passiert hier gerade und ist nach meinem Dafürhalten eine Selbstdiskreditierung einer jeden Person, die sich daran beteiligt.

Man kann noch nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob der Kontext, in dem der Satz steht, ausreichen würde, sich eine fundierte Meinung über den Sachverhalt zu bilden, die ein wirkliches Urteil zulassen würde. Aus den Informationen, die den Lesern dieses Artikels aus der Originalquelle vorgelegt werden, ist diese Urteilsbildung jedoch definitiv unmöglich.
Aber ein anderer Gedanke ist mir gekommen, den ich ebenfalls für wichtig halte:
Hier schreiben Rainer Humbug und Hans Wurst mit. Wer von uns kann den schon mit Sicherheit sagen, dass sich hinter den Namen "Roland Katzy" und "Michael Bay" nicht eigentlich Personen aus anderen Interessensgruppen verbergen und Herr Katzy und Herr Bay gar nichts von ihrem Glück wissen, in dieser Schlammschlacht in der ersten Reihe zu stehen?

Das habe auch ich, als ich vorhin meine Antwort verfasst habe, nicht hinreichend bedacht. Und eigentlich ist es auch erschreckend, wenn man so darüber nachdenkt.

Und genau aus dem Grund kann ich mich ihrem Argument auch nicht anschließen, dass Seiten wie diese eine Bereicherung für die Meinungsbildung sind. Nur weil sie in einem scheinbar investigativen Gewand daherkommen, sind sie ja noch lange nicht alle auch seriös. Nur weil es in der Zeitung steht, bildet es nicht die Wahrheit ab. Generell haben wir heutzutage wohl das Problem, dass es aufgrund der Überinformation und der fehlenden Überprüfbarkeit von Quellen und Zusammenhängen oftmals unmöglich ist, sich überhaupt eine fundierte Meinung zu bilden.

Ich weiß aber natürlich auch nicht, mit welcher Intention die Leser dieser Seite an diese Diskussion herangehen. Mein Bemühen war es, eine möglichst neutrale und investigative Sichtweise auf dieses Thema zu erhalten. Ich habe jedoch den Eindruck, dass viele hier nur eine kleine Aufputschung abholen, die sie in einer politischen Meinung bestätigt, die sie ohnehin schon haben und die sie nur ungern hinterfragen.

Vielleicht habe ich ja den einen oder anderen in Bezug auf sein mediales Konsumverhalten ein wenig zum Innehalten bewegen können; dann hätte sich der Aufwand, diese 3 bzw. 4 Beiträge zu verfassen, wenigstens gelohnt.
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#31 Wim Heuvens 14.04.2012 12:02
Es gibt nicht viele ehrliche Journalisten wie Herrn Plotke, ich bin nicht immer seiner Meinung, trotzdem: Herr Plotke, machen Sie weiter so, Sie können sich jeden Tag im Spiegel betrachten, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen.
Ähnlich wie Theo Brauer sind Sie sich selbst treu, ehrlich-kritisch, kein Kriecher, kein Glatter, Sie nutzen die Presse als Instrument zur Überwachung der Politik!
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#32 Administrator 14.04.2012 12:24
@ Rainer Humburg

Zur Klarstellung:

1. Wie bereits angemerkt dient eine Moderation der Beiträge dem Verhindern strafrechtlich relevanter Beiträge.

2. Die Eingabe eines "Codes" verhindert eine automatisierte Eingabe durch Bots.

3. Die Wahl des Klarnamens ist - wie korrekt angemerkt - freigestellt. Eine Überprüfbarkeit auf die Echtheit des Kommentators ist nicht 100% möglich, jedoch wahrscheinlich, wenn Klarname und Email-Adresse korrelieren und so bereits in früheren Kommentaren benutzt wurden.

4. Ist heutzutage wohl jedem Internetnutzer bekannt, dass anhand von - auch hier gespeicherten - IP-Adressen die reale Adresse des Kommentators ermittelt werden kann, falls gegen geltendes Recht verstossen wurde. Hierzu würde sicherlich auch das Kommentieren im fremden Namen zu zählen sein.

5. Die Unkenntlichmachung von Teilen des Protokolls geschieht aus presserechtlichen und urheberrechtlichen Gründen.
Zitieren
#33 Rainer Humbug 14.04.2012 12:40
"Die Unkenntlichmachung von Teilen des Protokolls geschieht aus presserechtlichen und urheberrechtlichen Gründen."

Ich habe damit gerechnet, dass so eine Antwort kommen würde und vermutlich entspricht sie auch den Tatsachen.

Also bleibt es aber wohl dabei, dass man dem Text von Herrn Plotke besser keine zu hohe Bedeutung beimessen sollte, wenn man dem kritischen Denken zugeneigt ist. Letztlich sind die aufgestellten Behauptungen aus Sicht des Leser ja offenbar in keinem Falle überprüfbar, so man nicht die Mühe auf sich nimmt, auf direktem Wege selbst Zugang zu dem fraglichen Protokoll zu erhalten.

Meine technischen und juristischen Kenntnisse sind nicht ausgeprägt genug, um einschätzen zu können, unter welchen Bedingungen man eine solche Internetadresse zur Rückverfolgung eines Kommentators nutzen kann. Selbstverständlich bin ich mir darüber im klaren, dass dies generell möglich ist, bezweifel aber allein aufgrund Ihrer eigenen Aussage, dass es im Regelbetrieb dieser Seite auffallen würde, wenn jemand unter falschem Namen und unter Angabe einer falschen E-Mail-Adresse Beiträge verfasst. Da müsste dann wohl die auf diese Weise geschädigte Person selbst drauf aufmerksam machen. Dies setzt allerdings vorraus, dass ihr überhaupt bekannt ist, dass jemand unter ihrem Namen einen Beitrag verfasst hat.
Zitieren
#34 Wim Heuvens 14.04.2012 12:51
Die SPD auf Kreisebene ist für mich in einem erbärmlichen Zustand, nicht zuletzt wegen solch selbsternannten Monarchen wie Katzy und Co., die nur sich selbst sehen, keine Bürgernähe praktizieren und eigentlich völlig überflüssig sind, reine Selbstdarsteller ohne jegliches Hintergrundwissen, welches Probleme lösen könnte.
Zitieren
#35 Dieter Krass 14.04.2012 15:29
Ich trage mal zu allgemeinen Aufklärung bei, insbesondere zu der, des "Rainer Humbug":

Schreibt ein sogenannter "Spassguerilla" im Namen eines Anderen und diffamiert ihn somit automatisch, ist im Mindesten der Tatbestand der übelen Nachrede erfüllt. Meist jedoch fällt solches Verhalten unter den Tatbestand der Verleumdung. In einem Presseblog würde das als Veröffentlichung gelten. Alle objektiven Tatbestände der Verleumdung wären voll erfüllt. Dies sind Straftaten, die bei ihrer Verfolgung deutlich im öffentlichen Interesse stehen -zumal hier zudem eine Kreditschädigung vorliegen würde, da es letztendlich um Mandate geht.

Das was jetzt folgt, unterliegt nicht den Stichworten "Vertrauenssache" oder "nur für den Dienstgebrauch", es ist normales, öffentlich zugängliches, polizeitaktisches Wissen.

Liegt eine solche schwerwiegende Straftat, wie Verleumdung im weiten öffentlichen Raum vor, wird eine sekundengenaue IP-Feststellung mit richterlicher Anordnung bei dem entsprechenden Provider beantragt und die Sendequelle bestimmt. Dort wird dann "zu Fuß" analog ermittelt. Da nützt auch kein Pseudonym. Da wird der betreffende Rechner beschlagnahmt.

Einzig das betrügerische Nutzen offener Netzwerke oder allgemein zugänglicher Rechner, würde den Täter zunächst unauffindbar machen.

Aber selbst in diesen Fällen gibt es weitere Ermittlungsmethoden, die allerdings vertraulich sind, die zum Ziel führen können. Passiert sind solche Fälle schon öfter - deshalb gibt es heutzutage Begriffsprägungen wie "Cybermobbing".

Somit sollte auch klar sein, das die Polizei auf diesem Feld schon routiniert ist und gute Recherchearbeit leisten kann. Wäre der Post des Herrn Katzy nicht von ihm, wäre es schon aufgefallen und bei einem solchen Fall stellt die örtliche Polizei schon gut Ermittlungskräfte bereit, weil das keine Bagatelle wäre !

Ich kann mir jetzt so gar nicht vorstellen, dass Irgendjemand so viel kriminelle Energie hat und investiert, weil er Herrn Katzy so verabscheut, dass er eine empfindliche Geld- oder gar Haftstrafe riskiert. Immerhin reden wir hier über die kleine Welt der Lokalpolitik.

Generell ist es legitim, unter einem Pseudonym zu schreiben - in solchen Blogs wie hier, ist dies jedoch schon seltsam. Da hier Presseberichterstattung besprochen wird und man so mit seinem Echtnamen dem eigenen Kommentar Nachdruck verleiht. Hier hat sich im Vergleich zur vordigitalen Welt nichts geändert. Anonymität hat auch immer den Preis der Unglaubwürdigkeit.

Des Weiteren ist bei Nutzung des Echtnamens oftmals für den User ein Vergleich mit anderen Äußerungen einer Person im Netz möglich. Ist man firm in der Nutzung digitaler Medien, ist es hier deutlich schwieriger Redebeiträge zu fälschen, als für eine Zeitung, falsch zu zitieren und verzerrt zu berichten.

Die Mittel der lexikalischen Analyse und des Dataminings schaffen die Möglichkeit für den Interessierten, sich ganz legal ein Profil des Bloggers oder Kommentators zu Erstellen und Abzuklopfen, ob da eine Echtperson postet und wie es um den Wahrheitsgehalt bestellt ist. Bevor ich hier schrieb, habe ich das mit Herrn Katzy selbstverständlich getan, ebenso mit Herrn Bay. Sie klingen authentisch.

Nebenbei, ist jedem aufgeklärten User bekannt, dass man hinter das Licht geführt werden kann - vielleicht deutlicher als zur Zeit als es noch kein Internet gab.

Im letzten Schluß, bedeutet das Wort Netiquette eben ganau das: Ein gewisses Grundvertrauen in das Redeverhalten im Net - bestimmt nicht blauäugig, aber schon in der Annahme, das man mit Echtpersonen redet.

In der Gesamtschau gesehen, kann man sich besser auf den Bloginhalt beschränken und diesen öffentlich diskutieren, als seine Zeit zu verschwenden das Medium "Blog" durch intensives Mißtrauen zu entwerten...
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#36 Dieter Krass 14.04.2012 15:33
...Außerdem ist hier die Quelle der Sätze, die hier so aufregen klar, auf dem ersten Zettel steht ja nun deutlich woher die Niederschrift kommt. Protokollanten geben solche Sätze übrigens meist deutlich richtig wieder, weil alle Beteiligten das Protokoll üblicherweise auch lesen...und sich schon dann wehren würden, dort falsch zitiert worden zu sein.
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#37 Der Laie 14.04.2012 16:26
Es dürfte doch nun hinlänglich bekannt sein,dass es in der Politik keine Parteifreunde gibt.Der Wettbewerb um Posten und bezahlte Pöstchen hinterläßt nun mal Gewinner und Verlierer, wer da noch an Loyalität im eigenen Kreis glaubt,
lebt nicht real in dieser Gesellschaft.

Wie kam denn die Nachricht in schriftlicher Form in die Redaktion,per SPD Kurierdienst, oder auf Umwegen durch einen Genossen der noch eine Rechnung offen hatte?

Wie naiv sind eigentlichen die Protagonisten, dass sie annehmen die Zeitungen würden ausschließlich Pressemitteilungen über irgend eine händeschüttel Aktion ob stattgefunden oder geplant berichten.
Politiker leben im öffentlichen Raum,ob ihnen das gefällt oder nicht, da nutzen auch keine Absprachen in Hinterzimmern.

Kurios ist allerdings, wie bei Sachthemen wie z.B. dem Flughafen Weeze,die Politiker aller Parteien das Licht der Öffentlichkeit scheuen und sich nicht erklären wollen, warum ein einzelner Unternehmer soviel kreiseigenes Vermögen erhält.

Der im Bundestag geplante Maulkorb ist auf kommunaler Ebene wohl schon bereits Alltag, oder warum lehnen sich die von den Kommunen entsandten Mitglieder im Kreistag nicht auf.
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#38 Roland Katzy 15.04.2012 18:36
Wer als Redakteur Zitate setzt, die es nie
gegeben hat, handelt in bewußter Unwahrheit. Das hat mit kritischem Jounalismus nichts zu tun, das ist unverantwortlich! Soviel zu Olaf Plotke.
Nun zu Michael Bay: Die Klever Ratsgrüenen
sind ja bei den Kreisgruenen sehr umstritten, weil sie nur noch schwarze Schatten werfen, ökologisch gruen, basisdemokatisch und bürgernah ist absolut nicht mehr erkennbar. Sie sollten einen Aufnahmeantrag bei der CDU stellen, dann wären siewenigstens ehrlich. So könnten sie
die cdu noch rechts überholen!
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#39 Willem Heuvens 15.04.2012 18:53
Was Herr Katzy sagt, ist ja zum Lachen. Die Koalition aus CDU und Bündnisgrünen, aus Brauer und Leenders arbeitet optimal und bürgernah. Mittlerweile ist die SPD keine soziale Partei mehr, ein neoliberaler Haufen, mehr nicht! Deshalb - Ex-Genossen (die echten Sozis sind ja fast alle weg) - kann man über euch nur noch lachen, manche sogar weinen.
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#40 Willem Heuvens 15.04.2012 19:54
Wer sich im übrigen die Arbeit der Kreistagsfraktion der SPD ansieht, kommt zum Ergebnis: Hier sind finanz- und wirtschaftspolitische Analphabeten am Werk.
Diese durch Handelsschüler zu ersetzen, wäre ein großer Vorteil für alle.
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#41 Michael Bay 16.04.2012 17:28
Lieber Roland, ich danke Dir für Deine Stellungnahme. Ich war gerade etwas schlecht gelaunt, aber Du hast mich dankenswerterweise mit Deinem humorvollen Einwurf herzhaft zum Lachen gebracht. Nun kann ich frohgemut zur Fraktionssitzung fahren, um zwischendurch mit ein paar netten Genossen, die gleichzeitig auch im Josefshaus sind, noch ein Schwätzchen zu halten.
Herzliche Grüße auch an Deine Frau
Michael
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