Nach wie vor gut vermarkten lassen sich die Wohnbauflächen in Uedem. Mit einem im Markt hervorragenden Preis von 99 Euro pro Quadratmeter wurde ein Drittel des Baugebietes Bergstraße / Am Roten Berg in einem Jahr verkauft. Bereits für 2011 steht die Planung zur Erschließung weiterer Bauflächen an, mit denen man die vorhandene Stabilität in der demographischen Entwicklung erhalten möchte. Uedem bewegt sich in den letzten Jahren zwischen 8.300 und 8.500 Einwohnern.

Auch die Werbering-Vorsitzende Heidi Binn bestätigte Rainer Weber, dass man durch die Ansiedlung einer weiteren Metzgerei und eines Hörgeräte-Spezialisten im Uedemer Einzelhandel Pluspunkte verbucht habe. Die Zentralität sei durchaus gestiegen – eine weitere Kaufkraftbindung sei dennoch vonnöten. Hier helfe ganz sicher auch der Tourismus. 30.000 Übernachtungen vermutet Weber für die Gemeinde Uedem – mit eingerechnet die nunmehr acht Ferienwohnungen, von denen sechs klassifiziert wurden und drei, vier oder gar fünf Sterne besitzen. Den nächsten Impuls erwarten die Uedemer durch den Reisemobil-Stellplatz, der in diesen Wochen seine erste Saison erlebt.

Nachdem Hans-Josef Kuypers Einblicke in das Tagesgeschäft der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve ermöglicht hatte, betonte Jens Kelschebach als Consultant vom Direkt-Marketing Center der Deutschen Post die hohe Bedeutung regelmäßiger Kundenpflege. Schon in kleinen Auflagen sei es machbar, den Kunden mit eigener Briefmarke zu überraschen, sich vom Wettbewerb abgrenzende Briefumschläge fertigen zu lassen oder enge Zielgruppen-Zuschnitte herauszuarbeiten. Beispielsweise wäre heute denkbar, in einem Stadtgebiet lediglich solche Adressen zu nutzen, hinter denen ein Hauseigentümer stehe – und dieser seit Jahrzehnten sein Dach nicht renoviert habe. Streuverluste seien auf diesem Weg gering.

 

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