Der Einschätzung der Konferenzmitglieder – Vertreter der Gebietskörperschaften, der Arbeitsagenturen Duisburg und Wesel, der ARGEn Duisburg und Wesel, der Berufskollegs, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Industriegewerkschaft Metall, des Unternehmerverbandes Ruhr-Niederrhein, der Handwerkskammer sowie der Kreishandwerkerschaften und der Niederrheinischen IHK – liegen die aktuellen Kennzahlen des Ausbildungsmarktes zum Stichtag 31. März 2010 zugrunde.

Die aktuell vorliegenden Daten weisen trotz schwerer konjunktureller Belastungen auf eine günstige Entwicklung des regionalen Ausbildungsmarktes hin. Die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz würdigen das hohe Engagement der ausbildenden Wirtschaft in der Region, dass die Betriebe trotz schwieriger Geschäftsaussichten und zum Teil großer Umsatzrückgänge durch vorausschauende Personalpolitik ihr hohes Ausbildungsengagement aufrecht erhalten. Auch vor dem Hintergrund der zur Zeit noch bei den Arbeitsagenturen gemeldeten unversorgten Bewerber appellieren sie zugleich an Wirtschaft und Verwaltung, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen, besser noch: Die Ausbildung zu steigern. Antizyklisches Handeln gegen die Negativszenarien wird dann für die Wirtschaft unserer Region zum künftigen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Die Konsenspartner werden die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Ausbildungschancen weiterhin genau beobachten und hier gegebenenfalls ihre Anstrengungen intensivieren.

Die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt sind für die Schulabgänger dieses Entlassjahres deutlich besser als im Vorjahr, so betonen die Mitglieder der Regionalen Ausbildungskonferenz, und appellieren an die Jugendlichen, die bestehenden Chancen jetzt zu nutzen, sich frühzeitig zu informieren und zu bewerben, um den Übergang von der Schule in Ausbildung erfolgreich zu meistern. Auch die sogenannten „Altbewerber“ profitieren erheblich von der positiven Entwicklung auf dem regionalen Ausbildungsmarkt. Deren Anteil an der Gesamtzahl der Bewerber konnte in den letzten Jahren deutlich reduziert werden.

Die auch demografiebedingten Bewerberrückgänge setzen sich im Jahr 2010 auf dem Ausbildungsmarkt fort und auch in den nächsten zehn Jahren wird die Zahl der Schulabgänger in der Region Duisburg/Niederrhein um rund 20 Prozent kontinuierlich weiter sinken. Dies kann zwar grundsätzlich für eine weitere Entlastung des Ausbildungsmarktes sorgen, gleichfalls wird es allerdings für die Unternehmen zunehmend schwieriger werden, geeignete Bewerber zu finden. Vor diesem Hintergrund bleiben die passgenaue Vermittlung in Ausbildung, die Stärkung der Berufswahlorientierung und die Verbesserung der Ausbildungsreife junger Menschen maßgebliche Herausforderungen.

Für Bewerber, die aktuell noch ein Ausbildungsstellenangebot suchen, lohnt ein Blick in die Internet-Lehrstellenbörsen der Agenturen für Arbeit (www.arbeitsagentur.de). Auch die Handwerkskammer Düsseldorf (www.hwk-duesseldorf.de) und die Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve (www.ihk-niederrhein.de) akquirierten bei ihren Mitgliedsunternehmen zusätzliche Ausbildungsstellen; im Ergebnis sind in den Internetlehrstellenbörsen der Agenturen und Kammern rund 3700 unbesetzte Ausbildungsplätze hinterlegt. Auch Betriebe, die Auszubildende suchen, können dort jederzeit ihre Angebote einstellen.

Im Arbeitsagenturbezirk Wesel, der die Kreise Kleve und Wesel umfasst, stieg die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent (179 Stellen) auf 2404. Die Zahl der Bewerber sank um 4,7 Prozent auf 4539. Ende März waren 2803 Bewerber noch ohne Ausbildungsstelle, dies ist ein Rückgang um 287 beziehungsweise 9,3 Prozent.

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren