„Wenn rund 20 Bankenvertreter und ein Finanzminister einer Einladung zum Thema Gartenbau folgen, dann ist das schon eine besondere Sache“, freute sich Martina Reuber nach der Veranstaltung. Sie hatte bereits in ihrer Begrüßung deutlich gemacht, worum es der Netzwerkinitiative geht: „Wir möchten, dass der Gartenbau als zukunftsfähiger Wirtschaftszweig, ja sogar als eine Leitbranche am Niederrhein wahrgenommen wird“, so Reuber. Diesen Ball nahm Finanzminister Linssen bereitwillig auf: Er lobte den Gartenbau am Niederrhein und seine Innovationskraft, durch die die Region zu einer der bundesweit bedeutendsten Gartenbaugebiete geworden sei. Und er wies darauf hin, dass das Land für größere Investitionen Bürgschaften anbiete – „ein Instrument, von dem im Gartenbau noch wenig Gebrauch gemacht wird, über das man aber nachdenken sollte“, so der Minister.

Für die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen machte anschließend Dr. Martin Berges die besondere Stellung des niederrheinischen Gartenbaus deutlich. „Der Niederrhein ist das einzig noch wachsende Gartenbaugebiet in Deutschland“, so der Kammerdirektor, der auch die günstigen Rahmenbedingungen nannte: starke Vermarktungsstrukturen, eine kompetente Zulieferindustrie, die Nähe zum Ballungsraum Ruhrgebiet – und natürlich Finanzdienstleister mit speziellem Know How im Gartenbau.

Die damit angesprochenen Bankenvertreter hörten mit Interesse, dass erfolgreiche Gartenbauer am Niederrhein Umsatzrenditen bis zu 20 Prozent erwirtschafteten und im Durchschnitt rund 60.000 Euro jährlich pro Gartenbaubetrieb in Modernisierungen investierten. Der Trend weise auf wachsende Betriebsgrößen hin, die rationaler arbeiten würden als noch vor einigen Jahren. „Wir haben es hier mit einem Hochleistungsgartenbau zu tun“, betonte Berges in seiner Rede vor den Bankenvertretern.

In der anschließenden Diskussionsrunde, die mit Henning Schmidt von der Landgard eG, Heinrich Hiep vom Landesverband Gartenbau Rheinland und weiteren Bankenvertretern prominent besetzt war, wurde noch einmal deutlich, dass die hiesigen Banken gut daran tun, sich auf die Branche einzulassen. „Wir brauchen Finanzdienstleister, die etwas vom Gartenbau verstehen“, machte die Runde deutlich. Und auch, dass die regionalen Institute diesem Anspruch durchaus gerecht werden.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren