kampfKreis Kleve (23.9.2017). Ein langer Wahlkampf geht nun zu Ende und der Kreis Kleve hat auf alle Fälle gewonnen: Denn er wird nach der morgigen Wahl wieder zwei Bundestagsabgeordnete haben – neben der noch amtierenden Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD) auch den 38-jährigen Stefan Rouenhoff (CDU) aus Goch. Herzlichen Glückwunsch!

Natürlich darf die SPD noch ein wenig von Hendricks‘ ersten Direktwahlsieg träumen und die, was die eigenen Aussichten angeht, notorisch selbstzweiflerische Kreis Klever CDU nochmal alles geben, aber im Grunde kann man am Ausgang der Wahl nicht viele Zweifel haben. Rouenhoff wird irgendwas zwischen 45 und 48 Prozent holen und damit direkt nach Berlin fahren. Aber erst wird er im Klever Kreishaus jubeln und sich von seinen Parteifreunden verdient feiern lassen. Norbert Killewald wird als Kreisvorsitzender für die SPD was sagen und dabei nicht vergessen, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Und die anderen? Dr. Ralf Klapdor (FDP) und Bruno Jöbkes (Grüne) werden nicht nach Berlin fahren, also zumindest nicht als Abgeordnete. Sie sind die ewigen Kandidaten, die für ihre Parteien „den Kopf hinhalten“, auch wenn sie selbst dabei nicht viel gewinnen können. Das verdient eigentlich auch mal Respekt.

Die AfD wird ihre vermutlich bis zu 15 Prozent bei den Zweitstimmen frenetisch feiern und später im Internet irgendwas über die „Altparteien“ und „Volksfahrräder“ in die Tastatur hauen und über den unfairen Wahlkampf in Kalkar usw. jammern. Aber das war es dann auch.

Montag ist dann ein neuer Tag. Das Leben geht weiter, die Plakate verschwinden aus dem Straßenbild. Bis zum nächsten Mal, bis zur nächsten Wahl.

Kommentare   

#1 Trauriger Leser 26.09.2017 20:41
Die Glaskugel hat ja mal wieder gut funktioniert!
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#2 Jens-Uwe Habedank 27.09.2017 02:55
Stefan Rouenhoff - ist kein authentisch gewählter Abgeordneter.
Sorry - er ist ein schwarzer Besenstiel.
Wir sind hier halt am Niederrhein, oberhalb von Wesel, oberhalb des GG - im Klever Landrecht.

Also - wen soll diese "Wahl" außer den "Landrechtlern" schon beeindrucken...?

1978 kam ich, als SDAJler, an den Niederrhein, bis dahin jede Menge "Ärger" mit NPD und Co. gewohnt...
Mir fiel dann hier auf, dass es "rechte" und "linke" Positionen, wie ich sie gewohnt war, nicht gab.
Freitags Abends, als man in einer Dorfkneipe den rechten Arm für "Deutschland" erhob, erklärte man mir auf meine Frage warum es keine NPD in Kleve gäbe: " Brauchen wir nicht - wir haben die CDU..."

Ergo - soll jeder daraus lesen, was er mag; Fakten sind Fakten.

Grüße aus der antieuropäischen Slowakei ( komm' ich nun in den Knast wei bei Erdouan..?!)
JUH
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