trauerKreis Kleve (4.1.2017). Die Trauerbegleiterinnen der Malteser am Niederrhein blicken auf 2016 als ein Jahr der wertvoller Begegnungen zurück. Viele Menschen haben sich ihnen nach dem Tod eines nahen Angehörigen anvertraut. Um den Verlust eines geliebten Menschen zu bewältigen bedarf es Zeit, oft mehr als in unserer Leistung orientierten Gesellschaft den Betroffenen von Familienangehörigen, Freunden und Kollegen eingeräumt wird. Wenn die anderen nach Tagen oder Wochen wieder zur Tagesordnung übergehen, brauchen Trauernde weiterhin jemanden, der ihnen zuhört, mit dem sie nicht nur über den Verlust des geliebten Menschen sondern auch über die alltäglichen Sorgen, die verlorenen Träume und die eigenen Versuche ins Leben zurück zu finden sprechen können.

Die Trauernden brauchen Zeit und Raum, denn der Trauerprozess ist langwierig und schmerzhaft. Für Angehörige und Freunde, die nicht unmittelbar betroffen sind ist das schwer nachzuvollziehen - und oft auch für die Betroffenen selbst. Sie müssen Abschied nehmen, von Hoffnungen und Plänen und einen Weg finden sich neu zu orientieren. Das Angebot der Trauerbegleitung kann dabei hilfreich sein. Liegt die Verlusterfahrung noch nicht lange zurück kann das Angebot der unterstützenden Einzelbegleitung (persönliche Gespräche mit einer qualifizierten Trauerbegleiterin) den Betroffenen Halt und Entlastung bieten. Die Begleitung leistet ehrenamtlich mitmenschliche Hilfe, insbesondere durch „Da-Sein“, Aushalten, Zuhören und unterstützendes „Mit-Sein“. Nach Wunsch der Trauernden kann die Begleitung zu Hause stattfinden oder auch in „neutralen“ Räumlichkeiten.

Für Trauernde, die sich bereit fühlen einen neuen Bezug zur Welt, in einem geschützten Raum herzustellen, kann der Besuch eines Trauercafés eine wertvolle Erfahrung sein.

Im Jahr 2016 haben die 4 qualifizierten, ehrenamtlichen, Trauerbegleiterinnen des Hospizdienstes der Malteser am Niederrhein (Goch-Uedem/Xanten-Sonsbeck) in den offenen Trauercafés, die in Uedem und Xanten an 2 Terminen im Monat stattfinden, in jedem Trauercafé 3 - 8 Gäste empfangen. Die Teilnehmenden verpflichten sich, alle Gespräche im Trauercafé vertraulich zu behandeln. So bietet die Atmosphäre des Trauercafés den Betroffenen einen geschützten Rahmen. In kleinen Kreis können die Trauernden in Kontakt miteinander treten. Sie können ihre Geschichte, ihre Erfahrungen miteinander teilen und dürfen sich mit ihren Gefühlen und Gedanken ohne Angst vor Bewertung öffnen. Das Erleben in der Gruppe kann Mut machen, mit der Trauer leben zu lernen.

Konzeptionell haben die Trauerbegleiterinnen für das Jahr 2017 kleine Veränderungen vorgesehen. Das Trauercafé in Uedem findet weiterhin jeden 2. Samstag im Monat im Plauderstübchen des Laurentius-Hauses (Mühlenstr. 40, 47589 Uedem) statt. geändert hat sich allerdings die Zeit. Frau Lewandowski und Frau Müller empfangen ihre Gäste ab dem 14. Januar in der Zeit von 11 bis 13 Uhr.

Die Trauerbegleiterinnen in Xanten laden ihre Gäste jeden 4. Samstag im Monat ins Gemeindehaus der Evangelischen Kirche in Xanten (Kurfürstenstraße 3, 46509 Xanten) ein. Das Trauercafé Xanten findet dort, wie im Vorjahr, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr statt. Neu ist, dass Frau Finney und Frau Haaken in Xanten ab dem 28. Januar, im Rahmen des Trauercafés, regelmäßig auch vorbereitete Themen anbieten, die vor den Terminen in der Vorankündigung der Veranstaltung bekannt gegeben werden.

Das ebenfalls von Frau Lewandowski und Frau Müller initiierte Angebot „Traue(r)n ins Leben“ ,eine Veranstaltungsreihe für Trauernde deren Verlusterfahrung schon etwas länger zurück liegt, findet auch im Jahr 2017 weiterhin an unterschiedlichen Orten statt und ist wie alle Gruppenangebote auch für Interessierte der Nachbargemeinden offen.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren