northing2-webKleve (23.7.2015). Sie ist die Frau, von der man spricht: Sonja Northing (47) ist die gemeinsame Bürgermeisterkandidatin von SPD, FDP und Offenen Klever und wird mittlerweile von einigen Experten gar als Favoritin für die Bürgermeisterwahl am 13. September gehandelt. Denn während sie mit Traumergebnissen von ihren drei Parteien aufgestellt wurde, waren die Kandidaturen ihrer Mitbewerber Udo Janssen (CDU) und Dr. Artur Leenders (Grüne) in den eigenen Reihen höchst umstritten und haben die Parteien gespalten. Um Janssen und Leenders ist es derzeit so still, dass man das Gefühl hat, sie hätten sich bereits mit ihrer Niederlage abgefunden.

Sonja Northing setzt Akzente und ist in den letzten Wochen in einem atemberaubenden Tempo in ihre neue Rolle hineingewachsen. „Ich will Bürgermeisterin von Kleve werden und diese Stadt mit allen Bürgern gemeinsam bewegen“, sagt sie selbstbewusst bei der Presse-Vorstellung ihres Programms.
northing3-webVorbei die Zeit in der Sonja Northing noch wirkte, als würde sie bei politischen Themen nur artig aufsagen, was ihr die Parteistrategen aufgeschrieben haben. In wenigen Wochen ist aus der Leiterin des Fachbereichs Soziales eine Politikerin geworden. Allerdings nicht so nach der Art der „Ich-bin-hier-der-Macher“, deren Vertreter immer so tun, als wäre der Bürgermeister so eine Art Alleinherrscher. Der Bürgermeister aber ist vor allem Chef der Verwaltung und hat im Stadtrat nur eine Stimme. Statt großmäuliger Sprüche lässt Sonja Northing ihre Kompetenz als Verwaltungsexpertin und Führungskraft für sich sprechen. „Offen, klar und herzlich“, lautet ihr Wahlslogan und soll vor allem unterstreichen, dass sie niemand ist, der andere Meinungen gleich mal von vorne herein abbügelt. Und dass sie klar und direkt ist in ihrer Sprache und ihren Zielen und bei allen Problemen, die das Leben so mit sich bringen kann, die menschliche Seite nicht vergisst.
So wie sich Sonja Northing präsentiert, könnte sie tatsächlich die einzige der drei Kandidatinnen sein, die in der Lage ist, die künftig in der Lage sein wird, auch im Rat als Bürgermeisterin Akzente zu setzen. Dass sie die einzige der drei Bewerberinnen ist, die das Verwaltungshandwerk aus dem Eff-Eff beherrscht, steht wohl eh außer Frage.
northing1-webSonja Northings großes Thema ist die Kommunikation. Die ist ihr wichtig, da merkt man, dass es sich bei ihr um eine echte Führungskraft handelt. „Die Zeit der Hinterzimmer-Politik ist vorbei“, sagt sie. Politische Entscheidungen will sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. „Bürgerbeteiligung soll ein strategisches Ziel der Stadtverwaltung werden“, sagt sie. Und sie meint das nicht als Alibiveranstaltung, weil es irgendwo so im Gesetz steht. „Ich will, dass wir die Kompetenzen der Bürger nutzen und Wege finden, sie in unsere Planungen einzubinden“, erklärt sie. Die Pflicht sich über Vorgänge in Rat und Verwaltung zu informieren, um Fristen für Einsprüche und Kritik einzuhalten, soll nicht mehr beim Bürger liegen. Northing will, dass die Verwaltung von sich aus auf die Bürger zugeht. „Wir haben so viele Experten in Kleve - deren Wissen sollten wir nutzen“, erklärt sie.
Außerdem will sie über die Einrichtung von Ortsausschüssen oder Ortsvorstehern diskutieren, damit die Belange der Ortsteile mehr Gehör im Rat finden. „Einige Orte wie Donsbrüggen z.B. fühlen sich schon recht benachteiligt.“
Weitere Themen: Sie will ein Kulturzentrum für die freie Kulturszene in Kleve, eine bessere Schnellbusverbindung zwischen Kleve und Nimwegen, flexible Kinderbetreuung für Berufstätige und eine Zusammenlegung von Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Gewerbegrundstücksmanagement. Ganz schön viel...
Ihre Präsentation vor der Presse diese Woche machte klar: Diese Frau will Bürgermeisterin werden und sie hat schon sehr genaue Vorstellung davon, was sie dann anpackt: so ziemlich alles.

Mehr Informationen zu Sonja Northing findet man auf ihrer Internetseite: www.sonja-northing.de (hier klicken). (hier klicken).

Olaf Plotke (Text & Fotos)

Kommentare   

#1 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 23.07.2015 18:26
Ich denke für die Kreisstadt ist es am wichtigsten, dass der CDU-Kandidat verhindert wird. Mit Sicherheit wäre Frau Northing gegenüber Herrn Janssen eine überdeutliche Verbesserung, obwohl ich von den erstklassigen Qualitäten eines Dr. Artur Leenders überzeugt bin. Ich schätze jedoch auch Frau Northing.
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#2 Jens-Uwe Habedank 24.07.2015 00:34
"Sonja Northings großes Thema ist die Kommunikation."

Gut und schön - aber Kommunikation als solche ist nicht alles. Ich habe mich mit Frau Northing unterhalten (in Ihrer Verantwortung als Bereichs-/ Amtsleiterin).
Vom Gesagtem/ Erzähltem hatte nichts eine Haltbarkeitszeit von 2 Tagen.

Im Weiteren, die Hltbarkeitszeit angesprochen, stellte Frau Northing die Kommunikation einseitig ein; wie man es halt in der Klever Verwaltung so macht...

Was, also, soll dann "neu" und "bürgerfreundlicher" unter ihr sein/ sein können? HaHa!
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#3 Klever 24.07.2015 10:39
@JUH
In ihrer Funktion als Dauernörgler und Spezialist für unsinnige Dinge hätte ich an Frau Northings Stelle auch die Kommunikation einseitig eingestellt. Kommunikation bedingt ja das sie zielführend ist. In der Vergangenheit haben Sie sich ja mehrmals als nicht kommunikationsfähig erwiesen
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#4 Jens-Uwe Habedank 24.07.2015 13:12
@Klever
Sie scheinen leider "kommunikationsfähig" mit "Widerspruch nicht zulässig" zu verwechseln. Außerdem sind Ihre Einlassungen weder sachlich noch argumentativ.
Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass a) Reden und b) Handeln bei einer Frau Northing sehr unterschiedliche Dinge sind.
Wenn schon eine Amtsperson im Rahmen der Ihr übertragenden Aufgaben die Kommunikation einstellt, weil man sie auf Unzulänglichkeiten und Klärungsbedarf hinweist - dann sind wir im Klever Landrecht.
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#5 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 24.07.2015 17:58
@ 4

Ich persönlich kenne Jens-Uwe ausschließlich als fairen und intelligenten Diskussionspartner, obwohl wir nicht immer einer Meinung sind, können wir doch immer gut miteinander diskutieren.
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#6 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 26.07.2015 13:24
Ich persönlich denke, Dr. Leenders bringt die Fähigkeiten mit, die man braucht, um als Manager eine Kommune mit ca. 50.000 Bewohnern erfolgreich leiten zu können, er ist zum einen ein erfolgreicher Mittelständler und Unternehmer (eigene sehr gute chirurgische Praxis), ein Mensch, der Gerechtigkeit praktiziert (macht eine Unterschiede zwischen Privat- und Kassenpatienen), ist mehr als sehr intelligent (ist in Deutschland allerdings nicht immer erwünscht) und hat überragende Menschlichkeit. Darüber hinaus kennt er die Politik, kennt viele Kompetenzträger und hat aussergewöhnliches Wissen.
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#7 Klever 26.07.2015 19:48
@Heuvens

Ist das einstudiert?? Kommt mirseltsam bekannt vor ihre Aussage....
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#8 Willi Heuvens, Spark.ang.a.D. 26.07.2015 20:44
@ 7

Keines Menschen Knecht - ich brauche nichts einzustudieren, immer frei die Meinung äußern ....
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#9 kle@ver.de 27.07.2015 16:04
@ 8 ( Heuvens)

1. Sie dürfen soweit ich weiss eh nicht in Kleve wählen.
2. Ihre Arthur Leenders Vergleiche sind subjektiv und fernab jeglicher lokalpolitischen Realität.
3. Woher wissen Sie das Arthur Leenders intelligent ist ?
4. Wie definieren sie diese Intelligenz?
5. Warum ist in Deutschland Intelligenz nicht überall gewünscht?
6. Was sind in Ihren Augen Kompetenzträger?
7. Arthur Leenders Arztpraxis ist kein Unternehmen im eigentlichen Sinne.
8. Woher nehmen sie die Gewissheit das ein Freiberufler mehr Expertisen hat eine Verwaltung zu führen als jemand der die Verwaltung durch die eigene Tätigkeit kennt ?
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#10 Tyler Durden 27.07.2015 16:45
1. W.H. darf wählen wo er will
2. Nur W.H. kann objektiv Subjektivität von Objektivität unterscheiden
3. Allein wahrhaft Intelligente können die Intelligenz anderer erkennen
4. IQ (W.H.) - 100 > IQ (A.L.) > IQ (Rest der Menschheit)
5. Fragen Sie doch den Sparkassenvorstand
6. Kompetenzträger = Leistungsträger = unterbezahlt = unerwünscht = ehem. Spk.-Angest.
7. A.L. unternimmt etwas, also ist er ein Unternehmer
8. Siehe 4.
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#11 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 27.07.2015 17:44
@ 10

Ich denke, im groben trifft dies zu.

@ 9

Ich kenne und schätze die Persönlichkeit AL seit langem, daher erlaube ich mir auch, von einer hohen Intelligenz reden zu können. Wäre (hohe) Intelligenz stark erwünscht, gäbe es nicht so viele Arbeitssuchende, die über 50/55 Jahre alt sind und trotz hoher Qualifikationen keinen Job finden. Eine stark besuchte chirurgische Praxis mehr als sehr erfolgreich zu führen, kann nur jemand, der nicht nur ein ausgezeichneter Mediziner ist, sondern der auch die Gesetze der Marktwirtschaft kennt und die Instrumente des Kaufmännischen und der Betriebswirtschaft erfolgreich einsetzen kann.
Im übrigen spreche ich Frau Northing keineswegs Qualifikationen ab, ich kann lediglich den Dr. Leenders besser beurteilen, dieses Urteil lautet: sehr gut. Unterhalte im übrigen gute Kontakte zu Frau Northing.
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