Frauenpower

Kleve (13.01.2017). „One Billion Rising“ heißt die Aktion, die in der Form des Tanzes auf die über eine Milliarde Frauen und Mädchen aufmerksam machen möchte, die im Laufe ihres Lebens Gewalt, sexualisierten Missbrauch und Ausbeutung erfahren müssen. Dies geschieht am Dienstag, 14. Februar, mit dem Ziel den Alltag zu durchbrechen und Zusammenhalt zu schaffen. Um 14 Uhr wird auf dem Koekkoeksplatz in Kleve zum Tanz eingeladen.
Die Aktion wurde 2012 von der New Yorker Autorin, Darstellerin und Aktivistin Eve Ensler („Die Vagina-Monologe“) auf die Beine gestellt. Dies geschah im Rahmen der sogenannten „V-Day“ Kampagne, die gegen Gewalt an Mädchen und Frauen steht... und auch als Reaktion auf die Aussage des Republikaners Todd Akin, dass selbst Schwangerschaften, die durch Vergewaltigung entstehen nicht beendet werden dürften. Seiner Auffassung nach sei der weibliche Körper in der Lage dazu, dies von alleine zu tun, sollte es sich tatsächlich um eine Vergewaltigung handeln.
Dass dieses Thema so immens wichtig ist zeigt auch die starke Resonanz auf die Aktion: Im Jahr 2013 nahmen Menschen aus rund 205 Ländern an der Aktion teil. Gerade das aktuell sehr geladene politische Klima, in dem das Schaffen von Differenzen den Nährboden für Feindseligkeit und Gewalt bietet, verlangt eine Gegenreaktion, die auf Verbundenheit und Respekt gegenüber unserer Mitmenschen beruht.
Auch in Kleve haben sich Studierende der Hochschule Rhein Waal in Zusammenarbeit mit der Klever Gleichstellungsbeauftragten Yvonne Tertilte-Rübo dazu entschlossen, gemeinsam mit und für die über eine Milliarde Mädchen und Frauen zu stehen - im Zeichen gegen Gewalt und für Solidarität. Die Studierenden des Studienganges Gender and Diversity wollen im Rahmen ihres Studienprojektes zeigen, dass man mit Courage und Zusammenhalt eine Gemeinschaft bilden kann, die sich friedlich und mit Freude gegen die Missstände unserer Gesellschaft einsetzt.
Alle Interessierten sind willkommen, gemeinsam auf dem Koekkoekk Platz zu tanzen oder sich stehend solidarisch zu erklären. Wer mit tanzen möchte, kann s ab 13 Uhr unter Anleitung der Studierenden die Tanzschritte üben. Punkt 14 Uhr beginnt die Tanzaktion „One Billion Rising“.

Kommentare   

#1 Jens-Uwe Habedank 13.01.2017 15:43
Beim Thema gehe ich grundsätzlich mit - gerade aber den Valentinstag dafür zu nehmen ist Absicht oder Unbedacht..?

Bei Frau Tertilte-Rübo fällt mir einmal mehr in den letzten 20 Jahren auf, dass das Thema "Gleichstellung" ausschliesslich auf weibliche Interessen gerichtet ist - was ist denn z.B. mit all den Vätern, denen von boshaften/rachsüchtigen Müttern die Kinder "geklaut" wurden?!
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#2 Frau 13.01.2017 16:29
Was versteht man in Kleve unter "Gleichstellung"?
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#3 I. 18.01.2017 13:00
[quote name="Jens-Uwe Habedank"]Beim Thema gehe ich grundsätzlich mit - gerade aber den Valentinstag dafür zu nehmen ist Absicht oder Unbedacht..?"

Tatsächlich ist das Absicht! Das Event wurde nämlich von der V-Day Bewegung kreiert und unterstützt, die selber am Valentinstags 1998 von Eve Ensler ins Leben gerufen wurde. Die Absicht ist die gleiche wie bei dem One Billion Rising Event: Gewalt gegen Mädchen und Frauen muss aufhören. Die Bewegung unterstützt und ermutigt Projekte, die darauf abzielen dieses Thema anzusprechen und Menschen eine Plattform zu bieten sich zu erheben.
V-Day steht dabei unter anderem auch für "Victory" und "Vagina".

Der Fokus auf Frauen und Mädchen bei dieser Bewegung und dem damit verknüpften Event rührt von der Statistik, dass eine von drei Frauen in ihrem Leben Gewalt erfährt, was über eine Milliarde macht (Englisch: one billion)! Diesen Umstand zu ändern sollte im Interesse aller liegen.
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#4 Heinz Goertz 18.01.2017 14:03
ICH halte Frauen für die bessere Hälfte der Menschheit.

Ich bin mit wunderbaren Frauen groß geworden, sie hatten ein zupackendes Wesen, waren sehr lebensklug und ihren manchmal schwarzen Humor haben sie fast nie verloren. Dafür bin ich sehr dankbar.

Gewalt gegen Frauen, überhaupt Gewalt gegen Schwächere, muss klar als absolutes Tabu in allen, auch in den Köpfen der Menschen aus anderen Kulturkreisen verankert werden!

NEIN heißt NEIN!

Leider ist das nach meiner Erfahrung nicht so bekannt, wie dass die Meisten glauben.
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#5 Frau 18.01.2017 16:02
Vielleicht sollte man sich an der HSRW besser mit Gesetzestexten und Wissenschaften befassen, um Realitäten ändern zu können.

Diese Art der finanzierten Aktivitäten erzielen nur unrealistischen,
"Show-Effekt.........

Wie versteht man da eine reale Situation häuslicher Gewalt, die von einer jahrelang Erleidenden, die die unübersehbaren körperlichen Gewalttätigkeiten endlich angezeigt hatte, und aber von einer Frau Staatsanwältin ohne Anhörung, niedergeschlagen wurden?
Grund: Es steht nicht im öffentlichen Interesse..........!!!

Wie behandelt man u.a. aktuelle Themen wie:
Russland - DUMA will Strafen für häusliche Gewalt senken.
oder
Marokko: Fernsehen gibt Schminktipps für Misshandelte......?

Auch an der HSRW sollte tatsächlich "Gleichstellung" gelehrt werden und man nicht immer am ewigen Feminismus hängen bleiben..........

Auch psychische und emotionale Unterdrückung ist Gewalt an anderen Menschen, die die Opfer, Frauen und Männer, zerbrechen lassen.....
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#6 N. 18.01.2017 16:35
Bei Projekten wie "One Billion Rising" steht es nicht im Vordergrund Realitäten wie sie bestehen zu ändern. Das ist schlicht weg ein unrealistisches Ziel.

Der Grund dafür, dass Fälle häuslicher Gewalt unzureichend oder gar nicht bearbeitet werden, liegt meiner Meinung nach auch daran, dass es nicht im öffentlichen Interesse steht. Genau dieses Interesse zu wecken versucht dieses Projekt, das steht schon im ersten Satz des Artikels.

"Gewalt und Ausbeutung" steht tatsächlich für jede Art von Gewalt, ob psychisch oder physisch. Dieses Projekt bezieht sich spezifisch nur auf Frauen, das heißt aber nicht, dass Gewalt an Männern weniger schlimm ist.
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#7 Frau 18.01.2017 17:52
#6 N.

Diese Art des Aktivismus ist schon alt bzw. "veraltert"......die Frauen haben "laufen gelernt" und gehen ihren eigenen Weg........Dank der harten Wege der weltweiten Vorausgängerinnen.....

In anderen europäischen Gebieten ist "Frau" in den Denkweisen fortschrittlicher und besser strukturiert als in einer "Hochschulstadt Kleve".

Vielleicht sollte man einfach mal über den "dörflichen Tellerrand" schauen?
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#8 Fredl Haimer 18.01.2017 21:32
zitiere Heinz Goertz:
ICH halte Frauen für die bessere Hälfte der Menschheit.


Seeeehr subjektiv :-)

Aber eins stimmt - sie sind anders und in etlichen Dingen tatsächlich dem männlichen Verhalten vorzuziehen. Muss ich mittlerweile zugeben ...

In der Regel sind sie sanfter und ausgleichender, haben nicht dieses Dominanzstreben der Männer. Frauen würden i.d.R. (Hillary C. ausgenommen) keinen Krieg anfangen - Männer machen sowas aus nichtigen Gründen.

Und auch wenn es Hr. Heinemann nicht gefällt: Ein noch grösseres Problem mit Gewalt gegen Frauen haben unsere [... Anm.: gemeint waren ´muslimische´. Admin] Mitbürger und Gesellschaften. Sowas ist einfach ein NoGo und für mich mit ein Grund, den Zuzug dieses Kulturkreises einzuschränken. Die Ausübung häuslicher Gewalt bis hin zum "Ehrenmord" muss viel mehr geahndet werden. Solche Frauen brauchen viel mehr Unterstützung.
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#9 Heinz Goertz 18.01.2017 21:56
@7 Frau, Zitat Frau:

Diese Art des Aktivismus ist schon alt bzw. "veraltert"......die Frauen haben "laufen gelernt" und gehen ihren eigenen Weg........Dank der harten Wege der weltweiten Vorausgängerinnen.....

Und von welchen Frauen reden Sie bitte?

Zitat Frau:

In anderen europäischen Gebieten ist "Frau" in den Denkweisen fortschrittlicher und besser strukturiert als in einer "Hochschulstadt Kleve".


Welche europäischen Gebiete meinen Sie?
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