butterwegeKleve (9.1.2017). Am Samstag, 21. Januar, kommt ein echter Bundespräsidentenkandidat nach Kleve: Prof. Dr. Christoph Butterwege. Wer? Wenn Sie ihn nicht kennen, macht das nichts. Es ist der Kandidat der Partei Die Linke und er ist absolut chancenlos, weil man es als durchaus sicher ansehen kann, dass der Regierungskandidat Frank-Walter Steinmeier (SPD) zum nächsten Bundespräsidenten gewählt wird. Butterwege ist also so etwas wie ein Zählkandidat. Doch er will trotzdem für sich und seine politische Einstellung Werbung machen. Deshalb ist er am 21. Januar ab 16 Uhr zu Gast im XOX-Theater in Kleve. Im Rahmen eines Podiumgesprächs will Butterwege mit den Gästen über Armut und Benachteiligung sprechen. Butterwege ist ein bekannter Kritiker des neoliberalen Zeitgeists.

Der Nachmittag in Kleve wird mit einem Vortrag von Prof. Dr. Butterwege beginnen, danach wird er mit Gleichgesinnten reden: dem Linken-Bundestagsabgeordneten Matthias Birkwald und dem Linken-Landtagskandidaten Herbert Derksen. Auch die Gäste sind eingeladen mitzureden. Der Eintritt ist zur Veranstaltung im XOX-Theater an der Briener Str. 6-14 in Kleve frei.

Kommentare   

#1 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 09.01.2017 17:03
Das wäre doch mal ein Präsident für alle Menschen, besonders für die, die am Rande stehen, die Bedürftigen, die Benachteiligten und auch die, die Minirenten, Minilöhne und Minirenten bekommen. Hier mein Interview mit ihm:

lokalkompass.de/.../...

Ich denke auch ein Kandidat für Menschen, die sich der Lehre Jesu verbunden fühlen.
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#2 Jens-Uwe Habedank 09.01.2017 17:16
Schön und lobenswert, wiederum ein Statement für den KaS - dass derartige "underground"-Nachrichten der Öffentlichkeit vermittelt werden!
Man kann von "kleinen" Parteien halten, was man will - hier, beim KaS, werden auch sie erwähnt und nicht verschwiegen...
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#3 Rainer Ise 09.01.2017 20:28
Sicherlich eine interessante Veranstaltung. Danke für den Hinweis im Kurier.
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#4 Mario Krude 11.01.2017 00:47
Na ja, so sicher wie das Amen in der Kirche und das wir alle irgrndwann mal sterben müssen ist ja nur wenig, aber vermutlich hat Olaf Recht das Herr Butterwegge chancenlos ist.

DAS liegt aber daran das der Bundespräsident als oberster Repräsentant der BRD leider NICHT vom Volk direkt gewählt werden darf.
Als Repräsentant aller Deutschen sollte er doch von diesen allen auch gewählt werden können.
Wer will denn schon Herrn S. im Volk als BP? Bei seinem Trackrecord als Politiker?!
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#5 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 11.01.2017 09:45
@ 4

... chancenlos ... das könnte stimmen.
Aber welche Partei beispielsweise, die Politik für die MEHRHEIT des Volkes und der Menschen im Land macht, hat schon Chancen, viele Stimmen zu erhalten - in Deutschland fast unmöglich.
Unverständlich, warum gerade Christen eine unchristliche Partei wählen (christliche Partei heißt für mich, Partei der Lehre Jesu, nicht der Lehre der Amtskirche und der Kirchenfunktionsträger )
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#6 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 11.01.2017 10:43
.... man könnte sogar noch einen Schritt weitergehen .... wenn beispielsweise Frau Dr. Wagenknecht bei all ihrem Wissen, ihrer Ethik und ihrer vorbildlichen, sozialen Einstellung zur Wahl stünde, auch sie hätte wohl keine Chance, irgendwie ein armes (Deutsch)Land ....
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#7 Fredl Haimer 11.01.2017 13:44
zitiere Willi Heuvens, Spark.ang. a.D.:
.... wenn beispielsweise Frau Dr. Wagenknecht bei all ihrem Wissen, ihrer Ethik und ihrer vorbildlichen, sozialen Einstellung zur Wahl stünde, auch sie hätte wohl keine Chance ....


Denke ich auch. Zumal diese Frau die aktuelle Politik auf einem intellektuellen Niveau zerreissen würde, mit dem Merkel und Co völlig überfordert wäre. Ich bin kein Freund der Linken aber Wagenknecht wäre klasse. Manchmal hab ich eh den Eindruck, sie ist in der falschen Partei.
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#8 deutscherMichel 11.01.2017 19:14
zitiere Willi Heuvens, Spark.ang. a.D.:
@ 4
... chancenlos ... das könnte stimmen.
Aber welche Partei beispielsweise, die Politik für die MEHRHEIT des Volkes und der Menschen im Land macht, hat schon Chancen, viele Stimmen zu erhalten - in Deutschland fast unmöglich. ...

zitiere Willi Heuvens, Spark.ang. a.D.:
.... man könnte sogar noch einen Schritt weitergehen .... wenn beispielsweise Frau Dr. Wagenknecht bei all ihrem Wissen, ihrer Ethik und ihrer vorbildlichen, sozialen Einstellung zur Wahl stünde, auch sie hätte wohl keine Chance, irgendwie ein armes (Deutsch)Land ....


Sehr geehrter Herr Heuvens,

warum ist das in DEUTSCHLAND fast unmöglich; in anderen Ländern aber doch?

In der Einschätzung von Frau Dr. Wagenknecht stimme ich Ihnen zu. Aber ist es nicht so, dass jede Verlautbarung von Frau Wagenknecht sofort von mindestens 10 Linken-Politikern sofort angegriffen wird? Die schärfste Opposition findet Frau Dr. Wagenknecht doch in der eigenen Partei, die sich nicht scheut einen STASI-Schüler zum Staatssekretär zu erklären.
www.welt.de/politik/deutschland/article161089016/Holms-Stasi-Luege-spaltet-die-Berliner-SPD.html
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#9 B.R. 21.01.2017 21:35
Der Professor ist 65 Jahre alt und erwähnte zweimal in seiner Rede, dass er sich derzeit sehr an seinem gut einjährigen Sohn erfreue. Es scheint also noch zu klappen.
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#10 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 22.01.2017 08:39
Ich glaube und denke, Dr. Wagenknecht ist nicht in der falschen Partei .... vielleicht lebt sie im falschen Land, in einem Land wo man nicht erkennt, dass wir im sozialen Bereich eine höchst bedenkliche Schieflage haben, dass die Armut massiv wächst, dass christliche und soziale Werte vergessen wurden - auch von den großen Parteien - und dass oft Menschen, die die Nächstenliebe leben, beschimpft werden.
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#11 Mut zur Wahrheit 22.01.2017 17:12
Wenn wir mit Finger auf die Politiker zeigen ob sie was richtig oder falsch gemacht haben oder in der richtigen oder falschen Partei sind, ist das nur der hilflose Versuch die Fehler von uns zu weisen.
Wir sind an dem Schuld. Wir haben uns das Zepta aus der Hand nehmen lassen.

Art. 20 GG

Die Schweiz oder aktuell Groß Britanien machen es uns vor.
Ob man das was dabei herraus kommt gut oder nicht gut findet, letztendlich hat das was mit Demokratie zu tun. Man könnte das auch Volksbefragung nennen. Aber Merkel ist gegen eine Volksbefagung. Aber das muß auch jeder andere Bundeskanzler sein.
Konrad Ardenauer sagte "Ich habe nicht das Mandat des Volkes ich habe den Auftrag der Alliierten.

www.youtube.com/watch?v=8tDlgZWWK-o
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#12 Der Laie 22.01.2017 17:17
Wer sich die Vita des Herrn Butterwegge ansieht, erkennt das dieser den Dunstkreis der Unis nie verlassen hat.Mit dem beruhigenden Gefühl am 1. Januar bereits zu wissen was am 31.Dezember auf seiner Gehaltsabrechnung steht,läßt es sich prima darüber debattieren wie ungerecht die Welt ist,nur bitte erwarten sie liebe Mitbürger nicht vom Professor, das er sich selber den Gesetzen der freien Marktwirtschaft unterwirft.
Zwar chancenlos, aber wieder wird ein aus Steuergeldern bezahlter Job angestrebt.

Das Prinzip Volkseigener Betrieb und alle werden gleich gut bezahlt, hat doch schon in der ehemaligen DDR nicht funktioniert.

Als ehemaliger Bankangestellter sollte Herr Heuvens doch wissen,Firmenkredite werden nur gegen Sicherheiten vergeben,gerne auch gegen einen Hypotheken Eintrag im Grundbuch zur Absicherung.

Wenn es dann schief läuft mit der Firma persönliches Pech,bringt das eingegangene Risiko jedoch Erfolg,stehen alle vom Staat angefangen Schlange um daran zu partizipieren.

Wer die Infrastruktur eines Landes nutzt, sollte zur Bezahlung der Aufgaben auch seinen Beitrag leisten, keine Frage.
Wer aber erwartet,immer nur die anderen sollen die Wohltaten erwirtschaften die umverteilt werden sollen,selber läßt man sich aber vom Staat lebenslänglich alimentieren,der hat noch nicht erkannt, das zum Überlebenswillen auch eine gehörige Portion Egoismus gehört um nicht unterzugehen.

Die heile Welt und das gelobte Land von der einige träumen gibt es nicht.
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#13 VG 22.01.2017 17:31
Sahra Wagenknecht, die weder ein Problem mit dem Stalinismus hat und für die es auch keinen Grund gibt, trotz Schiessbefehl und systematischer Unterdrückung von Regimekritikern, die ehemalige DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen, lebt eventuell wirklich im falschen Land.
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#14 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 23.01.2017 08:24
Ich denke, der Deutsche ist im allgemeinen mit Armut, ungerechter Entlohnung, verfallender Infratruktur, Kleinrenten im Alter und Zwei- bis Dreiklassenmedizin sehr zufrieden, vielleicht sollte er nur an den Stammtischen nicht mehr über Politik reden, denn: beide großen Volksparteien, die (kurzfrist mit den Grünen) für all diese Ungerechtigkeiten und Unchristlichkeiten sorgten, bekommen ja gemeinsam über 50 Prozent der Stimmen - die Linke liegt leider nur bei zehn Prozent.
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#15 Der Laie 23.01.2017 14:30
@14
Schauen sie sich doch mal die Vita von Frau Kipping an,wer nicht mehr drauf hat,als Neiddebatten zu befördern,selber aber keinen einzigen Beitrag zur Steigerung des BIP geleistet hat,der will also festlegen was andere von ihrem erwirtschafteten Geld zur Umverteilung abzugeben haben.
Aber klar, Leute mit einem abgeschlossenen Slawistik Studium werden ja auch an jeder Strassenecke händeringend gesucht.

Die Linke wird eine regionale Partei aus Ostdeutschland bleiben und das ist auch gut so.
Selbst in Mecklenburg- Vorpommern kam sie bei der Landtagswahl nur auf 13,2 %,in Sachsen Anhalt auf 16 %.

Liegt die Neiddebatte daran das die Eltern aus der ehemaligen DDR dank Volkseigentum den Kindern keine Betriebsvermögen vererben können,oder sind es die Gewerkschaftsekretäre die zwar mitbestimmen wollen aber von Wirtschaft keine Ahnung haben, sh. Neue Heimat und COOP.
Es reicht halt nicht mehr nach dem Motto zu verfahren,wenn ich den Bürger schon nicht überzeugen kann, muss ich ihn wenigstens verunsichern.
Wie sagte schon Magaret Thatcher:
Der Sozialismus scheitert, wenn dem Staat das Geld ausgeht…das Geld der anderen.
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#16 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 23.01.2017 16:14
Der Sozialismus scheitert auch am Egoismus des Einzelnen. Es ist ähnlich wie mit der Lehre Jesu .... wer vertritt diese Soziallehre? .... keinesfalls die Partei, die sich christlich nennt .... es sind die Menschen, die im Sinne der Urlehre leben, für die der Kirchgang nicht wichtig ist, jedoch die guten Werke am Nächsten. Die SPD war mal nahe dieser Lehre durch Leute wie Dressler, Wehner und Brandt. Die Linke ist ihrem Programm nach - denke ich - am ehesten als christlich zu sehen.
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#17 comtessa 24.01.2017 08:42
@ Der Laie

Ihre Beitäge sind wohl nur als Satire zu verstehen. Erst greifen Sie Prof. Dr.Butterwegge an, dann Katja Kipping. Das Thema der Veranstaltung lautete "Von Kinderarmut zur Altersarmut". Dazu sagen Sie natürlich gar nichts, sondern ergehen sich in Ihrer unqualifizlierten Kritik. Man muss doch nicht arm sein um über die Ungerechtigkeit der Welt zu referieren. In einer Demokratie gelten zudem andere Gesetze als die der freien Marktwirtschaft Diese Gesetze von denen Sie reden sind dafür verantwortlich, dass soviele Menschen in dem so reichen Land BRD arm sind. Und wollen Sie wirklich alle Beschäftigten die direkt oder indirekt von staatlichen Mitteln ihr Einkommen erzielen zu Abzockern erklären. An dieser Stelle spätestens sollten Sie selber merken wir haltlos Ihre vermeintlichen Argumente sind. Übrigens hat das Prinzip VEB durchaus funktioniert, denn die Beschäftigten verfügten alle über erhebliche Geldbeträge. Das die DDR Bürger nicht ein Warenangebot wie im Westen vorfanden ist anderen Ursachen geschuldet. Um wieviel besser ist denn der Raubtierkapitalismus in dem es jede Art von Waren und Dienstleistungen gibt, die sich aber kaum jemand, in Folge fehlenden Geldes, leisten kann? Im weiteren möchte ich darauf hinweisen, das der Staat (also wir alle) entscheiden welche Aufgaben wir an Fachleute delegieren, weil sie jeden einzelnen sonst überfordern würden. Die Aufgabe jungen Menschen mit der empirischen und theoretischen Erforschung des sozialen Verhaltens vertraut zu machen ist eine Solche und aller Ehren wert. Deshalb gibt es an Universitäten Lehrstühle für Soziologie. Da würden wohl die Meisten ehr einem gut ausgebildeten Professor vertrauen als Ihnen. Auch das Neiddebbattenargument aus ihrem weiteren Beitrag kann ja wohl nur als Witz aufgefasst werden. Wenn das reichste 1% der Menschheit mehr Vermögen besitzt als der Rest, dann befinden wir uns in einer extremen Schieflage, die so nicht hinnehmbar ist. Mit Neid hat das rein gar nichts zu tun. Übrigens erwirtschaftet haben die Superreichen ihren Reichtum doch gar nicht. Sie haben andere das erwirschaften lassen und sie weigern sich die Allgemeinheit auch nur im Geringsten davon partizipieren zu lassen. Es braucht Steuerung statt Steueroasen. Auf platte Phrasen und persönliche Anfeindungen kann man allerdings in dieser Diskussion gut verzichten Herr Laie.
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#18 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 24.01.2017 10:44
Ich bin dafür, einfach etwas mehr Ehrlichkeit in die Politik zu bringen, dass man "christlich" auch wie christlich im Sinne Jesu praktiziert, das gleiche mit der Tugend "sozial". Man sollte die Bezeichnung "christlich" nicht nutzen, um Armut zu mehren, menschenunwürdige Jobs zu dulden (ggf. zu fördern) und Minderheiten immer vermögender zu machen. Dies hätte der Glaubensstifter so nicht gewollt.
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#19 Der Laie 24.01.2017 14:05
@17Comtessa
Dann haben also 99 % der Menschheit nach ihrer Vorstellung nur ihren Kopf zum Haare schneiden.
Dabei dachte ich das in einer Demokratie die Mehrheit bestimmt wo es lang geht.
Der Professor hätte auch über die Wärmeabgabe der Maikäfer im Rückenflug dozieren können,verändern wird er durch seine Thesen nichts.

Die Zeiten sind vorbei wo der Werktätige zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit gelangen konnte. Heute fahren Handwerker teilweise bis zu zwei Stunden zu ihrer Baustelle,wobei den Gesellen die Fahrzeit nicht bezahlt wird.

Ist der Chef jetzt ein Ausbeuter oder nur unfähig ein Angebot mit höheren Preisen beim Kunden durchzusetzen,damit er seinen Mitarbeitern
auch die Fahrtstunden bezahlen kann.

Oder sollte er Mitarbeiter entlassen,wenn die Arbeit um den Kirchturm herum ausgeht.

Wenn die Kreisverwaltung auf einen 70 jährigen Mitarbeiter nicht verzichten will,weil dieser mit seiner Freizeit nichts anzufangen weis,ist das dann clever weil man Berufserfahrung für sich nutzt, oder verhindert man das ein junger Mensch einen Arbeitsplatz findet.

Die Marke Elefantenschuhe gibt es heute noch,gefertigt werden die Schuhe in der Slowakei und in anderen Billig Lohnländern.
Gekauft werden sie trotzdem.

Australien hat neue U- Boote bestellt,nicht wie erhofft in Deutschland sondern in Frankreich mit staatlicher Unterstützung der dortigen Regierung.

Da kann man in Deutschland trefflich über ein Verbot von Waffenexporten
reden,was die Mitarbeiter anstelle dessen herstellen sollen,darüber schweigen die Protagonisten.

Prinzipiell habe ich nichts gegen Mitbürger die auf der Staatlichen Lohnliste stehen,wenn mir aber jemand der selber noch keinen Hammer in der Hand hatte,vorschreiben will, wie ich den Hammer beim Schlagen zu halten habe,komme ich mir wie im falschen Film vor.

Viel Glück beim Versuch Famile Quandt,Jacobs, Dürr, Otto, Benteler etc zu enteignen,aber Vorsicht wenn in Deutschland die Bänder still stehen,
könnte sich der Zorn der Mitarbeiter gegen den Verursacher richten.
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#20 Controleur 24.01.2017 17:22
zu #15 Der Laie 23.01.2017 14:30

Hallo Herr Laie,
warum soviel Hass und Ablehnung gegen Herrn Prof. Dr. Butterwege und Frau Kipping ?

Die Tatsache, dass es Andersdenkende gibt, sollte doch nicht zu persön-lichen Beleidigungen dieser Personen führen und sie damit zu Märtyrern machen.
Für mich ist Herr Prof. Dr. Butterwege eine integre Person, die eine solche Behandlung nicht verdient hat.
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#21 B.R. 24.01.2017 18:36
Zumindestens war der Professor auf der Veranstaltung sehr umtriebig im Hinblick auf seine veröffentlichten Bücher. Vor Ort gab es sogar Rabatt.

Die political correctness beherrschte der Professor auch. Er erwähnte in seinem Vortrag, dass es in Deutschland viele rechtsradikale Parolen gegeben hätte, die nicht zur Anzeige gebracht worden seien, weil die Betroffenen um den guten Ruf ihrer Einrichtungen fürchteten.

Ansonsten war der Nachmittag eine einzige Enttäuschung. Prof. Butterwegge sprach fast die ganze Zeit über die Vergangenheit. Wie man die zukünftigen Probleme lösen will, dafür gab es so gut wie keine Ansätze.

Dafür sollte dann der Rentenexperte der Linken aufzeigen, wie man die zukünftigen Rentenprobleme lösen kann. Wie üblich wurden dann irgendwelche nicht nach vollziehbaren Zahlenreihen den Zuhörern an den Kopf geschmissen; und schwupps waren die Renten plötzlich sicher. Man muss nur die Reichen ein bisschen mehr besteuern, und schon lassen sich in Deutschland alle Gerechtigkeitsprobleme lösen. In der Praxis dürfte das aber eher zu weniger Steuereinnahmen führen, weil die Reichen in Deutschland sich dann zweimal überlegen werden, ob sie ihren Wohnsitz nicht in eine Steueroase verlegen.

Sollte Rot-Rot-Grün an die Macht kommen, liesse sich der deutsche Untergang dynamisieren. Die Reichen und Leistungsstarken würden verstärkt das Land verlassen; währenddessen würden Ali und Mustafa, das grosse Wählerpotential der Linken, ganze Städte erobern.
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#22 Der Laie 25.01.2017 00:45
@20
Controleur
Das Herr Butterwegge eine integre Person ist, genauso wie Frau Kipping die sicher jederzeit ein gutes polizeiliches Führungszeugnis erhalten werden,stelle ich nicht in Zweifel.
Was mich stört ist deren Ausblendung der Realität.
Deutschland ist keine Insel der Glückseligen,warum haben Beckenbauer,Schumacher und Co ihren Hauptwohnsitz im Ausland,doch nicht wegen der besseren Luft dort,sondern der geringeren Versteuerung wegen.
Der Kakao von Bensdorp wird jetzt durch die Fa. Krüger vermarktet,Kleve
behält ein Türmchen mit Uhr für die Nostalgiker.

Die Zauberwörter seine Steuerlast klein zu halten, nennen sich Patentrechte, Namensverwertungsrechte oder Lizengebühren.

Die Familie Quandt hatte gute Finanzfachanwälte um Wege zu finden wie man sich erst kürzlich vor der Erbschaftssteuer drücken konnte und nur einen Bruchteil dessen bezahlt hat,was regulär fällig geworden wäre.

Heißt die Folgerung jetzt,Leute kauft keine Autos der Marke BMW, das macht nur die Familie Quandt noch reicher.

Bezeichnend ist,das die Vorschläge zur Vermögensumverteilung immer von den Personen ausgesprochen werden,die selber noch um keinen Auftrag kämpfen mussten,die keine Verantwortung für Mitarbeiter übernommen haben und ins persönliche Risiko gegangen sind um am Ende des Monats auch die Gehälter zahlen zu können, auch wenn der Kontostand dies nicht hergab.

Wachstum bringt Wohlstand, nur wovon investiert ein Unternehmer,wenn ihm die schlauen Leute vorher alles weg versteuern um es dann großzügig als soziale Geste zu verteilen.

Warum kaufen die niederländischen Kunden in Kleve so reichlich spezielle Produkte ein,weil sie im eigenen Land teurer sind,warum verkauft der LEH
in den Niederlanden in Grenznähe palettenweise Getränke in Dosen an deutsche Kunden, weil auch der Deutsche Bürger sich einen feuchten Kehricht um die ideologischen Vorstellungen einiger Politiker schert.

Das Sprichwort der Schuster gilt auch heute noch, aus dem Leder anderer Leute läßt sich gut Riemen schneiden.

In der Lehre war es ein probates Mittel schnell herauszufinden ob man einen Maulhelden oder Könner seines Faches vor sich hatte ,in dem man sagte ich trete mal einen Meter zurück, mach mal vor wie es geht.
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#23 Willi Heuvens, Spark.ang. a.D. 25.01.2017 10:55
An ihren Werken sollt ihr sie messen ....:

Außenpolitik in friedlicher Form, Abrüstung -
Bekämpfen von Ursachen für Flucht und Hunger -
menschenwürdig honorierte Arbeit und gerechte Löhne -
Bekämpfung von Armut - Kinder- und Altersarmut -
innere Sicherheit durch Wertschätzung der Polizei (Personalaufstockung, bestmögliche Ausbildung und Ausrüstung, gute Bezahlung der Polizei) -
menschliches und gerechtes Pflege- und Gesundheitssystem

Neoliberale Koalition: Note 5 minus - Zusatz: weder christlich noch sozial

Ich hoffe, mit Martin Schulz geht man einen Weg für die Mehrheit der Menschen, einen sozialen und menschenwürdigen Weg.
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#24 Der Laie 25.01.2017 13:25
@21 B.R.
Die realistischen Lösungen zur Finanzierung der Renten liegen schon seit Jahren auf dem Tisch,nur traut sich keiner daran,diese umzusetzen.Hat der öffentliche Dienst mit 170 Abgeordneten doch eine starke Lobby im Bundestag.
Das gleiche trifft für die Finanzierung der GKV zu.
Nur in beiden Fällen müsste man davon Abstand nehmen,die wahren Kosten des hoch gehaltenen Beamtentums zu verschleiern und auf die nachfolgenden Generationen zu verlagern.
Wenn der öffentliche Arbeitgeber, wie jeder andere Arbeitgeber jetzt und sofort auch seinen Anteil zur Finanzierung der Leistungen zahlen würde,müßten die Steuern und Abgaben steigen oder es müßte mehr Effizienz zur Kostenreduzierung Einzug halten.

Die Frage ist, wer springt als erstes über seinen Schatten und macht es den Österreichern nach,es winken ja nur 80 % Pensionärs Einkommen.
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#25 pd 25.01.2017 18:07
Der Laie ich kann das alles nur dick und dicker unterstreichen, lassen Sie mich raten: Mittelständler, Handwerk?

Die Leute die hier vorwerfen, man schaffe es nicht, über den Tellerrand hinauszuschauen und die darüber referieren, wie wichtig es ist, junge Menschen mit der empirischen und theoretischen Erforschung des sozialen Verhaltens vertraut zu machen, denen fehlt oft der Blick fürs Wesentliche.

Jetzt kommt gleich ein Post wie wichtig doch soziales miteinander und somit auch die Erforschung dessen doch ist, ob man/ich lieber in einer unsozialen, neokapitalistischen Welt leben möchte oder ähnliches bla bla.

Nein, möchte ich nicht. Ich bin auch für eine soziale, hilfsbereite und mitfühlende Gesellschaft. Mir das nahe zu bringen, dazu brauchte es keinen Professor und keine theoretische Erforschung, dazu reichte die Lebenserfahrung/Forschung meiner Eltern und die damit verbundene Erziehung die ich dann genossen habe und weiter gebe.

Übrigens, erst recht habe ich nichts dagegen wenn das obere 1% zu Gunsten der 99% geschröpft wird. Leider fehlt der Glaube, dass das jemals passiert. Die handelnden Personen sind zu oft identisch oder vernetzt mit den oberen 10.000, und wer bittet schon sich selbst zur KAsse. Stattdessen gängelt man lieber immer mehr mich, und ich stehe jetzt mal stellvertretend für ein kleines Handwerksunternehmen. Bürokratieabbau? Höre ich seit Jahrzehnten! Wie das klappt? Vergessen Sie es. Mehr Kontrolle, mehr dokumentationspflichen, Statistikbögen die ich auszufüllen habe, Verkehrszeichenpläne für Minibauvorhaben, Aktenweise Sicherheits- und Gesundheitskoordination und vor allem Dokumentation, Aufbewahrungspflichten, zwischendurch dann noch Steuerprüfung, Lohnsteuerprüfung, den Zoll auf der Baustelle weil man ja 30 Jahre nicht durch Schwarzarbeit aufgefallen ist und und und und und

Ja, alles sicher mal mit Grund eingeführt worden und jeder einzelne Fachidiot hält seinen Bereich für immens wichtig und tut auch nichts lieber als das raushängen zu lassen. Herrlich!

Ein Beispiel für Zahlenliebhaber: Die Handwerkerstunde muss heute zwischen 50 und 60 Euro kosten. Davon landen im Portemonnaie des Arbeiters der die Stunde geleistet hat 10€. Der Rest ist Verwaltung, Prüfung und Steuer, ein Teil noch Versicherung die auch wieder verwaltet und geprüft wird. Von den 10 Euro gehen per indirekter Steuern nochmal ein Haufen an den Staat, bleiben dem der das eigentliche Werk verrichtet vielleicht 5€, 10% (!)

Was das eigentlich noch mit einem Bundespräsidentenkandidat zu tun hat? Naja, eine der im wesentlichen 2 Ursachen für diese Misere ist in der nicht vorhandenen Repräsentation von breiten Bevölkerungsgruppen in unserer Politik zu suchen.

Die Macher, und damit meine ich im wesentlichen Pflegekräfte, Handwerker, Erzieher(innen)etc. pp. sind auf den politischen Entscheidungsebenen deutlich unterrepräsentiert, eigentlich nicht vorhanden. Im Parlament sitzen Beamte, Berufspolitiker und Juristen und die machen zuallererst Politik für sich selber, daher immer mehr (Selbst-)Verwaltung, immer mehr Juristerei.

DIe 2. Ursache ist, dass diese Entscheidungsträger das Geld anderer Leute ausgeben ohne dabei ein nennenswertes Risiko zu tragen.

Unser ganzes System krankt an dieser Verwaltungs- und Kontrollmentalität. Die auch keinen Sack funktioniert, siehe auch das schreckliche Beispiel Berlin. Wieviele Sesselpuper haben sich mit dem Terroristen beschäftigt? Der war Thema auf diversen Konferenzen, über den wurden Dossiers angefertigt, wahrscheinlich füllt der ganze Aktenschränke. Dabei wurde leider vergessen, dass irgendjemand dem Mann auch ganz konkret und handfest auf die Finger schauen sollte.

Und weil ich gerade dabei bin, was ist die Antwort, die Idee nach so einer schrecklichen Tat? Mehr Verwaltung, mehr Kontrolle. Überall Kameras die Billionen von Daten erheben, diese werden dann am Schreibtisch ausgewertet werden müssen, sicher neben Programmen auch mit Manpower.

Aber wie wäre es für die vielleicht 1.000 Gefährder 20.000 Polizisten handfest auszubilden und die dann konkret auf die Finger schauen zu lassen?

Wie wäre es weniger zu protokulieren zu dokumentieren zu verwalten und wieder mehr zu tun?

Aber dazu bräuchte es MACHER. Arbeiter und Krankenschwestern mit dem Blick für das Wesentliche, die dem Heer von Professoren, Beamten und Juristen erklären wie es besser geht. Von letztgenannten Gruppen braucht es auch unter den Entscheidern aber vielleicht nur soviele, wie es der Bevölkerungsquerschnitt hergibt.

Hachja, Wunschtraum und Utopie. Genauso wie mein Wunsch mal nen Monat all die Anwälte, Bankchefs, Wirtschaftsprüfer und was weiß ich einfach mir ihrer Scheiße alleine zu lassen. Das würde da den Blick für die wichtigen Dinge vielleicht schärfen... (Liebe Kindergärtnerinnen, streikt doch nochmal nen paar Monate. Verdient hättet Ihr mindestens ein Richtergehalt und für euch zahle ich dann auch gerne Steuern!)

@ Der Laie

Ich muss bei Gelegenheit mal raus bekommen, wer den Pseudonym nutzt. Ich lese ihre Kommentare sehr gerne, geben mir oft das Gefühl nicht der auf der Autobahn zu sein, der von hunderten Geisterfahrern spricht, die ihm entgegen kommen.
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#26 Fredl Haimer 26.01.2017 13:23
@ der Laie und pd:

Ihre Kommentare sind unglaublich - sie strotzen geradezu von gesundem Menschenverstand :-)) Aber man kann das alles hundert - und tausendfach unterschreiben - es wird nicht viel nutzen.

Ich hatte vor einiger Zeit in einem Post schon mal geschrieben, dass das aktuelle System aus eigener Kraft nicht mehr reformfähig ist. Wie schon formuliert: Die Säue am Trog sehen keine Veranlassung, etwas zu ändern. Welche Möglichkeiten bleiben denn da noch? Die Initialzündung dazu muss von aussen kommen aber die Frage ist, wie diese Zündung ausschaut. Wobei das dann rechtlich garantiert unter Strafe steht - unsere Regierungsjuristen sind ja nicht dumm.

Mir fällt in letzter Zeit (auch wegen dem gesetzeswidrigen Handeln unserer Kanzlerette) immer das Grundgesetz ein - vorzugsweise Artikel 20, Absatz 4:

Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist

Das Recht zum Widerstand richtet sich vor allem gegen staatliche Organe selber, die versuchen, durch politische Entscheidungen (Gesetze, Maßnahmen) die gegebene Verfassungsordnung außer Kraft zu setzen, zu beseitigen oder umzustürzen.

Natürlich ist das Definitionssache und die regierungstreuen Juristen werden sicher begründen können, warum Widerstand unrechtmässig wäre.

Ich für meinen Teil sehe die Voraussetzungen für den Artikel 20 / 4 als gegeben an. Leider bin ich mittlerweile zu alt, um hier noch aktiv zu werden ...
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#27 Der Laie 26.01.2017 14:12
@pd
Gestern war im BR Fernsehen ein Bericht zu sehen, wie der staatseigene Betrieb DB Schenker vorgeht um den Mindestlohn zu unterlaufen.
Jetzt wird auch verständlich warum die DB einen politisch gut vernetzten
Herrn Pofalla benötigt.
Ja, manchmal fragt man sich wirklich,warum tut man sich das alles noch an,dann kommt das schlechte Gewissen das in all den Jahren die Familie immer zu kurz gekommen ist und man den Kindern wenigstens eine sichere Zukunft hinterlassen will.

Jetzt kommt Herr Butterwegge wieder ins Spiel, der am liebsten das gesamte Erbe staatlich vereinnahmen möchte,da die Erben ja etwas Leistungslos erhalten, das wäre ungerecht den Nichterben gegenüber.

Diese These kann man natürlich vertreten,erinnert irgend wie an einen
42 jährigen ledigen jungen gesunden Mann mit Berufsausbildung der seit 15 Jahren von Hartz IV lebt, frei nach dem Motto, Hartz IV und der Tag gehört Dir.

Was Herr Butterwegge übersieht,ist die Tatsache ein Unternehmer unternimmt etwas um am Markt bestehen zu können,da wird er sicherlich nicht bis zu letzt warten um seine Lebensleistung kostenlos der Allgemeinheit zu überlassen.

Wenn Herr Butterwegge sozialere Verhältnisse in Deutschland wünscht,
sollte er sich mal darum bemühen,das junge Familen keine Grunderwerbsteuern bezahlen müssen.Bei Immobiliengesellschaften verzichtet man ja auch darauf,diese erwerben keine Grundstücke sondern kaufen 95 % einer Gesellschaft.Die anderen 5 % gehören dann wiederrum verschachtelt einer Untergesellschaft.

Der neue Bundespräsident ist im Hinterzimmer schon ausgeklüngelt worden,warum dann aus ganz Deutschland noch über 500 Personen zum Schaulaufen nach Berlin auf Kosten des Steuerzahlers anreisen müssen, ist mir ein Rätsel.

Da aber Vergeudung von Steuergeldern noch nicht bestraft wird,wird man erst Ruhe geben,wenn die Kasse leer ist oder schickt man dann wie im Mittelalter bewaffnete Eintreiber los damit das Heer der Beamten lebenslänglich für ihre Treue auch besoldet werden kann.
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