Zevens Bernd1Kleve (4.6.2016). Er drückt der Stadt Kleve wie kein anderer seinen architektonisches Stempel auf: Jetzt will der Klever Multiunternehmer Bernd „Mom“ Zevens (Foto oben) auch den Minoritenplatz bebauen. Zusammen mit dem Klever Architekten Friedhelm Hülsmann hat er den Ratsmitgliedern und der Verwaltung Ende April auf der Wasserburg Rindern im Rahmen einer nicht-öffentlichen Veranstaltung seine Planung vorgestellt. Am Donnerstag wird sich nun der Bau- und Planungsausschuss mit der Zukunft des Minoritenplatzes beschäftigen. Ob da auch das Modell von Zevens und Hülsmann zur Sprache kommt, ist nicht gewiss. Es sollen aber von den Fraktionen erste Eckpunkte für eine Bebauung besprochen werden.
Jochen Koenen von „Zevens Grundbesitz“ bestätigte dem Kurier das Interesse an einer Bebauung des Minoritenplatzes, wollte aber keine Details nennen. Mit der Stadtverwaltung sei Stillschweigen vereinbart worden.
huelsmann-webAus den berühmten gut informierten Kreisen erfuhr der Kurier am Sonntag dennoch Details der Planung. Die Vision, die Zevens den Ratsmitgliedern präsentierte, basiert auf dem Modell, das die Architekten Friedhelm Hülsmann und Ekkehard Voss im Dezember 2014 auf Einladung des Wirtschaftsforums in der Hochschule Rhein-Waal vorgestellt hatten (Foto rechts). Allerdings hat der Entwurf einige Änderungen erfahren. Das Ziel ist weiterhin, eine Mischung aus Wohnen und Handel zu entwickeln. Das aktuelle Modell soll noch immer 5 Gebäude vorsehen, die zwischen der Volksbank und dem Rathaus entstehen sollen. Wie in der Ursprungsplanung sollen die größeren vier Gebäude so angeordnet werden, dass zwischen ihnen ein Innenhof entsteht. Allerdings nicht wie in der Ursprungsplanung ebenerdig, sondern nun in der ersten Etage. Denn die Gebäude sollen über ein gemeinsames Erdgeschoss verfügen, das genug Raum für kleinere und größere Einzelhandelsentwicklungen bietet. Über den Geschäften sollen dann Wohnflächen entstehen, u.a. auch Sozialwohnungen. Problematisch scheint aber die Planung der Tiefgarage zu werden, die unter dem Minoritenplatz entstehen und auch an die Tiefgarage des Rathauses angeschlossen werden soll. Die Bodendenkmäler unter dem Minoritenplatz sollen den Bau schwierig und teuer machen.
Ob das Zevens-Hülsmann-Modell am Donnerstag, 9. Juni, in der Bau- und Planungsausschusssitzung in der Stadthalle vorgestellt werden soll, ist nicht sicher. Wenn die Fraktionen über ihre Eckpunkte der Minoritenplatzplanung besprechen, wird man aber vermutlich absehen können, ob das Modell für sie in Frage kommt oder nicht.

Olaf Plotke (Text & Fotos)

Kommentare   

#1 Archineur 04.06.2016 07:43
Zitat: "Wie in der Ursprungsplanung sollen die größeren vier Gebäude so angeordnet werden, dass zwischen ihnen ein Innenhof entsteht. Allerdings nicht wie in der Ursprungsplanung ebenerdig, sondern nun in der ersten Etage. Denn die Gebäude sollen über ein gemeinsames Erdgeschoss verfügen, das genug Raum für kleinere und größere Einzelhandelsentwicklungen bietet"
Es handelt sich also nicht um mehrere Gebäude, sondern um ein großes Geschäftsgebäude im Erdgeschoss mit 4 aufgesetzten Wohntürmen.
Sorry, das ist nur aus der Luft gesehen das, was Hülsmann und Voss mal vorgestellt haben. Aber wer erlebt Kleve schon aus der Vogelperspektive. In Wahrheit entsteht hier im Erdgeschoss ein Riesenblock.
Verbal und im Modell kann man versuchen davon abzulenken., aber dies hat vom Erlebnis der Besucher rein gar nichts mehr mit dem 2014 vorgestellten Plan zu tun.
Im übrigen scheint man wohl wieder die großen Fehler in der Berechnung des Flächenbedarfs für Geschäfte in Kleve zu vergessen.
Es gibt diesen Bedarf nicht!!!
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#2 g.gerrits 04.06.2016 09:24
Tja,
es gibt nun mal nichts für nichts.
Das war doch klar, dass der Gönner sich seine Nettigkeiten vergolden lassen wird.
Unsere arme Innenstadt!
Naja, viel hässlicher geht es ja auch nicht mehr oder vielleicht doch?
Wir werden sehen. ...schluchz.
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#3 Der Laie 04.06.2016 13:28
Das dürfte für die Klever Bürger noch teuer werden,ein Grundstück mit Boden Denkmäler zu verkaufen mindert den Verkaufspreis.
Eine Garagen Zufahrt für das Rathaus zu fordern ohne dafür zu bezahlen,davon können doch nur Amateure träumen.

Warum hatte noch mal Willi Verhuven keine Tiefgarage im Spoy Palais gebaut,warum ist die Tiefgarage im Rilano Hotel nicht so tief gebaut worden, wie vorgesehen,warum mußten die Stadtwerke das Parkhaus Neue Mitte betreiben,weil Tiefgaragen ein Zuschuss Geschäft sind.

Ein Investor investiert Geld, um damit Renditen zu erwirtschaften und nicht um die Träumereien und Wunschvorstellungen von Kommunal Politikern zu realisieren.

Grüne Dächer als ökologische Ausgleichflächen für versiegelten Boden zu verkaufen,darauf können nur Politiker kommen die sich immer noch das Deckmäntelchen einer Grünen Partei umhängen,um das eigene Ego zu befriedigen,mit einer gelebten grünen Politik hat das nichts mehr zu tun.

Wo ist das Grün vor der Volksbank am Spoykanal,wo die schützenswerten Reste der Stadtmauer und des Netelenhorstes,nein die Klever Politiker lassen sich immer wieder von Investoren vor vollendete Tatsachen stellen.

Der Minoritenplatz wird so bebaut wie es sich für Herrn Zevens rechnet,
die Ratsverteter können dann noch wählen, ob das begrünte Dach auch einen kleinen Springbrunnen oder lieber Parkbänke aus Gußeisen erhalten sollen.
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#4 Max Knippert 04.06.2016 15:22
Die 'Denkpause für die Unterstadt' ist mit dem Ziel gegründet worden den Minoritenplatz im Rathausviertel vor neuen Bausünden zu bewahren. Seinerzeit plante ein Investor ein überdimensioniertes Gebäude in billigster Bauweise mit 100% Einzelhandel. Ein Zugeständnis dieses Investors, nach erstem großem Protest, war die Teilung ab dem ersten Geschoss. Diese Mogelpackung wurde als Hotspot, durch Frank Ruffing, bezeichnet.

Was machen Zevens Invest und Büro Hülsmann jetzt (noch) anders? Wir wissen es noch nicht im Detail, aber ab dem ersten Geschoss sollen 70 % Sozialwohnungen & 30 % frei vermarktete Wohnungen entstehen. Und aus dem Fünf Finger Modell sind jetzt 2x2 Finger plus Anbau geworden - die ab der ersten Etage als einzelne Gebaute wirken sollen... Zu erkennen ist dies vermutlich aber nur vom Satelliten aus. Diese 'sogenannte halböffentliche Fläche’ taucht jetzt vermutlich in dreifacher Ausführung als ‘Hotspot’ auf?

Zur Verdeutlichung, dieses Grundstück ist (noch) städtisch, es gehört allen 50.000 Klevern zu gleichen teilen. Pars pro toto (Ein Teil [steht] für das Ganze).

Es deutet sich leider an, das lediglich der Investor gewechselt hat, aber die städtebauliche Qualität ungenügend ist bzw. geblieben ist.

Es ist ausdrücklich begrüßenswert, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und das aus dem Hause von Barbara Hendriks 30% Zuschuss erfolgen und sich dadurch die Tiefgarage in einer Mischkalkulation überhaupt erst rechnet ist nicht Stein des Anstosses. Auch das ein Klever Investor baut ist sicher positiv, aber es sollten mehrere sein, wie viel Städteplaner in Kleve bereits angemahnt haben.

Das jedoch wiedermal - ein - Investor die Marschrichtung in Kleve vorgibt, obwohl der Rat noch nicht mal seine Eckpunkte zu Papier gebracht hat, ist nicht nur bedenklich sondern wäre letztlich ein Armutszeugnis für viele Generationen - denn es geht um unser Rathausviertel! Jede westliche Stadt der Welt stellt hier besondere Anforderungen an die Architektur, die wiederum dem Städtebau unterzuordnen ist. Diese Architektur muss dann schlussendlich von sehr hoher materieller und gestalterischer und/oder energetischer Qualität sein, um das Selbstverständnis und den Stolz Aller Klever zu verkörpern und gleichzeitig als Aushängeschild für Besucher und Teilzeitklever zu fungieren.

Der Platz, den jedes Rathausviertel umschließt, ist das Kernstück einer jeden Stadt. Für Kleve bedeutet dies, meiner Meinung nach, mindestens eine Fläche von 3000m2. Diese Fläche steht für den Stolz einer Stadt.

Zum ersten Mal seit 775 Jahren hat Kleve ein zu diesem Zweck erbautes Rathaus (ohne Zufahrt :-).
Jetzt braucht es einen Platz sowie höchste architektonische Ansprüche und Aufenthaltsqualität, ansonsten war alles umsonst aber leider nicht Kostenlos/

Alle Parteien und auch die Verwaltung wollte aus Fehlern lernen. Bis zum heutigen Tag sieht es jedoch leider überhaupt nicht danach aus.

Ich hoffe für diese Stadt, das sich dies in den kommenden tagen und Wochen grundlegend ändert.

---
www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/denkpause-offener-brief-an-sonja-northing-aid-1.6018092

www.denkpause-minoritenplatz.de/denkpause-ziele/
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#5 Martin Fingerhut 04.06.2016 22:26
Vor andertHalb Jahren haben Hülsmann & Thieme ihren Entwurf in der HRW öffentlich vorgestellt.
www.derwesten.de/nrz/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/neue-ideen-fuer-klever-minoritenplatz-id10134931.html

Schon damals war zu spüren, wie positiv das Konzept aufgenommen wurde.

Kein Wunder, denn noch kurz zuvor hatte Sontowski an fast gleicher Stelle
indiskutables präsentiert.

Im Vergleich dazu waren H&T's "Finger" recht menschlich bemessen.

Allerdings wirke wohl sogar ich "schlank" falls ich neben einem SumoRinger stehe.
Es ist alles nur eine Frage des Vergleichs.

Die 5Finger waren und sind nur ein etwas kleineres Übel als Sontowski.

Die 5Finger hatten und haben auch noch einen anderen - zweifelhaften - Vorteil :
Sie passen in den gültigen BebauungsPlan !
bis auf eine Kleinigkeit :
Das EG muß nach Süden hin eine geschlossene Front bilden.

Diese durchGehende BauLINIE war für Sontowski vorgegeben worden
und an BauLINIEN muß genau heranGebaut werden.

die Lösung ?

ganz einfach : Die 5 Finger als "Türme" auf ein gemeinsames EG pflanzen.

Von unserer Diskussion, als wir damals um die Vitrine herum standen
und das Modell studierten,
sind danach nur 3 Punkte offenGeblieben :

- Wie weit werden die Finger Richtung HafenStraße greifen ?

- Welche Fassaden sollen die Blöcke bekommen ?

- Wer wird's bauen ?

Auf die 3. dieser Fragen haben Sie, Herr Plotke, nun die - nicht überraschende - Antwort geliefert.
Mom leckt sich alle 5 Finger nach dem MinoritenPlatz.

Die Antwort auf die 2. Frage ist wohl auch klar :
Schon seit einiger Zeit werden Artikel zum MinoritenPlatz
illustriert mit Bildern vom KlosterHof im Kempen.
z.B. www.derwesten.de/.../die-neuen-ideen-fuer-den-minoritenplatz-id11717400.html
Eine Gliederung, die schmale, hohe Gebäude vortäuscht, entsprach dem Klever Geschmack schon vor 40 Jahren als die SpoyScheibe gebaut wurde.
Also 5 Finger mit "klosterHöflichen" Fassaden.

Spannend ist allein noch die 3. Frage :
Werden H&T ihr damaliges Versprechen einlösen,
nicht die ganze SontowskiFläche zuBauen zu wollen ?
Sondern den GrünStreifen in voller Breite geradeAus durchLaufen zu lassen ?
Mit nicht nur 1 WasserLauf wie bisher
sondern mit 2 parallelen ?
so wie auf dem KoekkoekPlatz ?

Oder werden sich die CDU-grünen durchSetzen,
die weit mehr zuBauen möchten ?
Wodurch die WallGrabenZone eingeschnürt würde ?
wie anno Sontowski ?
oder gar noch enger, wie es aus den "EckPunkten" der CDU-grünen folgt ?

damals :
### „Die Wallgrabenzone kann die Aufenthaltsqualität in der Stadt enorm erhöhen“, sagte Hülsmann. ###

heute ?
" Ja, es ist wichtig, daß die Menschen sich in Kleve wohlFühlen. " ?
oder
" Jeder QuadratMeter, den die Stadt zusätzlich verscheuern kann, hilft der klammen StadtKasse. " ?
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#6 Martin Fingerhut 05.06.2016 12:43
### Ob das Zevens-Hülsmann-Modell am Donnerstag, 9. Juni, in der Bau- und Planungsausschusssitzung in der Stadthalle vorgestellt werden soll, ist nicht sicher. ###

Nun, es wäre wohl selbst für Kleve zu dreist,
Hülsmann & Mom persönlich ihr Projekt präsentieren zu lassen.

Diese Arbeit übernehmen gerne die CDU-grünen.

Deren EckPflöcke, die sie in den MinoritenPlatz rammen, gibt's auf :

rat.kleve.de/C1257CF60039C976/html/E2BBACA9306D068AC1257FC300320207/$FILE/Minoritenplatz Eckpunkte Grüne_CDU_1.pdf

zum Vergleich :
Der Bericht über H&T's Präsentation 2014 in der NRZ
www.derwesten.de/nrz/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/neue-ideen-fuer-klever-minoritenplatz-id10134931.html


EckPflock #1 :
Es sollen ### mehrere gegliederte Baukörper geschaffen werden,
die eine Durchgängigkeit zwischen Wallgraben und Fußgängerzone gewährleisten. ###
### Offene, allgemein zugängliche Höfe ###
H&T 2014 :
### Die Gebäude sollen zur Wallgrabenzone hin offen sein und selbst kleine Höfe bilden ###

EckPflock #2 :
### Räume sollen sich auch zur Innenstadt/Fußgängerzone öffnen ###
H&T 2014 :
Betonte in seinem Vortrag das gleiche, es steht lediglich in der NRZ nicht.

EckPlock #3 :
### Es sollen eingefasste Plätze geschaffen werden ###
H&T 2014 :
### Die Gebäude sollen [...] kleine Höfe bilden ###

EckPlock #4 :
### Kleingliedrigkeit soll durch Materialwechsel in der Fassade geschaffen werden. ###
H&T 2014 :
### „Was man auf jeden Fall vermeiden muss, ist Monotonie“ ###

EckPlock #5 :
### Die vertikale Gliederung soll durch die Fassade und Vor- und Rücksprüngen hervorgehoben werden ###
H&T 2014 :
Wiesen auf die Möglichkeiten der Gliederung hin, das gibt die NRZ damals allerdings nicht wieder.
Doch die CDU-EckPunkte illustriert sie passend mit einem Bild vom KlosterHof in Kempen :
www.derwesten.de/img/incoming/crop11717399/791335115-cImg0273_543-w616-h225/Klosterhof-Kempen-am-Niederrhein.jpg

Hülsmann & Mom werden also gut vertreten sein
und brauchen gar nicht selber aufs Podium zu steigen.

### Wenn die Fraktionen über ihre Eckpunkte der Minoritenplatzplanung besprechen, wird man aber vermutlich absehen können, ob das Modell für sie in Frage kommt oder nicht. ###
Jau !

Die CDU-grüne Koalition hat die Mehrheit.
Sie kann und wird ihre EckPflöcke in den MinoritenPlatz einrammen.
Dann können bald die Bagger rollen.
Wozu sonst brechen sie jenes reguläre Verfahren ab,
in dem ein WorkShop versprochen wurde,
und starten stattDessen ein neues im TurboGang ?
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#7 Martin Fingerhut 05.06.2016 14:01
in #6 ist der Link zu den EckPflöcken der CDU-grünen zerhackt worden.

neuer Versuch :

rat.kleve.de/.../Minoritenplatz%20Eckpunkte%20Gr%C3%BCne_CDU_1.pdf
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#8 Martin Fingerhut 05.06.2016 21:42
Die EckPunkte der SPD
rat.kleve.de/C1257CF60039C976/html/E2BBACA9306D068AC1257FC300320207/$FILE/Eckpunkte%20Minoritenplatz%20SPD_1.pdf
sind meist vager als jene der CDU.

am konkretesten :
### Es sollten nur zwei Baukörper entstehen, die nicht zu eng aneinander stoßen
um eine durchgängigen Charakter des Platzes zu bewahren. ###

Soll " nur 2 BauKörper " heißen
" keine 5 Finger getrennt nebenEinander " ?
Dann würde - welch Zufall - das durchGehende EG passen,
denn das wäre ja nur 1 einziger BauKörper,
wenn auch mit 5 aufgepflanzten Fingern.

Falls es heißen soll :
" Im EG muß ein DurchGang bleiben ! "
dann ahnen wir schon wie das geht :

Wer erinnert sich noch an jenen Plan C,
für den die Klever Bürger mal gestimmt hatten ?
An jener Stelle, wo heute Mom's Palace alles blockiert, sollten eigentlich 2 getrennte Häuser stehen.
Mit einer Gasse zwischen ihnen, damit der DurchGang erhalten bleibe.

Wie ist das gelöst worden ?
Mitten durch Mom's Palace hindurch besteht ein WegeRecht für die Allgemeinheit !
Wußten Sie schon, daß ein Teil von Mom's Foyer quasi öffentlicher Raum ist ?

Ferner fordert - nicht nur - die SPD :
### Im Erdgeschoss sollte innenstadtverträglicher Handel entstehen ###
Ach ja, da gibt's immer noch ein EinzelHandelsKonzept,
in dem steht, Kleve bräuchte angeblich noch mehr EinzelHandelsFlächen.
insbesondere ganz große.
H&T's 5 Finger waren zu schmal für solch große Läden.
Auch aus diesem Grund muß das EG über die ganze Fläche gehen.
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#9 Martin Fingerhut 06.06.2016 08:34
Die FDP "eckPunktet" am knappsten :
rat.kleve.de/C1257CF60039C976/html/E2BBACA9306D068AC1257FC300320207/$FILE/Eckpunkte%20Minoritenplatz%20FDP_1.pdf

- an bestehende InnenStadt anbinden
- in die Umgebung einfügen
- für EinzelHandel und Wohnen

Insbesondere soll kein massiver Solitär gebaut werden,
sondern mehrTeilige und abwekslungsReiche Architektur wird gewünscht.
Das auf ein durchGehendes EG gehievte 5FingerModell mit "klosterHöflicher" Fassade
dürfte Abwekslung genug bieten.
MehrTeilig ist es - siehe KlosterHof - zwar erst ab dem 1.OG,
doch ein durchGehendes EG ergibt sich auch aus den Forderungen der FDP :
" Großflächige und flexibel einsetzbare Einzelhandelsflächen ".

Auch die FDP bildet sich noch ein,
damit " Kleve als Einkaufsstadt stärken " zu können.

Das liegt wohl am "EinzelHandelsKonzept",
das der Rat mit den Stimmen der CDU-grünen, SPD und FDP vor andertHalb Jahren beschlossen hat.

Dabei ist dieses "EinzelHandelsKonzept" von Grund auf Makulatur,
weil u.a. darin noch nicht einmal richtig addiert wird.
Doch das ficht die - in mehreren Bedeutungen - "satte" Mehrheit unseres Rates nicht an.
Sie setzt auf pure Sturheit und leugnet sämtliche der offensichtlichen Fehler.
Da können die offenen Klever noch so oft und noch so deutlich auf die Fehler im Konzept hinweisen.
Die anderen wollen es einfach nicht wahrNehmen.

Eigentlich heißt es :
" Wer nicht hören will, muß fühlen. "

Die RatsMehrheit macht es sich bequemer :
Weil sie nicht hören will, bekommen am Ende wir Klever die Folgen zu spüren.

Wir werden - bestenfalls - eine SpoyScheibe 2.0 dort stehen haben,
wo im Moment noch FreiRaum für sinnVolle Planungen wäre.

Alle paar JahrZehnte wird ein technischer BayGeordneter im Rat einen RegenTanz aufFühren,
um zu beschwören, wie toll alles nun endlich doch noch werden würde.

Aber wie heißt es in Kleve bei allem vorherSehbaren Murks ?
- hinterHer !?

" Das hat doch niiieeemmmaaannd ahnen können ! "

So wird am MinoritenPlatz wieder eine Chance vermurkst !
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#10 Bernd Derksen 09.06.2016 22:17
> Ob das Zevens-Hülsmann-Modell am Donnerstag, 9. Juni, in der Bau- und Planungsausschusssitzung in der Stadthalle vorgestellt werden soll, ist nicht sicher. >

Es wurde nicht vorgestellt.
Der "Souverän" (S. Northing über den Stadtrat) darf sich sein Herrschaftswissen ;-) doch nicht nehmen lassen... Wo kämen wir denn hin, wenn Normalbürger auf Augenhöhe Einblick nehmen und sich Meinungen bilden könnten? ;-)
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#11 Martin Fingerhut 13.06.2016 09:50
@ #10 Bernd Derksen :
### Es wurde nicht vorgestellt. ###
Dennoch spielte es eine HauptRolle, wenn auch nicht offen sondern nur unterGründig.
Die EckPunkte der CDU-grünen geben ziemlich genau das wieder, was Mom bauen will.
Daß jeder dies leicht vergleichen kann,
verdanken wir dem investigativen Journalismus.

Wie wäre die Sitzung verlaufen OHNE Herrn Plotke's obigen Artikel ?
Dann hätten wohl alle um den heißen Brei herumReden müssen.
So, wie beim nächsten TagesOrdnungsPunkt, der ehemaligen Post an der Hagschen Straße.
Zu der gar nicht öffentlich diskutiert werden konnte,
weil eine der drängenden Fragen
erst im geheimen Teil der Sitzung gestellt werden durfte.

Für den MinoritenPlatz hingegen waren Roß und Reiter Dank Herrn Plotke längst bekannt
und deshalb konnte frei debattiert werden.
Die RatsMenschen konnten offen sprechen.

Frau Northing berichtete,
Mom habe eigentlich ausschließlich die Verwaltung informieren wollen.

DAS entspricht alter Klever Sitte.
Manche würden sagen : Klever GutsHerrenArt.

Als erstes die Verwaltung informieren.
Dann jede Fraktion einzeln bearbeiten.
Und die Bürger ganz zum Schluß vor vollEndete TatSachen stellen.

Frau Northing hat die Tradition durchBrochen :
Sie hat durchGesetzt,
daß Verwaltung und Rat ZUGLEICH informiert wurden.

Die offenen Klever wollten den nächsten Schritt gehen :
Sie haben Mom vorgeschlagen,
wenn er schon in ihre FraktionSitzung kommen will,
um seine Pläne zu präsentieren,
dann würden Sie diese FraktionsSitzung öffentlich abhalten,
damit alle Bürger Mom's Pläne kennenLernen könnten.
Doch das hat Mom kategorisch abgelehnt.
Wie was das mit der GutsHerrenArt ?

Nun wird Frau Northing sich dafür einsetzen,
daß Mom endlich die Bürger informiert.

### Wo kämen wir denn hin, wenn Normalbürger auf Augenhöhe Einblick nehmen und sich Meinungen bilden könnten? ###
Ja, "AugenHöhe" . . .
dazu müßte sich Mom arg weit herunter beugen.
Ob es sich so weit herabLassen wird ?

Dürfte ihm ziemlich knirschen im Genick.
Aber etwas Bewegung soll gutTun.
Denn was nicht beweglich wird, kann brechen.
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#12 Martin Fingerhut 01.07.2016 15:59
Endlich ist es sogar "amtlich" :
Die Rijnische Prawda ( Prawda = Wahrheit ) berichtet,
daß Mom eindeutig seine 5Finger weiter im Spiel hat :

www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/fuenffingermodell-bleibt-das-vorbild-aid-1.6087295

Schade, daß die OnLineVersion leider nur ein wenig informatives DrohnenFoto zu bieten hat.

AusnahmsWeise lohnt es sich,
die gedruckte Ausgabe beim Nachbarn aus der Tonne zu angeln :
Dort gibt es ein Art "GrundRiß" der 5Finger.

Dieser "FingerAbdruck" ist zwar ein wenig kleiner geraten als die wahre Dimension und auch das durchGehende ErdGeschoß fehlt völlig,
dennoch vermittelt das Bild einen ersten Eindruck dessen,
was demnächst uns allen bevorsteht.

Danke, Mgr. Grass, daß Sie die Recherchen des Kurier's so trefflich bestätigen.
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#13 Martin Fingerhut 04.07.2016 11:44
vor 3 1/2 Jahren nannte Olaf Plotke einen Artikel :
### Das undurchsichtige Spiel um den Minoritenplatz ###
( www.kurier-am-sonntag.de/notizblog/5228-das-undurchsichtige-spiel-um-den-minoritenplatz )

wirklich undurchSichtig ?
Ist die Strategie nicht doch reichlich durchSchaubar ?

kurze Kronologie :
2012 :
Die 2009 von den Bürger ausgewählte Planung der ArbeitsGruppe "ASTOC" ist bereits in wesentlichen Punkten über den Haufen geworfen.
2 Bereiche sind zu EINER übergroßen Fläche zusammenGefaßt.

- September :
Die Firma Sontowski aus Erlangen stellt ihre Pläne für diese Fläche vor.
In der StadtHalle ernten Sontowski und Rat heftigen Protest.

2013 :
Der Widerstand gegen den "Sontowski-Klotz" steigert sich,
trotzDem beharrt der Rat auf diesem Projekt.
Sontowski versucht, den Widerstand zu mildern,
inDem der geschlossene Klotz ab dem 1. OG durch eine Kerbe geteilt wird.
Erst in seiner DezemberSitzung beschließt der Rat,
" Sontowski keinen Zuschlag zu erteilen ".
endgültig nicht oder nur NOCH nicht ?

2014 :

- Januar/Februar :
Obwohl Sontowski ( noch ? ) keinen Zuschlag erhalten hat,
wird der BebauungsPlan, der für Sontowski maßGeschneidert ist, unverdrossen durchgesetzt.
Gravierende Fehler, auf die mehrfach hingewiesen wurde, werden stur ignoriert.

- August bis Dezember :
Um die beachtlichen Fehler im B-Plan zu korrigieren
wird beschlossen, den B-Plan zu ändern.
Dabei sollen die Ideen, Vorschläge und Wünsche der Bürger einfließen.
Dazu soll es Anfang 15 einen WorkShop geben.

- Dezember :
Das Büro Hülsmann und Thieme stellt sein 5FingerModell vor :
5 längliche, mehrgeschossige Gebäude auf dem MinoritenPlatz,
mit Gassen dazwischen, sogenannten "Höfen".
Im Vergleich zum massiven Klotz von Sontowski
werden die 5Finger als noch einigerMaßen erträglich aufgenommen.
Bei dieser Veranstaltung wiederholt der technische Beigeordnete, J. Rauer, sein Versprechen,
den BürgerWorkShop werde es " im Januar, spätestens im Februar " geben.

2015 :
Die Bürger warten vergeblich auf den WorkShop.
Sie werden hingehalten.
Neu erfunden wird, angeblich müsse erst die Politik den Rahmen für den WorkShop abstecken.
Darauf werde seit Monaten gewartet, behauptet Rauer.
Auch viele RatsMitglieder sind überrascht.
Trotz mehrmaliger Mahnung Rauer's reicht keine einzige Fraktion die plötzlich verlangten "EckPunkte" ein.

2016 :

- April :
Endlich tauchen die ersten "EckPunkte" auf.
Wer allerdings geglaubt hatte, damit könne nun endlich der WorkShop beginnen, wird spätestens im Juni bitter enttäuscht. ( s.u. )
StattDessen passen die "EckPunkte" der CDU-grünen wie ein HandSchuh über die 5Finger,
die anno 14 Hülsmann präsentiert hatte - mit gewissen Änderungen.
Kurz darauf bietet Mom der Verwaltung an, exclusiv der Verwaltung seine Pläne zu präsentieren.
Das scheint bis dahin so üblich gewesen zu sein.
Die neue BürgerMeisterin lehnt das ab.
Sie setzt durch, daß zumindest der Rat gleichZeitig informiert wird.
Ende April gibt es dazu eine besondere Veranstaltung in der WasserBurg.
Leider hinter strikt verschlossenen Türen.
Bürger - selbst altGediente ParteiRecken - bleiben ausgeschlossen.

- Mai :
Wie wohl auch üblich tingeln Mom und/oder Hülsmann durch die FraktionsSitzungen,
um für ihr Projekt zu werben.
Allein zu den offenen Klevern kommen sie nicht,
weil dort die FraktionsSitzung öffentlich sein sollte,
soDaß auch jeder interessierte Bürger hätte erfahren können,
was aus dem MinoritenPlatz werden soll.
Nein, um Himmels Willen dürfen die Bürger nicht erfahren, was ihnen blüht !
Allerdings sickert auch von dort, wo die Fraktionen im strengGeheimen tagten, einiges durch.
Erheblichste Änderung gegenÜber den 5Fingern in der Version 2014 :
Im ErdGeschoß wird die gesamte Fläche durchGehend zugebaut.
Die scheinbare Auflockerung gegenÜber dem SontowskiKlotz beginnt erst ab dem 1. OG.
Im Grunde nichts anderes als Sontowski mit 2 Kerben statt nur einer.
Das EG wird nach wie vor ein gigantischer Block.
Nach und nach rücken auch die anderen Fraktionen mit ihren "EckPunkten" heraus
- alle sind wie für Mom gemacht.
Welch Wunder !
Allein die offenen Klever räumen Mom nicht genügend Platz ein,
dafür aber als einzige den Bürgern :
Die Bürger sollen sich intensiv beteiligen können.
Die "EckPunkte" der OK sind ein Beitrag zur Diskussion
und keine Bevormundung.

- Juni :

09. : BauAusschuß :
Alle Fraktionen säuseln das Lied der BürgerBeteiligung.

15. : HauptAusschuß :
CDU-grass-grüne und SPD lehnen es vehement ab,
die Bürger ernsthaft zu beteiligen.
Sie verstehen die "EckPunkte" wie ein LaufStällchen,
in das sie die Bürger hineinSetzen
und aus dem diese nur ja nicht rausKrabbeln dürfen !
Stellen sich CDU, SPD und einstMals grüne "mündige Bürger " mit Schnuller im Mund vor ?
Die offenen Klever plädieren weiter für echte Beteiligung statt Bevormundung.

- 23. : ArbeitsGruppe :
Hinter verschlossenen Türen tagt eine ArbeitsGruppe aller Fraktionen mit der Verwaltung.
Die EckPunkte, die ohneHin schon fast deckungsGleich mit Mom's Projekt waren,
werden zu einem einzigen "LaufStällchen" zusammenGedengelt.

- 29. : Rat :
Das Verfahren, in dem der WorkShop beschlossen und versprochen worden war,
wird endgültig ins Grab geschubst.
Das zusammenGedengelte EckPunkteLaufStällchen wird als verbindlicher Karzer beschlossen.
Als die offenen Klever auf doch noch ein bißchen Beteiligung hoffen,
bekommen sie zur Antwort :
" Sie haben das Verfahren wohl nicht verstanden. " !

Ausblick :
Im September soll die Verwaltung 2 Alternativen vorstellen.
Im Rahmen der EckPunkte gibt es kaum noch SpielRaum.
Die "beiden" Alternativen können sich kaum unterscheiden.
Danach werden die Bürger in die StadtHalle eingeladen.
Laut Herrn Rauer zu einer BürgerInformation :
Ihnen soll vorgesetzt werden, was, wann und wie gebaut wird.
" Friß oder stirb ! "

Warten wir ab, ob die Bürger das einfach so schlucken ...
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#14 Christian Heinrich 04.07.2016 15:47
Herr Fingerhut,

wieso sollten sich die Klever ablehnen? Vermutlich tritt doch kein fremder Investor an. Stattdessen ein Arbeitgeber. Ich schätze die Klever werden aus dem Grund keine weitere 'Denkpause' fordern. Da geht es um Vertrauen, ja und das, ob es nun gefällt oder nicht, hat der Investor vor Ort doch sicher.

Der Minoritenplatz, davon bin ich überzeugt, ist fast schon verloren. Bei weiteren Schritten können sich aber die Verantworlichen selbst ein Beinchen stellen. Sehen Sie es positiv: Unwahrscheinlich ist das dort vermutlich nie.

Oder Sie liefern ein Konzept, das Menschen wie ich finanzieren wollen. Aber da fehlte wohl die Zeit? Ich glaube, viel Zeit ha die 'Denkpause' nicht mehr. Schade natürlich!

LG
Christian Heinrich
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#15 ??? 04.07.2016 23:06
Die "Denkpause" achtet nur auf eigene "PR" (Presse-Rummel).......
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#16 Martin Fingerhut 11.02.2017 10:32
der nächste Schritt, um den MinoritenPlatz zu verbauen :

vom 01. bis 17. März die sogenannte " frühZeitige Beteiligung ".

( www.kleve.de/de/aktuelles/minoritenplatz-fruehzeitige-buergerbeteiligung/ )

Deshalb trifft sich die DenkPause am MonTag, 13., um 19:00 im KolpingHaus.
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#17 Martin Fingerhut 14.03.2017 22:47
Der Kurier ist zwar leider gestorben, aber er wird - sozusagen posthum - bestätigt :

www.kleveblog.de/frueher-hase-faengt-die-moehre-architekten-huelsmann-thieme-preschen-mit-minoritenplatz-planung-vor/

Plotke profezeite,
der Bau werde auf dem 5FingerModell basieren.
und siehe da :
so ist es !

Es ist lediglich 1 Finger gekappt.
Bleiben 4 Finger.

Plotke profezeite :
" eine Mischung aus Wohnen und Handel "
Bingo !

Plotke profezeite :
" Über den Geschäften sollen dann Wohnflächen entstehen, u.a. auch Sozialwohnungen. "
Treffer !

Plotke profezeite :
Innenhof nicht ebenerdig, sondern in der ersten Etage.
Genau so ist es !

Plotke profezeite :
" gemeinsames Erdgeschoss "
Ja ! je 2 der Finger auf einem gemeinsamen, durchgehenden EG.

auch #1 Archineur behält Recht :
" Erdgeschoss mit 4 aufgesetzten Wohntürmen.
Sorry, das ist nur aus der Luft gesehen das, was Hülsmann und Voss mal vorgestellt haben. Aber wer erlebt Kleve schon aus der Vogelperspektive.

und ebenso :
" Im übrigen scheint man wohl wieder die großen Fehler in der Berechnung des Flächenbedarfs für Geschäfte in Kleve zu vergessen.
Es gibt diesen Bedarf nicht!!! "
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