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Von Olaf Plotke

Tausende junge Fans werden sich jetzt ihre Karten für das Courage-Festival sichern wollen. Immerhin steht mit Lena Meyer-Landrut bereits ein absoluter Top-Star fest. Die Webseite des Festivals selber sollten sie für den Kartenkauf besser nicht nutzen, wenn man dem Piraten-Kreistagsmitglied und Informatiker Tim Reuter glauben darf (siehe Artikel unten). Er hat die Webseite getestet und kommt zu einem vernichtenden Urteil: Die Sicherheitslecks der Seite sind so groß, dass man die Seite eigentlich sofort abschalten sollte. Wer Karten kauft, sollte es also besser hier nicht online machen. Datendiebe könnten alle sensiblen Daten problemlos abgreifen. Das gilt übrigens nicht nur für die, die erst noch Karten kaufen wollen, sondern für viele tausend junge Leute, die sich in den letzten Jahren auf der Seite bereits registriert haben. Wenn sich Reuters Prüfergebnisse bewahrheiten, ist das für die Kreisverwaltung mehr als eine Blamage. Wer seine Daten dem Kreis Kleve anvertraut, muss sicher sein können, dass damit sensibel umgegangen wird. Da gibt es auch keine Ausreden. Der Kreis sollte umgehend handeln und Reuters Kritik ernstnehmen. Dazu gehört auch, die Webseite bis zum Ende einer hoffentlich baldigen Prüfung abzuschalten. Die Sicherheit der Daten unserer Kinder wiegt schwerer als das Interesse an einem vollen Courage-Festival.

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Von Olaf Plotke

Barbara Hendricks hat für den Krieg gestimmt. Natürlich sagt sie das nicht so, man spricht offiziell von einem „Einsatz bewaffneter deutscher Streitkräfte zur Verhütung und Unterbindung terroristischer Handlungen“. Aber natürlich ist es ein Krieg, in den unsere Soldaten ziehen, um dort ihr Kriegshandwerk auszuüben. In der Weihnachtszeit reden wir vom Frieden und werfen Bomben. Wir wollen den Frieden herbeibomben und knien mit gefalteten Händen in der Kirche und feiern die Ankunft des Erlösers, des Friedensfürsten Jesus. Wie war nochmal seine Friedensbotschaft? Bomben werfen und Menschen erschießen, bis endlich Ruhe im Karton ist? Nein, er predigte: „Wenn Dir einer auf die rechte Wange schlägt, dann biete ihm auch noch die andere dar.“ Jesus wurde dafür verlacht, verhöhnt, gekreuzigt. Und auch heute noch gelten die Pazifisten als Spinner. So wie der Klever Friedensaktivist Wilfried Porwol, der sich für sein Engagement für den Frieden sogar schon vor Gericht verantworten musste. Das Perfide ist: Wer vom Krieg spricht, erscheint uns rational und logisch, wer vom Frieden redet verrückt. Der Krieg geht weiter. Der Frieden aber gefährdet Arbeitsplätze und Wirtschaft, z.B. an den Nato-Standorten in Kalkar und Uedem. Und so beten wir fromm nicht für den Frieden, sondern dafür, dass unsere Soldaten gesund zurückkommen.

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Von Michael Terhoeven

Ich bin schon drin gewesen, in der neuen Zentrale der Volksbank Kleverland. Und als ich aus der obersten Etage einen Blick auf den Minoritenplatz, das Rathaus und das Haus Koekkoek werfen konnte, wurde mir klar, wie wichtig und richtig es war, dass die Klever Politik am Ende doch noch „Nein!“ zum Bau des Einkaufszentrums gesagt hat. Aus dieser etwas anderen Perspektive wird nämlich deutlich, wie wenig Fläche von diesem einstmals großen Platz schon jetzt nur noch übrig ist. Denkt man sich noch den einst von Sontowski angestrebten Bau hinzu, wäre das von Manfred Palmen im Zuge der Minoritenplatz-Diskussion an die Wand gemalte Bild vom Klever Grand Canyon womöglich schon gruselige Realität. Das potthässliche Rathaus mit seiner dunklen Gefängnis-Optik ist schließlich schon Bausünde genug. Ein Eindruck, der sich beim Blick von oben bestätigt. Für mich stellt sich mehr den je die Frage, ob der Minoritenplatz überhaupt in Gänze bebaut werden muss? Der Vorschlag der Offenen Klever, auf dem derzeitigen Parkplatz Platz für einen Erlebnispark zu schaffen, hat für mich nach diesem Perspektivwechsel noch einmal deutlich an Charme gewonnen. Übrigens: Auch aus dem Treppenhaus der neuen Volksbankzentrale kann dieser Blick „genossen“ werden. Wagen Sie doch auch mal den Perspektivwechsel!

olafplotke

Von Olaf Plotke

Über das geplante Wohn- und Geschäftshaus von Josef Schoofs auf dem Emmericher Neumarkt kann man wirklich keine Satiren mehr schreiben. Man braucht auf den Karnevalssitzungen der  neuen Session einfach nur die  Zeitungsausschnitte der letzten Jahre vorzulesen über angeblich durchschlagene Knoten, Grundstückskäufe, immer neuen Fristen für Unterschriften, Daten für den Baubeginn usw. Der Neumarkt ist so etwas wie Emmerichs Variante des Berliner Flughafen-Versuchs. Vielleicht sollte man mal eine spezielle Stadtführung ausarbeiten, die Besuchern Emmerichs absurdeste Baustelle zeigt. Dann wäre der ganze Driss mal zu was gut. Aber jetzt soll es ja angeblich aufwärts gehen. Denn Investor Schoofs hat mehr oder weniger in letzter Minute die Unterschrift vorgelegt, die ihm die Abstandsunterschreitung zum Deutsche Bank-Gebäude erlaubt (siehe Seite 3). Es überrascht uns wenig, dass nun doch noch eine Unterschrift fehlen soll - nämlich die von der Deutschen Bank selbst, die in dem Gebäude nur Mieter ist. Die soll bis zum 15. Dezember vorliegen. Blicken Sie noch durch? Ich würde Ihnen ja gerne sagen, was ich über dieses Projekt und die Beteiligten wirklich denke, aber ich fürchte, ein Teil meiner Aussagen würde Sie sehr verunsichern...

olafplotke

Von Olaf Plotke

 Die Wahl von Günter Pageler zum neuen 1. stellvertretenden Bürgermeister Kalkars kann man wohl als Absage an eine enge Zusammenarbeit mit der SPD werten. Da zur Stichwahl die Forumskandidatin Britta Schulz Unterstützung von SPD, Grünen und FBK erhalten hatte, war über ein großes Bündnis im Rat spekuliert worden. Aber das Forum brauchte die SPD nur, um die Bürgermeisterwahl zu gewinnen. Zusammen mit Grünen und FBK verfügt das Forum nämlich nun im Rat über eine Mehrheit. Es ist zwar nur eine Stimme, aber diese Situation bringt die beiden nach eigenem Verständnis „großen Parteien“, CDU und SPD, in eine ganz dumme Situation. Entweder sie fahren nun 5 Jahre lang gemeinsam Fundamental-Opposition oder wollen doch nicht nur zuschauen - dann müssen sie aber mit dem Forum reden. Fordern können sie aber nichts. Das Forum braucht weder CDU noch SPD. Wenn Forum, Grüne und FBK eine stabile Allianz etablieren und auch wirklich was in Kalkar bewegen, dann könnte das Signal an die Wähler in 5 Jahren lauten: Die Volksparteien CDU und SPD werden auf kommunaler Ebene nicht mehr gebraucht. In der Repräsentation der Stadt wird es schon jetzt sichtbar: Die SPD ist ganz raus und der CDU-Mann darf nur dann ran, wenn ihn Forum und FBK lassen. Wer in Kalkar hätte das vor zwei Jahren für möglich gehalten...

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Von Olaf Plotke

 Die Wahl von Günter Pageler zum neuen 1. stellvertretenden Bürgermeister Kalkars kann man wohl als Absage an eine enge Zusammenarbeit mit der SPD werten. Da zur Stichwahl die Forumskandidatin Britta Schulz Unterstützung von SPD, Grünen und FBK erhalten hatte, war über ein großes Bündnis im Rat spekuliert worden. Aber das Forum brauchte die SPD nur, um die Bürgermeisterwahl zu gewinnen. Zusammen mit Grünen und FBK verfügt das Forum nämlich nun im Rat über eine Mehrheit. Es ist zwar nur eine Stimme, aber diese Situation bringt die beiden nach eigenem Verständnis „großen Parteien“, CDU und SPD, in eine ganz dumme Situation. Entweder sie fahren nun 5 Jahre lang gemeinsam Fundamental-Opposition oder wollen doch nicht nur zuschauen - dann müssen sie aber mit dem Forum reden. Fordern können sie aber nichts. Das Forum braucht weder CDU noch SPD. Wenn Forum, Grüne und FBK eine stabile Allianz etablieren und auch wirklich was in Kalkar bewegen, dann könnte das Signal an die Wähler in 5 Jahren lauten: Die Volksparteien CDU und SPD werden auf kommunaler Ebene nicht mehr gebraucht. In der Repräsentation der Stadt wird es schon jetzt sichtbar: Die SPD ist ganz raus und der CDU-Mann darf nur dann ran, wenn ihn Forum und FBK lassen. Wer in Kalkar hätte das vor zwei Jahren für möglich gehalten...