olafplotke mterhoeven

Von Olaf Plotke & Michael Terhoeven

Mit dem Erzählen kommt es nie an ein Ende. Egal, wie viele Artikel man geschrieben hat, stets ist da noch die eine Geschichte, die noch nicht erzählt wurde. Und es ist ja nicht eine, es sind unendlich viele. Solange es Menschen gibt, wird es Geschichten geben, die man aufschreiben kann. Der Kurier am Sonntag hat genau das immer versucht: Die Menschen und ihre Geschichten abzubilden. Und so haben wir über den Karneval genauso berichtet wie über die Lokalpolitik. Denn alles das geht uns an, es hat mit uns zu tun.
Kritisch, provokant, gelegentlich auch frech begleiteten wir Themen, die die Menschen, die Städte und Gemeinden, den Kreis Kleve bewegten. Vor allem die Politik lieferte uns regelmäßig (wenn auch nicht immer freiwillig) exklusiven Stoff für die Seite eins: der Minoritenplatz in Kleve, das Rathaus der Schwanenstadt, der Gocher Haushalt, das Neumarkt-Projekt in Emmerich - es sind Geschichten, die noch nicht zu Ende erzählt sind. Es werden noch einige Kapitel folgen und wir sind gespannt, ob es gute oder schlechte werden. Wir werden das aufmerksam verfolgen. Aber dann nur noch als Zuschauer. Nach 21 Jahren ist das heute der letzte Kurier am Sonntag. Und so ist zumindest diese Geschichte nun zu Ende erzählt.

Kommentare   

#1 Martin Fingerhut 25.12.2016 16:21
An sich sind diese AnSichten von Olaf Plotke & Michael Terhoeven,
daß nie zu Ende erzählt werden kann,
nur die Verpackung,
in welcher die traurige Nachricht versteckt ist :
### Nach 21 Jahren ist das heute der letzte Kurier am Sonntag. ###

schlechte AusSichten für Kleve.

Ohne den Kurier wird es in Kleve an EinBlicken fehlen,
die zu EinSichten führen.

Entscheidend für den Unternehmer dürfte sein, was er beim Sichten der Zahlen erkennen mußte.
Entscheidend für uns Klever ist, was wir nicht mehr zu Gesicht bekommen werden.
Was für uns nicht mehr zu erkennen sein wird.

Wir können nicht mehr einfach im Kurier nachSehen,
was die HofJournaille verbrähmt,
was sie am liebsten ganz verschweigt.

Dem Unternehmer müssen wir nachSehen,
daß er so entschieden hat.

Dem Kurier werden wir bedauernd nachSehen.

Herrn Plotke und Herrn Terhoeven können wir nur nachBlicken, nachWinken
unseren Dank und die besten Wünsche nachRufen.

Ein NachRuf auf eine wichtige Institution in Kleve
und auf engagierten Journalismus.

Das Ende des Kurier's ist vielleicht typisch für die aktuelle Lage.
vielleicht symptomatisch.
vielleicht konsequent.

Die WahlErgebnisse weltWeit der vorigen Monate liefern den AusBlick auf die der nächsten Jahre.

Information und Vernunft sind nicht mehr "in".
sondern ScheuKlappenSchmalSpurBlindheit.

Der Kurier lieferte SeitenBlicke, links und rechts von eingetrampelten Pfaden.
Doch bei den Trampeln dieser Welt
ist nur noch der TunnelBlick durchs kohlPechRabenSchwarze lange, enge OfenRohr gefragt.
Das Rohr jenes Ofens, auf dem SchleimSüppchen gequirlt und StammTischParolen hochGekocht werden.

Das Ende des Kurier's ist vielleicht typisch für die aktuelle Lage.
vielleicht symptomatisch.
vielleicht konsequent.
vielleicht besser so.

das Ende einer Ära.

nicht nur des Kurier's.

nicht nur in Kleve.
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