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Von Olaf Plotke

Ich finde den Flughafen in Weeze toll. Die Welt ist für uns im Kreis kleiner und unsere Region größer geworden, sie hat an Bedeutung gewonnen. Viele hunderttausend Menschen landen hier jedes Jahr, gehen in unseren Restaurants essen, schlafen in unseren Hotels, kaufen in unseren Geschäften ein. Ich finde, dass der Flughafen ein Erfolgsprojekt ist. Ja, dass der Kreis 24 Millionen Euro in den Flughafen gebuttert hat, ist nicht optimal. Aber das Geld ist nicht verbrannt worden. Es ist noch da, es steckt im Flughafen. Buchhalterisch ist das sowieso alles in Ordnung, aber auch sonst: Der Flughafen ist für uns ein Gewinn. Die Geheimniskrämerei des Kreistags und der Kreisverwaltung allerdings rund um die 24 Millionen Euro ist eine Unverschämtheit (siehe Artikel unten). Immerhin handelt es sich hier um das Geld der Bürger. Dass der Kreistag seinen eigenen Kontrollverlust beschließt, ist kaum zu begreifen. Das alles mag aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll sein. Aber die mangelnde Transparenz macht es Kritikern leicht, das Projekt anzugreifen. Kommt der Flughafen jemals wieder in Turbulenzen, kommen auch die verantwortlichen Kreispolitiker ins Trudeln. Von der Öffentlichkeit werden sie kein Verständnis mehr erwarten können. Sie haben dem Bürger zu deutlich gezeigt, dass sie auf seine Meinung keinen Wert legen.

Kommentare   

#1 Susanne M. 15.12.2016 10:06
Die Abhängigkeit von einer ausländischen Fluglinie ist auf Dauer tötlich. Dis Politik zahlt beim Worst-Case die Zeche nicht, sondern jeder Bürger im Kreis Kleve.
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#2 Randnotiz 15.12.2016 14:32
Die ausländische Fluglinie Ryan Air ist auf jeden Fall zukunftssicherer als die gute deutsche Air Berlin...
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#3 B.R. 15.12.2016 22:02
Das einzige zukunftssichere an Ryanair ist, dass sie die deutschen Kommunen nach und nach ausnehmen wie eine reife Zitrone.

"Landrat bittet dringend darum, dass die Informationen die er mitteilt nichtöffentlich bleiben, da ansonsten ein enormer Schaden entstehen würde. Zudem könne dann infrage gestellt werden, ob der Weg, dem Kreistag Bericht zu erstatten, richtig sei.
Der Flughafen würde sich in einer existenziellen Krise befinden. Wie und ob es weitergeht, sei offen. Der Hintergrund sei im Vertragsverhalten von Ryanair zu sehen. Der 2006 geschlossene Vertrag würde von Ryanair seit Einführung der Luftverkehrssteuer gebrochen. Die Zahl der Flugzeuge und die Zahl der Flugziele sei reduziert worden.
Dies sei von Anfang an ein Vertragsbruch gewesen. Der Flughafen habe auf Einhaltung des Vertrags bestanden. Diesen Forderungen sei nicht entsprochen worden. Bei Verhandlungen mit einem so starken Vertragspartner bestehe immer das Risiko, dass der Vertrag grundlegend gebrochen wird und das Geschäft komplett verlagert wird....."
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#4 Susanne M. 15.12.2016 23:39
zitiere Randnotiz:
Die ausländische Fluglinie Ryan Air ist auf jeden Fall zukunftssicherer als die gute deutsche Air Berlin...


Auch noch beim BREXIT? Ich denke, da fehlt einigen politischen Ortsgrößen nun einmal der richtige Weitblick.
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#5 Der Laie 16.12.2016 00:15
@2
Nur weil sich Ryanair immer schwächere Partner aussucht und z.B.keine kostendeckende Start- und Landegebühren zahlt oder Piloten nicht fest einstellt sondern als so genannte selbständige Unternehmer beschäftigt,ist das Zukunftssicher.
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#6 Randnotiz 16.12.2016 14:28
zitiere Susanne M.:
Auch noch beim BREXIT? Ich denke, da fehlt einigen politischen Ortsgrößen nun einmal der richtige Weitblick.


Auch nach dem BREXIT (so er denn kommt)! Ryanair, übrigens eine irische und damit keine britische Fluglinie (!), würde dieser zwar wehtun, doch dürfte das Unternehmen mittlerweile so stark aufgestellt sein, dass dieser zu verschmerzen wäre.
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#7 B.R. 16.12.2016 14:37
Jetzt hatte ich bei @2) vergessen, den zugehörigen link mit einzustellen.

www.kleveblog.de/flughafen-niederrhein-protokoll-des-grauens/
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